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Elektromagnetische Entladung an einer Tesla-Spule (Symbolbild): zunehmende Gefährdung elektronischer Systeme
Elektromagnetische Entladung an einer Tesla-Spule (Symbolbild): zunehmende Gefährdung elektronischer Systeme (Bild: Antivolt/CC-BY-SA 3.0)

Zeitweise oder dauerhaft unbenutzbar

Die Auswirkungen sind unterschiedlich: Ein Gerät kann von der elektromagnetischen Strahlung unbeeindruckt ganz normal funktionieren. Die nächste Stufe ist, dass es unter dem HPEM-Einfluss nur eingeschränkt oder nicht funktioniert. Wird die Quelle abgeschaltet, kann es aber wieder genutzt werden. Manche Geräte lassen sich auch dann nicht ohne weiteres wieder in Betrieb nehmen, sondern müssen erst zurückgesetzt werden. Im schlimmsten Fall hilft aber auch das nicht mehr.

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Jöster und seine Kollegen am Fraunhofer INT testen in einem Hochfrequenzlabor Geräte auf ihre EMV - vornehmlich solche, "die unter das Stichwort 'kritische Infrastruktur' fallen. Das sind PCs und IT-Netzwerk-Komponenten wie Router und Switches, eine komplette Alarmanlage, aber auch Smartphones und Tablets, da diese neben der Kommunikationsfunktion immer häufiger für Regelung, Meldung und Anzeige genutzt werden."

HPEM löst Alarmanlage aus

Dabei setzten sie die Geräte elektromagnetischer Strahlung weit über EMV aus, erzählt Jöster. Smartphones und Tablets etwa seien "während der Hochfrequenzbeeinflussung nicht bedienbar oder das Display nicht mehr lesbar". Andere Ergebnisse zeigen potenzielle Schwachstellen auf: "Beispielsweise ließ sich reproduzierbar der Alarm bei der Alarmanlage auslösen, was bei wiederholter Anwendung den Betroffenen verleiten könnte, die Alarmanlage zu deaktivieren." Für Einbrecher könnte damit der Weg frei sein.

Die Versorger, Banken oder Betreiber von Rechenzentren stehen der Bedrohung jedoch nicht schutzlos gegenüber. Sie können Vorkehrungen treffen - indem sie sich die Angreifer buchstäblich vom Hals halten: Kontrollen verhindern, dass Unbefugte HPEM-Quellen in ein Gebäude bringen.

Gebäude sichern

Das Gebäude oder das Gelände lässt sich so gestalten, dass Angreifer auch von außen relativ wenig Chancen auf Erfolg haben: So nimmt die Wirkung mit zunehmender Entfernung zum Ziel rapide ab. Ein Zaun in gewissem Abstand hilft also ungemein. Leitungen, die in das Gebäude führen, brauchen einen Überspannungsschutz. Ein Faradayscher Käfig bietet bekanntermaßen Schutz vor elektromagnetischer Strahlung. Eine entsprechende Ausstattung schützt das Innere: Metallgitter vor den Fenstern und in den Mauern.

Gegen einen Angriff aus dem Inneren, wie im Fall des niederländischen Bankangestellten, hilft das jedoch nur wenig. Aber auch da gibt es Möglichkeiten: Geräte können mit einem speziellen Metallgehäuse abgeschirmt werden, Kabel mit einem Drahtgeflecht. Oder Kupferdrähte werden gleich durch Glasfaserleitungen ersetzt.

Autos stoppen mit HPEM

Übrigens setzen nicht nur Straftäter HPEM ein: Das deutsche Rüstungsunternehmen Diehl Defense baut HPEM-Generatoren, die gegen Straftäter und Terroristen eingesetzt werden sollen: Eines dieser Systeme ist dazu gedacht, Fahrzeuge zu stoppen. Das können Straftäter auf der Flucht sein, aber auch Selbstmordattentäter mit einer Autobombe.

Eine andere HPEM-Quelle ist gegen Sprengfallen gerichtet: Sie wird auf einem Fahrzeug in einem Konvoi montiert und legt die Elektronik der Bombe - Funk-, Sensor- oder Zeitzünder - lahm. Auf einem Transportpanzer montiert ist das System laut Hersteller bereits erfolgreich in Afghanistan eingesetzt worden.

 Alarmanlagen und Zugangssysteme lahmlegen

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__destruct() 03. Okt 2014

Ja, und das überall, also vor jedem Glaselement sichtbar. Das stelle ich mir ganz schön...

FreiGeistler 02. Okt 2014

Das ist ein Jammer! Der stört die Funkübertragung, dürfte zum überlasten aber zu schwach...

JAkob1234 01. Okt 2014

absolut.

unknown75 30. Sep 2014

... für alle die in der Bahn keine Lust haben der ungebildeten Bevölkerungsschicht beim...



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