EPEAT: Apple kritisiert US-Umweltsiegel
Bis vor kurzem trugen Apple-Rechner das goldene EPEAT-Siegel. (Bild: Apple)

EPEAT Apple kritisiert US-Umweltsiegel

Apples freiwilliger Rückzug aus dem US-Umweltsiegelprogramm EPEAT führt dazu, dass die Stadt San Francisco keine Macs mehr kaufen wird. Apple selbst kritisierte derweil die Kriterien, nach denen das Siegel vergeben wird.

Anzeige

Apples Entscheidung, sämtliche Produkte aus dem Electronic Product Environmental Assessment Tool (EPEAT) herauszunehmen, hat erste Konsequenzen provoziert. Die Stadt San Francisco kündigte nach einem Bericht des Wall Street Journals an, künftig keine Apple-Rechner mehr zu kaufen. Die Stadt kaufe mit öffentlichen Geldern nur zertifizierte Notebooks, Desktoprechner und Displays.

EPEAT beurteilt die Produkte in acht Kategorien unter anderem hinsichtlich ihrer Lebensdauer, der Verwendung giftiger Materialien und der Recyclingfähigkeit ihrer Komponenten und Verpackungen. Die Kriterien des Zertifizierungsprozesses sind laut eines Berichts der Website The Loop Apple nicht weitgehend genug.

Apple setzt auf Energy Star

Kristin Huguet von Apple kritisierte gegenüber der Onlinepublikation, dass Tablets und Smartphones nicht zertifiziert werden könnten. Außerdem würden alle Apple-Produkte das Energieeffizienzsiegel Energy Star 5.2 tragen. Die Treibhausgas-Emissionen aller Produkte würden einzeln auf der Apple-Website angegeben und EPEAT würde auch nicht den Verzicht auf giftige Inhaltsstoffe honorieren, so Huguet gegenüber The Loop.

Apple konnte seit 2007 ein Goldzertifikat und damit die höchste Stufe von EPEAT für seine Rechner vorweisen. Insgesamt waren bis vor dem Rückzug 39 Produkte zertifiziert. Ein wirklicher Grund für die Entscheidung, aus dem Programm auszusteigen, geht aus den Äußerungen von Apples Mitarbeiterin nicht hervor.

US-Präsident George Bush hatte Anfang 2007 verfügt, dass Bundesbehörden 95 Prozent ihrer Computer mit EPEAT-Siegel beschaffen sollen, es sei denn, es gibt kein Produkt, das diese Kriterien erfüllt. Das könnte nun zu Beschaffungsproblemen führen, mutmaßte iFixit.

Die professionellen Bastler zerlegten jüngst ein Macbook Pro Retina und fanden heraus, dass die Konstruktion durch den verklebten Akku als recylingunfreundlich einzustufen sei. In den EPEAT-Bestimmungen heißt es, dass sich Gehäuse und elektronische Baugruppen mit landläufig erhältlichen Werkzeugen oder mit der Hand trennen lassen müssen. Das gelang den Bastlern von iFixit nicht, ohne den Akku zu beschädigen. Es ist deshalb möglich, dass Apple aufgrund seiner Designentscheidung die Zertifizierungsfähigkeit aufgab.

Weshalb Apple deshalb aber gleich vollständig komplett aus dem EPEAT-Programm ausschied, bleibt unklar. Eventuell wird künftig die gesamte Mac-Produktpalette auf das Designprinzip des Retina-Notebooks umgestellt.


Der Supporter 13. Jul 2012

Ihr könnt euch alle abregen, besonders die Windows-Fans, die sich hier so in Zeug gelegt...

derats 13. Jul 2012

Einen Akku fest einzubauen anstatt wechselbar auszulegen vereinfacht die Konstruktion...

JanZmus 12. Jul 2012

Ne, das Amazonas-Gebiet nennt man halt kurz auch oft Amazonas. JETZT hast du was gelernt.

tingelchen 12. Jul 2012

An der Grafiklösung liegt es definitiv mit. Da man doch recht schwach ausgestattete AMD...

lottikarotti 12. Jul 2012

Aha.

Kommentieren



Anzeige

  1. Prozessingenieur Requirements Management (m/w)
    dSPACE GmbH, Paderborn
  2. Softwareentwickler (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Passau
  3. IT-Systemadministrator (m/w)
    AKDB, Würzburg
  4. SharePoint Inhouse Consultant (m/w)
    BEUMER Group GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Deutsche Grammophon

    Klassik streamen mit bis zu 320 Kbps

  2. Alibaba

    Milliardenschwerer Börsengang wohl Mitte September

  3. Test Infamous First Light

    Neonbunter Actionspaß

  4. Nach Wurstfirmeninsolvenz

    Redtube-Abmahn-Anwalt verliert Zulassung

  5. Gat out of Hell

    Saints Row und die Froschplage in der Hölle

  6. Ridesharing

    Taxidienst Uber in 200 Städten verfügbar

  7. Telefónica und E-Plus

    "Haben endgültige Freigabe von EU-Kommission bekommen"

  8. Intel Core i7-5960X im Test

    Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4

  9. Nintendo

    Neuer 3DS mit NFC und zweitem Analogstick

  10. Onlinereiseplattform

    Opodo darf Nutzern keine Versicherungen unterschieben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Breitbandausbau: Netzbetreiber und Regierung schachern um Netzneutralität
Breitbandausbau
Netzbetreiber und Regierung schachern um Netzneutralität
  1. Mobiles Internet Roaming-Gebühren benachteiligen Grenzregionen
  2. Digitale Agenda Bitkom fordert komplette Nutzung des 700-Megahertz-Bandes
  3. Digitale Agenda 38 Seiten Angst vor festen Zusagen

Spiele auf dem Oculus Rift DK2: Manchmal klappt es, manchmal nicht
Spiele auf dem Oculus Rift DK2
Manchmal klappt es, manchmal nicht
  1. Oculus Rift Geld für gefundene Sicherheitslücken
  2. Virtuelle Realität Hüft-OP mit Oculus Rift und zwei Gopro-Kameras
  3. Oculus Rift Valve aktualisiert SteamVR für das DK2

Sofia: Der fliegende Blick durch den Staub
Sofia
Der fliegende Blick durch den Staub
  1. Gehirnforschung Licht programmiert Gedächtnis um
  2. Audio aus Video Gefilmte Topfpflanze verrät Gespräche
  3. Nahrungsmittel Trinken statt Essen

    •  / 
    Zum Artikel