Entwicklungsumgebungen GCC 4.8.0 wechselt zu C++

Der Code der GNU Compiler Collection (GCC) basiert ab der soeben erschienen Version 4.8.0 auf C++. Von Google stammen ein neuer Adress- und Thread-Sanitizer.

Anzeige

Wer GCC 4.8.0 selbst kompilieren will, braucht künftig einen C++-Compiler, der C++ 2003 beherrscht. Als Grund nennen die Entwickler unter anderem, dass das C++-Subset C ebenso effizient sei, wie C selbst. Außerdem soll der Umstieg auf C++ die Entwicklung von Schnittstellen und die Codepflege erleichtern. Immerhin, so die Entwickler, sei C++ eine standardisierte, bekannte und populäre Programmiersprache.

Von Google kommt der Adress-Sanitizer, mit dem sich schnell Speicherfehler aufspüren lassen sollen, etwa Heap-, Stack- oder globale Bufferoverflows und Use-after-free-Bugs. Er funktioniert unter GNU/Linux auf Intel-basierten 32- und 64-Bit-Systemen, PowerPCs, ebenfalls in der 32- und 64-Bit-Varainte, und auf 32-Bit- und 64-Bit-Darwin-Systemen. Ebenfalls von Google stammt der neue Thread-Sanitizer für x86-64-Systeme mit Linux, der Wettlaufsituation verhindern soll.

Besseres Debuggen

Statt der Optimierungsstufe -O0 können Entwickler künftig in der Testphase die neue Optimierungsstufe -Og wählen, mit der eine bessere Leistung beim Debugging erzielt werden kann. Das Standardformat für die Ausgabe von Debugging-Informationen basiert künftig auf Dwarf4.

Die Beseitigung partieller Redundanzen erledigt die neue Option -ftree-partial-pre deutlich aggressiver als zuvor. Wer die Optimierungsstufe -O3 wählt, schaltet die Option automatisch ein. Weitere Verbesserungen erhielt der Link-Time-Optimizer. Außerdem gibt es einen neuen Symbol-Table, der auf Callgraph und Varpool basiert und ein neues API bietet.

Mehr C++11

Während die Unterstützung für C nur wenig verbessert wurde, wurde diejenige für C++ um eine Reihe neuer Funktionen aus C++11 erweitert, darunter das Keyword thread_local oder vererbte Konstruktoren. In der Runtime-Bibliothek Libstdc++ wurde die zunächst experimentelle Unterstützung für C++11 eingebaut.

Mit GCC 4.8.0 lassen sich künftig Anwendungen für ARMs 64-Bit-Architektur (AArch64) kompilieren, die auf den Prozessoren Cortex-A53 und Cortex-A57 laufen. Auf den 32-Bit-Varianten unterstützt GCC 4.8.0 ARMv8.

Sämtliche Änderungen haben die Entwickler auf ihrer Webseite zusammengefasst. GCC 4.8 ist ebenfalls dort als Download erhältlich.


hb 25. Mär 2013

Wie gesagt - ich habe eine Weile nicht mehr drauf geschaut. Vielleicht lohnt es sich mal...

fletschge 25. Mär 2013

Kann ja verstehen dass man C++ nicht unbedingt mögen muss. Aber so wehement dagegen...

frostbitten king 25. Mär 2013

Haha Funkprog. Meinst den Jens Knoop (fand den als Vortragenden nicht sehr prickelnd, um...

QDOS 24. Mär 2013

Den Code kannst du in der Form sowohl durch einen C als auch einen C++ Compiler schießen...

bstea 24. Mär 2013

Wenn's hochkommt, benutzt man das noch bei Google, außerhalb der Kosmos ist mir das noch...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT Leiter (m/w)
    ALPLA Werke Lehner GmbH & Co KG, Markdorf
  2. SPS-Programmierer Steuerungen / Automatisierungslösungen (m/w)
    über CAPERA Consulting, Nordhessen
  3. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  4. Junior Process Consultant MES (m/w)
    Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  2. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  3. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  4. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  5. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  6. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  7. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  8. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  9. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen

  10. Darknet

    Grams - eine Suchmaschine für Drogen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafikkarte Radeon R9 295X2 für 1.500 Euro verfügbar
  2. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

    •  / 
    Zum Artikel