Entwickler Hewit mit einem Stück des Kraft-Stoffs
Entwickler Hewit mit einem Stück des Kraft-Stoffs (Bild: Wake Forest University)

Energy Harvesting Stoff erzeugt Strom durch Temperaturunterschied

Den Stoff, der das Problem des leeren Mobiltelefonakkus lösen kann, haben US-Wissenschaftler entwickelt: Power Felt nutzt Temperaturunterschiede, um Strom zu erzeugen.

Anzeige

Das Mobiltelefon laden, einfach indem man es in die Hand nimmt oder in die Hosentasche steckt - das soll Power Felt ermöglichen. Es ist ein thermoelektrisches Gewebe, das Wärme in Strom umwandelt.

Wie Stoff

Power Felt besteht aus Kohlenstoffnanoröhrchen, die in elastische Kunststofffasern eingeschlossen sind. Es sehe aus und fühle sich an wie Stoff, erklären die Entwickler von der Wake-Forest-Universität in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina um Corey Hewitt. Das Gewebe nutzt Temperaturunterschiede, um Strom zu erzeugen, wie etwa den zwischen Körper- und Raumtemperatur.

Der thermoelektrische Effekt werde noch zu wenig zur Energiegewinnung genutzt. "Wir verschwenden viel Energie in Form von Wärme", sagt Hewitt. Die Abwärme eines Autos etwa könnte genutzt werden, um das Radio, die Klimaanlage oder das Navigationssystem zu betreiben und so den Benzinverbrauch zu senken.

Günstiger als Bismuttellurid

Ein Grund ist der Preis. Bisher wird dafür Bismuttellurid verwendet, das aber sehr teuer ist. Power Felt sei aber leichter, einfacher herstellen und deutlich günstiger, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Nanoletters. In Zukunft könnte ein Power-Felt-Zusatz in einer Smartphone-Hülle nur 1 US-Dollar kosten, hoffen sie.

Anwendungen gäbe es viel, sagen sie: Im Autositz eingelassen, könnte die Körperwärme zur Reichweitenverlängerung von Elektroautos beitragen. Als Isolierung von Heizungsrohren könnte Power Felt dazu beitragen, die Stromrechnung zu senken. In die Kleidung eingelassen könnten so mobile Geräte geladen oder Sensoren versorgt werden, die Lebensfunktionen überwachen.


SoniX 24. Feb 2012

"Im Autositz eingelassen, könnte die Körperwärme zur Reichweitenverlängerung von...

y.m.m.d. 24. Feb 2012

Das wären dann 10% der "verheizten" 60%, sprich 6% / 6kW. Nicht umwerfend aber besser...

Max-M 23. Feb 2012

WARNUNG: Die folgenden Zeilen sind pure IRONIE und nicht wirklich ernst gemeint...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Software Developer (m/w)
    econda GmbH, Karlsruhe
  2. System Engineer Audio / Media (GPU) (m/w)
    Harman Becker Automotive Systems GmbH, Karlsbad (Raum Karlsruhe/Stuttgart)
  3. SAP Demand Manager (m/w) Inhouse für Primetals Technologies
    Primetals Technologies, Limited, Erlangen
  4. Systemadministrator (m/w) für den Bereich Schiff
    Rickmers Holding GmbH & Cie. KG, Hamburg

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G
    369,90€ (günstigster Preis laut Preisvergleich)
  2. G.Skill DIMM 8 GB DDR3-1600 Kit
    59,90€
  3. Fire TV Stick
    39,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Smithsonian

    Museum restauriert die Enterprise NCC-1701

  2. Cyberkrieg

    Pentagon will Angreifer mit harten Gegenschlägen abschrecken

  3. Weißes Haus

    Hacker konnten offenbar Obamas E-Mails lesen

  4. Unzulässige NSA-Selektoren

    Kanzleramt soll Warnungen des BND ignoriert haben

  5. Android-Tablet

    Google stellt Nexus 7 offenbar ein

  6. Aerofoils

    Formel-1-Technik macht Supermarkt-Kühlregale effizienter

  7. Force Touch

    Apples Trackpad könnte künftig verschiedene Oberflächen simulieren

  8. Bodyprint

    Yahoo-Software verwandelt Touchscreen in Ohr-Scanner

  9. BKA

    Ab Herbst 2015 soll der Bundestrojaner einsetzbar sein

  10. Die Woche im Video

    Computerspiele, Whatsapp und Fire TV Stick



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



The Ocean Cleanup: Ein Müllfänger für die Meere
The Ocean Cleanup
Ein Müllfänger für die Meere
  1. Vorbild Tintenfisch Tarnmaterial ändert seine Farbe
  2. Keine Science-Fiction Mit dem Laser gegen Weltraumschrott
  3. Maglev Magnetschwebebahn erreicht in Japan 590 km/h

GTA 5 im Technik-Test: So sieht eine famose PC-Umsetzung aus
GTA 5 im Technik-Test
So sieht eine famose PC-Umsetzung aus
  1. GTA 5 auf dem PC Erst beschränkter Zugriff, dann mehr Freiheit
  2. GTA 5 PC Rockstar Games gibt Systemanforderungen für Ultra-HD bekannt
  3. GTA 5 PC angespielt Los Santos ohne Staubschleier

Hello Firefox OS: Einfacher Einstieg in die App-Entwicklung mit Firefox OS
Hello Firefox OS
Einfacher Einstieg in die App-Entwicklung mit Firefox OS
  1. Biicode Abhängigkeitsverwaltung für C/C++ ist Open Source
  2. Freie Bürosoftware Libreoffice liegt im Rennen gegen Openoffice weit vorne
  3. ARM-SoC Allwinner verschleiert Lizenzverletzungen noch weiter

  1. Re: Ein gutes Urteil

    theonlyone | 02:48

  2. Re: Damals gabs zumindest noch sinnvolle Gesetze..

    theonlyone | 02:43

  3. Re: Nicht Aktien- sondern Devisenmarkt!

    Aralender | 02:03

  4. Re: harte gegenschläge sind immer ne gute idee

    x2k | 01:46

  5. Re: US-Botnet

    x2k | 01:38


  1. 15:49

  2. 14:25

  3. 13:02

  4. 11:44

  5. 09:56

  6. 15:17

  7. 10:05

  8. 09:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel