Elektromobilität Fisker entlässt Großteil der Belegschaft

Wegen schwerer finanzieller Probleme entlässt der US-Hybridauto-Hersteller Fisker drei Viertel seiner Angestellten. Nach dem Scheitern von Verkaufsverhandlungen steht das Unternehmen möglicherweise kurz vor der Insolvenz.

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Der US-Hybridauto-Hersteller Fisker Automotive steckt offensichtlich tief in der Krise: Das Unternehmen hat rund drei Viertel seiner Angestellten entlassen. Von den etwa 200 Angestellten blieben nur etwa 50, sagte ein ehemaliger Angestellter, der immer noch Verbindungen zum Unternehmen hat, der New York Times. In einer Stellungnahme begründete Fisker die Entlassungen mit finanziellen Problemen.

Es wird bereits spekuliert, dass Fisker in Kürze Insolvenz anmelden wird: Das Unternehmen soll laut dem Wall Street Journal bereits eine Anwaltskanzlei mit der Vorbereitung einer möglichen Insolvenzeinreichung beauftragt haben. Gründer Henrik Fisker hatte das Unternehmen wegen Meinungsverschiedenheiten über die Geschäftsstrategie Mitte März verlassen.

Akkuprobleme

Fisker Automotive hat den Fisker Karma entwickelt, eine viertürige Sportlimousine mit Plugin-Hybridantrieb. Das rund 100.000 US-Dollar teure Auto fand jedoch nur wenig Absatz. Zudem hatte Fisker mehrfach Probleme mit dem Akku: Im März 2012 fiel bei einem Test der Zeitschrift Consumer Reports der Akku aus, worauf Fisker die Akkus bei schon ausgelieferten Autos austauschte. Nach der Insolvenz von Akkuhersteller A123 Ende 2012 musste die Produktion des Karmas eingestellt werden.

Im vergangenen Jahr fingen mehrere Karmas Feuer. Die Brandursache war aber mutmaßlich nicht der Akku. Zu allem Überfluss zerstörte der Wirbelsturm Sandy im Oktober vergangenen Jahres 320 Karmas, die für die Auslieferung bereitstanden. Insgesamt hat Fisker nicht einmal 2.000 der Hybridautos verkauft.

Kredit zurückzahlen

Ein zweites Modell, der Fisker Atlantic, das Fisker im April 2012 vorstellte, ist nie in Produktion gegangen. Deswegen und wegen der schlechten Verkaufszahlen des Karmas fror die US-Regierung einen bereits zugesagten Kredit an Fisker ein. Zudem muss Fisker am 22. April einen Teil eines 193-Millionen-US-Dollar-Kredits an die US-Regierung zurückzahlen. Unklar ist, wie viel Geld Fisker in zwei Wochen an die US-Regierung überweisen muss.

Es sieht düster aus für das in Anaheim im US-Bundesstaat Kalifornien ansässige Unternehmen: Im Februar wurde bekannt, dass der chinesische Autoproduzent Geely, der 2010 Volvo gekauft hat, Interesse an Fisker habe. Geely hatte 200 bis 300 Millionen US-Dollar für Fisker geboten. Die Verhandlungen mit Geely sowie mit weiteren Interessenten seien jedoch gescheitert, berichtet die New York Times.


hiasB 08. Apr 2013

Mieten geht ja trotzdem. Nur an der Tanke tauschen wird nicht klappen. Gibt ja viele, die...

Rungard 08. Apr 2013

Und was hat die Wartung und Reparatur der Fahrzeuge mit der dezentralen Beschaffung...

Ach 08. Apr 2013

OK, fein, fehlt eigentlich nur noch die Begründung^^. Ich mein, ist schon klar dass so...

__destruct() 08. Apr 2013

Du hast die Grafik nicht verstanden. Viel geht nicht mehr mit der Kompression. Man läuft...

nudel 06. Apr 2013

und "aufladen" kann man sie mit einem guten Steak ;)

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