Anzeige
Drahtloses Ladesystem Watt Up: Energie wird nur auf Anforderung übertragen.
Drahtloses Ladesystem Watt Up: Energie wird nur auf Anforderung übertragen. (Bild: Energous)

Energous: Watt Up lädt Mobilgeräte drahtlos über mehrere Meter

Drahtloses Ladesystem Watt Up: Energie wird nur auf Anforderung übertragen.
Drahtloses Ladesystem Watt Up: Energie wird nur auf Anforderung übertragen. (Bild: Energous)

Herumlaufen, telefonieren und gleichzeitig den Akku laden: Ein US-Unternehmen hat System zum drahtlosen Laden von Mobilgeräten entwickelt. Die Technik ähnelt WLAN.

Anzeige

Keine Kabel mehr, keine Ladegeräte: Das kalifornische Unternehmen Energous hat auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ein System vorgestellt, das die Akkus von mobilen Geräten wie Tablets, Smartphones oder Smart Watches drahtlos lädt.

Watt Up nennt das Unternehmen die Technik: Sie besteht aus einem Sender, Power Router genannt, und einem Empfänger. Der Power Router hat eine Reichweite von 4,5 Metern. Innerhalb dieses Radius' versorgt er Geräte mit Strom. Der Nutzer kann also sein Tablet weiter nutzen, während es geladen wird. Der Power Router kann bis zu zwölf Empfänger gleichzeitig mit Strom versorgen. Bedingung ist, dass deren Leistungsaufnahme jeweils weniger als 10 Watt beträgt.

Empfänger wandelt Funksignale in Strom

Der Empfänger ist eine Anordnung aus Antennen, die aus einem Metamaterial bestehen. Eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (Application Specific Integrated Circuit, ASIC) wandelt das Funksignal in elektrischen Strom, mit dem der Akku des mobilen Gerätes geladen wird. In der aktuellen Version sind die Empfänger in spezielle Hüllen für die Mobilgeräte integriert. Außerdem hat Energous eine Ladestation gebaut, auf die ein Smartphone gestellt wird. Die Chips sind aber klein genug, dass sie künftig in den Geräten verbaut werden können.

Gesteuert wird das System über eine App oder über ein Webportal. Darüber meldet der Nutzer ein Gerät am Router an, damit dieser dessen Akku lädt. Der Nutzer kann dabei festlegen, welche Geräte Vorrang vor anderen erhalten oder Bedingungen festlegen, nach denen geladen wird: etwa wenn der Ladestand unter einen definierten Wert sinkt oder nach einem bestimmten Zeitplan. Auch wie viel Leistung an ein bestimmtes Gerät übertragen wird, lässt sich regeln.

Erprobte Technik

Die Technik sei unbedenklich, erklärt der Hersteller: Der Power Router sendet im gleichen Frequenzspektrum wie ein WLAN-Router, im Bereich zwischen 5,7 und 5,8 GHz. Er kommuniziert mit dem Empfänger per Bluetooth Low Energy. Energie überträgt er nur dann, wenn der Empfänger diese explizit anfordert. Die Funkwellen sind laut Energous ungefährlich.

Die übertragene Leistung hängt unter anderem von der Entfernung ab: An vier Geräte in einer Entfernung von weniger als 1,5 Meter überträgt der Power Router jeweils 4 Watt. Die Ladezeit ist so lang wie an der Steckdose. Sind die gleichen Geräte zwischen 1,5 und 3 Metern entfernt, bekommt jedes 2 Watt ab und lädt in etwa so lange wie am USB-Anschluss des Computers. Zwischen 3 und 4,5 Metern ist es nur noch 1 Watt pro Gerät.

Öffentliche Power Router

Power Router könnten auch öffentlich aufgestellt werden - etwa in Cafés, Flughäfen, U-Bahn-Stationen oder anderen öffentlichen Gebäuden. Der Besitzer eines Power Routers kann diesen auch bei einem Cloud-Server anmelden. Nutzer können sich dann auf einer Landkarte anzeigen lassen, wo sie ein Smartphone, eine Kamera oder ein anderes mobiles Gerät laden können.

Das Watt-Up-System könnte 2016 marktreif sein.


eye home zur Startseite
schuhumi 07. Jan 2015

Volle Zustimmung. Hoffentlich wird das nicht irgendwann zum Problem. Stellt euch mal...

GottZ 07. Jan 2015

wlan != wlan das 5 ghz band hat andere auswirkungen auf den menschlichen körper als das 2...

Prinzeumel 07. Jan 2015

Welche technik? Oo

AllDayPiano 07. Jan 2015

Nein. Die Angaben im Artikel stimmen. Du hast mit wenigen Überlegungen bewiesen, dass Du...

OxKing 07. Jan 2015

... Die suchen noch Investoren, oder? Das riecht jetzt aber mal sowas nach bullshit...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  2. Kassenärztliche Vereinigung Berlin, Berlin
  3. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  4. Commerz Finanz GmbH, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,00€
  2. 399,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Kabelnetz

    Großflächige Störung bei Vodafone

  2. Google

    Nächste Android-Version heißt Nougat

  3. Pleurobot

    Bewegungen verstehen mit einem Robo-Salamander

  4. Überwachung

    Google sammelt Telefonprotokolle von Android-Geräten

  5. Fritzbox

    AVM veröffentlicht FAQ zur Routerfreiheit

  6. Wertschöpfungslücke

    Musiker beschweren sich bei EU-Kommission über Youtube

  7. Vodafone und Ericsson

    Prototyp eines 5G-Netzes in Deutschland

  8. Slim

    Hinweise auf schlanke Playstation 4

  9. Wasserwaagen-App

    Android-Trojaner im Play Store installiert ungewollt Apps

  10. Datenrate

    Telekom und M-Net gewinnen Connect-Festnetztest



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Neue Windows Server: Nano bedeutet viel mehr als nur klein
Neue Windows Server
Nano bedeutet viel mehr als nur klein
  1. Windows 10 Microsoft will Trickserei beim Upgrade beenden
  2. Windows 10 Microsoft zahlt Entschädigung für nicht gewolltes Upgrade
  3. Microsoft Patchday Das Download-Center wird nicht mehr alle Patches bieten

Autotracker Tanktaler: Wen juckt der Datenschutz, wenn's Geld gibt?
Autotracker Tanktaler
Wen juckt der Datenschutz, wenn's Geld gibt?
  1. Ubeeqo Europcar-App vereint Mietwagen, Carsharing und Taxis
  2. Rearvision Ex-Apple-Ingenieure entwickeln Dualautokamera
  3. Tod von Anton Yelchin Verwirrender Automatikhebel führte bereits zu 41 Unfällen

Battlefield 1 angespielt: Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburtsspritze
Battlefield 1 angespielt
Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburtsspritze
  1. Electronic Arts Battlefield 1 mit Wetter und Titanfall 2 mit Kampagne
  2. Dice Battlefield 1 spielt im Ersten Weltkrieg

  1. Re: Na und?

    berritorre | 01:58

  2. Re: Anhaltende Probleme beim Verbindungsaufbau...

    Fairlane | 01:48

  3. Re: Lächerlich

    DrWatson | 01:46

  4. Auch ohne Ultraschall: "KAIST" baut 2007 einen...

    Tobias Claren | 01:34

  5. Re: Wie denn, Apple will seine Nutzer einschränken?

    User_x | 01:31


  1. 22:47

  2. 19:06

  3. 18:38

  4. 17:19

  5. 16:19

  6. 16:04

  7. 15:58

  8. 15:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel