Entlassungen OCZ streicht Produkte und Personal

Der SSD-Hersteller OCZ hat sich eine gründliche Restrukturierung verordnet. Dazu werden weltweit rund ein Drittel der Mitarbeiter entlassen und zahlreiche Produkte eingestellt. Das Unternehmen will so wieder in die schwarzen Zahlen kommen.

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OCZ zieht Konsequenzen aus dem letzten Quartalsbericht. Der neue Unternehmenschef Ralph Schmitt beginnt mit einem harten Sanierungskurs. Seine Firma war überraschend ins Minus geraten, weil die Kosten für Rabattaktionen zunächst nicht einkalkuliert worden waren. Als dies korrigiert wurde und OCZ statt Gewinnen Verluste melden musste, brach die Aktie zeitweise um über 40 Prozent ein.

Auch der Unternehmensgründer und -chef Ryan Petersen trat in der Folge zurück. Ihm folgte Ralph Schmitt nach, der nach der Teilübernahme von PLX zu OCZ gekommen war.

Nun werden nach einer Mitteilung des Unternehmens 28 Prozent der Belegschaft entlassen. Derzeit beschäftigt OCZ noch 700 Mitarbeiter. Die größten Kürzungen gibt es in der taiwanischen Fabrik von OCZ, wo 32 Prozent der Mitarbeiter gehen sollen. Davon sind nach Angaben des SSD-Herstellers auch Drittfirmen betroffen.

Preisrutsch bei kleinen SSDs

Zudem will OCZ die Produktpalette verkleinern, rund "150 Produktvarianten", so das Unternehmen, sollen eingestellt werden. Im Value-Bereich, also bei den besonders günstigen SSDs, sollen 80 Prozent der Modelle nicht mehr angeboten werden. Dazu will OCZ auch schnell seine Lagerbestände reduzieren. Für Anwender, die auf wohl nicht mehr unterstützte Modelle setzen wollen, ergibt das die Hoffnung auf einen baldigen Ausverkauf mit sinkenden Preisen.

Dass sich OCZ ganz aus dem Consumer-Segment zurückziehen werde, wie Branchenbeobachter schon gemunkelt hatten, ist jedoch nicht zu befürchten. Schmitt bezeichnet die Maßnahmen als "Übergangsphase", in der OCZ neu strukturiert werden soll. Sowohl Produkte für professionelle als auch private Anwender will das Unternehmen weiter anbieten.


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