Elpida Toshiba, Hynix und Micron wollen insolventen DRAM-Hersteller

Elpida - mit Milliardenschulden im Insolvenzverfahren - wird nun für mehrere große IT-Konzerne interessant. Doch sie wollen nur Teile des DRAM-Herstellers.

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Mehrere Unternehmen wollen ein Gebot für den insolventen Speicherchiphersteller Elpida Memory abgegeben. Der letzte japanische DRAM-Hersteller hat am 27. Februar 2012 Gläubigerschutz bei einem Bezirksgericht in Tokio beantragt. Die Chippreise seien auf dem gleichen Niveau wie Reisbällchen, sagte Elpida-Chef Yukio Sakamoto dabei zur Marktlage. Das Unternehmen hatte im Februar 448 Milliarden Yen (4,09 Milliarden Euro) Schulden.

Ein hochrangiger Toshiba-Manager erklärte der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass der Flashspeicherhersteller einen Anteil an Elpida Memory erwerben oder - zusammen mit anderen - ein nicht bindendes Angebot für eine Investition in den Konzern abgeben wolle. Elpida werde im Mai 2012 einen Finanzpartner auswählen, erklärte der Toshiba-Manager. Toshiba habe aber kein Interesse, Elpida als Ganzes zu übernehmen.

Der US-DRAM-Hersteller Micron Technology soll laut einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei seit Ende 2011 mit Elpida über eine Beteiligung verhandeln. Darüber wurde schon früher berichtet.

Der südkoreanische Speicherhersteller Hynix Semiconductor prüft ebenfalls ein Angebot für Elpida Memory. Das gab das Unternehmen in einer Börsenmitteilung bekannt.

Elpida bekam am 23. März 2012 die Erlaubnis des Insolvenzgerichts, unter Führung von President Yukio Sakamoto bis Ende August einen Restrukturierungsplan für das Unternehmen aufzustellen. Nach Angaben der Analysten von IHS hatte Samsung zuletzt einen DRAM-Weltmarktanteil von 45 Prozent, Hynix hielt 22 Prozent und Elpida 12 Prozent.

Elpida entstand 1999 durch eine Fusion der DRAM-Sparten der beiden japanischen IT-Konzerne NEC und Hitachi. Fujitsu stieg im selben Jahr aus dem Bereich aus, Toshiba folgte 2001.


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