Elektromobilität US-Forscher planen den elektrischen Highway

Forscher der Stanford Universität haben eine Möglichkeit erdacht zu verhindern, dass Elektroautos auf einer langen Fahrt der Strom ausgeht: Sie wollen die Straße mit Spulen versehen, die per magnetischer Resonanz Strom drahtlos ins Auto übertragen.

Anzeige

Mangelnde Reichweite gilt als großes Manko für Elektroautos: Für die täglichen Fahrten zur Arbeit oder in der Stadt reicht eine Akkuladung. Aber was ist mit dem Ausflug aufs Land am Wochenende oder dem Urlaub? Es gibt verschiedene Konzepte, dieses Problem zu umgehen: Das US-Unternehmen Better Place etwa setzt auf Akkuwechselstationen, an denen der Fahrer einen leeren Akku gegen einen vollen tauscht. Machen wir doch lieber gleich die Straße zum Energiespender, schlagen dagegen Wissenschaftler der Stanford Universität vor.

Fahren und laden

"Unsere Vision ist, dass man auf einem beliebigen Highway fährt und dabei gleich das Auto auflädt", erklärt Shanhui Fan, gibt aber zu, dass dafür das gesamte Fernstraßennetz umkrempelt werden müsste. Denn die Stanford-Wissenschaftler wollen die Straßen mit einem drahtlosen Ladesystem ausstatten, schreiben sie im Fachmagazin Applied Physics Letter.

Sie wollen jedoch nicht - wie die meisten drahtlosen Stromübertragungssysteme - die magnetische Induktion einsetzen. Stattdessen soll der elektrische Strom per magnetischer Resonanz übertragen werden. Dazu werden zwei Kupferspulen so eingestellt, dass sie auf der gleichen Frequenz schwingen. Der Sender wird an eine Stromquelle angeschlossen und erzeugt ein Magnetfeld. Dieses wiederum bringt die zweite Spule zum Schwingen. Auf diese Weise wird elektrische Energie vom Sender und Empfänger übertragen.

Bei Gleichklang Strom

Vorteil dieser Technik sei, dass nur Strom übertragen wird, wenn zwei Spulen auf der gleichen Frequenz schwingen. Auf Objekte mit einer anderen Frequenz habe das System keinen Einfluss, sagt Fan. Der Chiphersteller Intel hat vor einigen Jahren mit dieser Technik experimentiert. Fujitsu hat 2010 ein Ladegerät für Mobiltelefone vorgestellt, das mit Magnetresonanz arbeitet.

Ausgangspunkt für die Stanford-Forscher war aber die Arbeit von Kollegen des Massachusetts Institute of Technology. Die haben bereits ein stationäres Ladesystem mit dieser Technik entwickelt, das 3 Kilowatt überträgt. Sie vermarkten es über ein eigenes Unternehmen.

  1. 1
  2. 2

scorpion-c 08. Feb 2012

Stimmt und wenn der Akku voll ist schalten die den Stromkreis ab. Durch die Magnetspule...

George99 06. Feb 2012

So leicht wie sie dann an Kupferspulen kommen werden, das wird ein Fest ;-)

ichbinsmalwieder 06. Feb 2012

[...] IMHO ist das dasselbe (nur eine etwas andere technische Ausführung). Welche Art...

redmord 06. Feb 2012

http://primovecity.bombardier.com/en/vision/index.html Zwar noch in der Erprobung, doch...

Vollhorst 05. Feb 2012

Das ist Induktion, nicht die im Artikel beschreibene magn. Resonanz.

Kommentieren




Anzeige
  1. ABAP Entwickler (m/w)
    AOK Systems GmbH, Frankfurt am Main
  2. Softwareentwickler in den Bereichen PHP, Java, .NET, C#, C++, Objective-C…
    proQrent GmbH, Böblingen (Reisebereitschaft)
  3. Wirtschaftsinformatiker / Wirtschaftsingenieur / Wirtschaftsmathematiker (m/w)
    Bundeskartellamt, Bonn
  4. IT Produktmanager Service Delivery Framework (m/w)
    Schott AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Facebooks Regeln

    Fleischwunde ja, aber bloß keine Brüste

  2. Sony Music

    Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

  3. Test Asus Zenbook mit Linux

    Stromsparen nur mit Handarbeit

  4. Onlive Desktop Plus

    Der schnellste Browser fürs iPad kann auch Flash

  5. Raumfahrt

    Japanisches Unternehmen träumt von Weltraumfahrstuhl


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 178 | letzter Beitrag 12:40 Uhr

  2. Kommentare: 126 | letzter Beitrag 13:16 Uhr

  3. Kommentare: 106 | letzter Beitrag 22.02. 16:07

  4. Kommentare: 105 | letzter Beitrag 10:11 Uhr

  5. Kommentare: 79 | letzter Beitrag 14:59 Uhr

Mehr


  1. SPD-Netzpolitiker

    "Kulturflatrate ist der richtige Weg"

  2. Test-Video Alan Wake American Nightmare

    Schießen statt Gruseln

  3. LG Optimus 4X HD

    Smartphone mit Android 4.0 und Quad-Core-Prozessor

  4. Samsung Star 3

    Touchscreen-Handy mit WLAN für 160 Euro

  5. LPDDR3

    1 GByte DDR3-Speicher für Smartphones und Tablets

  6. LG Optimus 3D Max

    Android-Smartphone mit 3D-Display und Gorilla Glass 2

  7. Test Asus Zenbook mit Linux

    Stromsparen nur mit Handarbeit

  8. Sony Music

    Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

  9. Raumfahrt

    Japanisches Unternehmen träumt von Weltraumfahrstuhl

  10. tz-Datenbank

    EFF gewinnt Streit um die Zeitzonen-Datenbank



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Bing, Blekko, Duck Duck Go: Googeln ohne Google?
Bing, Blekko, Duck Duck Go
Googeln ohne Google?

Die überarbeitete Version der Google-Suche "Search, plus Your World" hat heftige Debatten ausgelöst. Vor allem der Datenschutz steht mal wieder im Vordergrund der Kritik. "Geht es eigentlich auch ohne Google?", fragen sich daher viele Nutzer. Der Blogger Marcel Weiß hat es 18 Monate lang getestet.

  1. Cuil Google kauft Reste von Suchmaschinen-Startup
  2. "Focus on the User" Facebook und Twitter zeigen Google, wie soziale Suche geht
  3. Neuer Algorithmus Google straft Seiten mit zu viel Werbung ab

Per Magnetfeld: Zungenmaus steuert Rollstuhl oder Computer
Per Magnetfeld
Zungenmaus steuert Rollstuhl oder Computer

Eine Art Zahnspange und ein kleiner Magnet auf der Zungenspitze - das sind die Komponenten eines Systems, mit dem ein Nutzer einen Computer oder Rollstuhl mit der Zunge steuern kann.

  1. Autonom fahren Software regelt Verkehr für Roboterautos
  2. Digitale Landkarte Zoomen ohne Verzerrung
  3. Thermosensor Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

We are Anonymous: Das Aufbegehren der durchschnittlichen Internetbürger
We are Anonymous
Das Aufbegehren der durchschnittlichen Internetbürger

Das Buch "We are Anonymous" erklärt den Ursprung und den Werdegang einer Bewegung, die als Antwort auf die zunehmende Regulierung des Internets weiter wächst.

  1. Aprilscherz? Anonymous will angeblich das Internet ausschalten
  2. Kunduz-Affäre Anonymous veröffentlicht alte Dokumente des Bundestages
  3. Anonymous Telefonat zwischen FBI und Scotland Yard veröffentlicht

Zum Artikel