Abo
  • Services:
Anzeige
Richard Stallman hat Bedenken wegen der Konkurrenz durch LLVM.
Richard Stallman hat Bedenken wegen der Konkurrenz durch LLVM. (Bild: Flickr.com/Preliminares/CC-BY-SA 2.0)

Emacs-Diskussion: Stallman sieht LLVM als Angriff auf GNU

Richard Stallman hat Bedenken wegen der Konkurrenz durch LLVM.
Richard Stallman hat Bedenken wegen der Konkurrenz durch LLVM. (Bild: Flickr.com/Preliminares/CC-BY-SA 2.0)

Es scheine einen systematischen Angriff auf GNU-Projekte durch LLVM zu geben, schreibt der GNU-Gründer Richard Stallman. Er werde die Situation prüfen. Ein alter Streit mit Apple könnte die Ursache für diese Idee sein.

Anzeige

Der LLVM-Code enthält eine Anbindung des eigenen Debuggers an die dazugehörige Emacs-Schnittstelle. Dieser Code könnte theoretisch in Emacs aufgenommen und dann verteilt werden. Auf die Frage, ob dies möglich und erwünscht sei, reagiert GNU-Projekt-Gründer Richard Stallman gewohnt kritisch. Er schreibt, dadurch zeige sich wohl ein systematischer Angriff auf GNU-Pakete, worauf strategisch reagiert werden müsse. Bis dahin sollte die entsprechende Software nicht installiert werden, empfiehlt Stallman.

Zwar betont der Begründer der Free-Software-Bewegung, dass er sich zu diesem Themenkomplex noch keine abschließende Meinung gebildet habe. Diese solle jedoch durch Diskussionen mit den Beteiligten entstehen, nachdem Stallman die Sachlage besser verstehe, was insbesondere für die Funktionsweise und den Zweck der Software gelte.

Der Emacs-Maintainer Stefan Monnier zeigt sich unterdessen wenig beeindruckt von den Gedankenspielen Stallmans. Solange Monnier den Editor pflege, würden derartige Entscheidungen über die Aufnahme von Code allein durch ihn gefällt, egal zu welchem Schluss Stallman gelange. Letzterer fürchte eine zu starke Dominanz von GNU-Alternativen, die proprietär lizenziert werden könnten. Die oberste Priorität der Maintainer von GNU-Paketen sollte außerdem die gegenseitige Unterstützung sein.

Differenzen mit Apple

Stallmans Befürchtungen und vermutlich auch die grundsätzliche Kritik an LLVM reichen wohl sehr weit zurück, worauf Bradley Kuhn in seinem Blog hinweist. So sei die erste sehr bekannte GPL-Verletzung durch das Unternehmen Next unter Steve Jobs begangen worden. Diese Auseinandersetzung führte schließlich zur Offenlegung des Objective-C-Compiler-Frontends für GCC, das unter der GPL steht.

Das von Apple aber inzwischen bevorzugte und gesponserte Compiler-Projekt LLVM steht unter einer freizügigen Lizenz, die proprietäre Erweiterungen erlaubt. Zudem dürfte Apple die Werkzeuge selbst proprietär weiterverteilen. Welche Auswirkungen das und eventuelle Abhängigkeiten von GNU-Projekten für diese bedeute, will Stallman nun offenbar klären.


eye home zur Startseite
schily 11. Feb 2015

Ich versuche es mal Schritt für Schritt: Ich bin der erste, der gerichtlich gegen den Mi...

M wie Meikel 10. Feb 2015

RMS hat sicher einige Entwicklungen rund um FLOSS ins Rollen gebracht: das GNU-Projekt...

spiderbit 10. Feb 2015

Ich sehe deinen Punkt nicht, wenn die GPL nur die NUTZUNG der software also das...

GodsBoss 10. Feb 2015

Um die Weitergabe der Freiheiten zu gewährleisten, richtig.

ShalokShalom 10. Feb 2015

Hier mal ne Liste von Apps, die noch gcc erzwingen, falls es jemanden interessiert...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Sindelfingen
  2. BVU Beratergruppe Verkehr + Umwelt GmbH, Freiburg
  3. Villeroy & Boch AG, Mettlach bei Saarbrücken / Merzig
  4. Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg oder Hallstadt


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Core i5-6600K + Geforce GTX 1070 OC)
  2. 349€ + 3,99€ Versand
  3. (Core i5-6500 + Geforce GTX 1060)

Folgen Sie uns
       


  1. Elementary OS Loki im Test

    Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein

  2. Mobilfunkausrüster

    Ericsson entlässt seinen Konzernchef

  3. Neuer Algorithmus

    Google verkleinert App-Downloads aus dem Play Store

  4. Brennstoffzelle

    Hazer will Wasserstoff günstiger machen

  5. Netze

    Huawei steigert Umsatz stark

  6. Gears of War 4

    Erstes PC-Spiel unterstützt dynamische Render-Auflösung

  7. Nintendo

    Gewinn steigt durch Pokémon Go kaum an

  8. Khronos

    Vulkan bekommt offizielle API für C++

  9. Bildbearbeitungs-App

    Prisma offiziell für Android erhältlich

  10. Kernel

    Linux 4.7 unterstützt AMDs Polaris



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Dirror angeschaut: Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist
Dirror angeschaut
Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist
  1. Bluetooth 5 Funktechnik sendet mehr Daten auch ohne Verbindungsaufbau
  2. Smarter Schalter Wenn Github mit dem Lichtschalter klingelt
  3. Tony Fadell Nest-Gründer macht keine Omeletts mehr

Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  2. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro
  3. Mi Band 2 Xiaomis neues Fitness-Armband mit Pulsmesser kostet 20 Euro

Geforce GTX 1060 im Test: Knapper Konter
Geforce GTX 1060 im Test
Knapper Konter
  1. Grafikkarte Nvidia bringt neue Titan X mit GP102-Chip für 1200 US-Dollar
  2. Notebooks Nvidia bringt Pascal-Grafikchips für Mobile im August
  3. Geforce GTX 1060 Schneller und sparsamer als die RX 480 - aber teurer

  1. Re: Wasserstoff günstig in Metall oder...

    Ovaron | 12:11

  2. Re: Verbot ist notwendig

    PhilippFrank | 12:11

  3. Re: Und was wenn die Daten später versendet werden?

    TheUnichi | 12:10

  4. Re: Eigenes Versagen

    thorsten... | 12:09

  5. Re: Nebelkerzen

    Niaxa | 12:09


  1. 12:05

  2. 12:04

  3. 11:33

  4. 11:22

  5. 11:17

  6. 11:05

  7. 10:58

  8. 10:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel