Anzeige
Energy Harvesting: neue Lückentechnik
Energy Harvesting: neue Lückentechnik (Bild: Zhonglin Wang/Georgia Tech)

Energy Harvesting Durchsichtiger Generator erzeugt Strom durch Reibung

Ein einfacher Generator aus zwei Kunststoffschichten wandelt beliebige mechanische in elektrische Energie, genauer gesagt in Wechselstrom. Er ist durchsichtig und kann beispielsweise auf einem Touchscreen aufgebracht werden.

Anzeige

Reibungselektrizität kennt jeder: Der Effekt tritt beispielsweise beim Kämmen auf. Forscher vom Georgia Institute of Technology um Zhonglin Wang wollen ihn sich für Energy Harvesting - das Gewinnen von Energie aus der Umgebung - zunutze machen.

Reibung macht Wechselstrom

Der Reibungsgenerator besteht aus zwei Lagen Kunststoffen - Polyester und Polydimethylsiloxan (PDMS). Reiben die beiden aneinander, gibt das Polyester Elektronen ab, die das PDMS aufnimmt. Nachdem sich die beiden Flächen aneinander gerieben haben, werden sie getrennt. Wird dieser Vorgang wiederholt, erzeugt der Generator Wechselstrom. Um die Ausbeute des Generators zu erhöhen, haben die Forscher die Oberfläche der PDMS-Lage geformt: Sie besteht aus Pyramiden, Quadern und Streifen.

  • Schema des Generators (Bild: Zhonglin Wang/Georgia Tech)
  • Drei verschiedene Oberflächengestaltungen auf der PDMS-Schicht (Bild: Zhonglin Wang/Georgia Tech)
  • Pyramidenmuster auf der PDMS-Schicht (Bild: Zhonglin Wang/Georgia Tech)
Schema des Generators (Bild: Zhonglin Wang/Georgia Tech)

Die beiden Kunststoffe sind durchsichtig, so dass sie auf verschiedene Oberflächen aufgebracht werden können, ohne aufzufallen. Eine mögliche Anwendung ist beispielsweise auf einem Touchscreen, den das System beim Bedienen gleich mit Energie versorgt.

Wassertropfen und Feder

Der Generator ist zudem sehr empfindlich: Schon die Berührung eines Wassertropfens oder sogar einer Vogelfeder erzeuge einen Strom, erklären die Forscher in der Fachzeitschrift Nano Letters. Er könne deshalb auch als Drucksensor eingesetzt werden, der sich selbst mit Strom versorgt.

Eine elektrische Ladung durch Reibung zu erzeugen, sei nichts Neues, sagt Wang. Ihre Leistung sei, eine Trenntechnik entwickelt zu haben, die einen Spannungsabfall erzeugt. "Dieser Generator kann jede mechanische Energie aus der Umwelt in elektrische Energie wandeln." Wang ist ein Experte für Energy Harvesting und hat schon verschiedene entsprechende Systeme entwickelt.

Energiespeicher

Der Generator sei robust genug, um mehr als 100.000 Arbeitszyklen zu durchlaufen, berichtet Wang. Im nächsten Schritt wollen seine Kollegen und er den Generator mit einem Energiespeicher ausrüsten, der den erzeugten Strom aufnimmt.

Reibungselektrizität war schon in der Antike bekannt: Die Entdeckung wird dem Wissenschaftler Thales von Milet zugeschrieben. Er soll ihn Mitte des 6. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung an Bernstein entdeckt haben. Von seinen Experimenten stammt der Name für ein ganzes Gebiet der Physik: Bernstein heißt auf Griechisch Elektron.


eye home zur Startseite
wrnr 12. Jul 2012

Die Innenseiten der Ärmel reiben ja recht oft an der Jacke.

Dr.White 12. Jul 2012

SoniX Wrote: Tja, Technik die begeistert

Kommentieren



Anzeige

  1. Requirements Engineer (m/w) - Netzwerkinfrastruktur, IT-Security & Verbindungsmanagement
    Bosch Software Innovations GmbH, Waiblingen, Berlin
  2. Java / JEE Entwickler (m/w)
    ckc group, Region Braunschweig/Wolfsburg
  3. IT-Architekt (m/w) Security-Lösungen
    Zurich Gruppe Deutschland, Köln
  4. Cloud-Architekt/in
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. NEU: ASUS GeForce GTX 1080 bei Amazon bestellbar
    756,73€ (UVP 789€)
  2. NUR FÜR KURZE ZEIT: BenQ RL2455HM
    154,85€ inkl.Versand (solange der Vorrat reicht)
  3. VORBESTELLBAR: ASUS GeForce GTX 1080 Founders Edition
    789,00€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Lebensmittel-Lieferdienst

    Amazon Fresh soll doch in Deutschland starten

  2. Buglas

    Verband kritisiert Rückzug der Telekom bei Fiber To The Home

  3. Apple Store

    Apple darf keine Geschäfte in Indien eröffnen

  4. Mitsubishi MRJ90 und MRJ70

    Japans Regionaljet ist erst der Anfang

  5. Keysweeper

    FBI warnt vor Spion in USB-Ladegerät

  6. IBM-Markenkooperation

    Warum Watson in die Sesamstraße zieht

  7. Elektromobilität

    Portalbus soll Staus überfahren

  8. Vor dem Oneplus-Three-Start

    Oneplus senkt Preise seiner Smartphones

  9. Mobilfunk

    Vodafone führt Wi-Fi-Calling in Deutschland ein

  10. Xbox Scorpio

    Schneller als Playstation Neo und mit Rift-Unterstützung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Traceroute: Wann ist ein Nerd ein Nerd?
Traceroute
Wann ist ein Nerd ein Nerd?

Formel E: Monaco-Feeling beim E-Prix in Berlin-Mitte
Formel E
Monaco-Feeling beim E-Prix in Berlin-Mitte
  1. Hewlett Packard Enterprise "IT wird beim Autorennen immer wichtiger"
  2. Roborace Roboterrennwagen fahren mit Nvidia-Computer
  3. Elektromobilität BMW und Nissan wollen in die Formel E

Moto G4 Plus im Hands on: Lenovos sonderbare Entscheidung
Moto G4 Plus im Hands on
Lenovos sonderbare Entscheidung
  1. Lenovo Moto G4 kann doch mit mehr Speicher bestellt werden
  2. Android-Smartphone Lenovos neues Moto G gibt es gleich zweimal
  3. Motorola Aktionspreise für aktuelle Moto-Smartphones

  1. Re: 58 km Autopilot pro Tag?

    AndyMt | 14:18

  2. Re: WOW eine richtige neue Idee!

    Dino13 | 14:18

  3. Re: Visionen

    lejared | 14:16

  4. Re: Eigenartig

    My1 | 14:16

  5. Re: So werden Forschungsgelder verprasst

    david_rieger | 14:14


  1. 13:39

  2. 12:47

  3. 12:30

  4. 12:04

  5. 12:03

  6. 11:30

  7. 10:55

  8. 10:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel