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Elektromagnetische Entladung an einer Tesla-Spule (Symbolbild): zunehmende Gefährdung elektronischer Systeme
Elektromagnetische Entladung an einer Tesla-Spule (Symbolbild): zunehmende Gefährdung elektronischer Systeme (Bild: Antivolt/CC-BY-SA 3.0)

Alarmanlagen und Zugangssysteme lahmlegen

"Ein Anschlag auf uns alle wie Hollywood es in Ocean's Eleven mit dem Abschalten des Stromes einer ganzen Stadt vorspielt, ist nicht möglich", beruhigt Michael Jöster vom Fraunhofer INT. Eine HPEM-Quelle, die noch tragbar ist, strahle nicht genug Energie ab, um großflächig elektronische Systeme lahmzulegen. "Ein terroristischer Anschlag auf die Allgemeinbevölkerung mit HPEM ist wegen der begrenzten Wirkung nicht möglich."

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In einem begrenzten Umfeld sind Beeinflussungen jedoch durchaus möglich - und sie werden auch eingesetzt. So haben beispielsweise Diebe in Japan einen Spielautomaten mit IEMI dazu gebracht, den Gewinn auszuspucken. Auch Autodiebe setzen solche Geräte ein, um die Mobilfunkeinrichtungen lahmzulegen, mit denen Luxusgefährte ihre Positionsdaten durchgeben.

Alarmanlagen ausgeschaltet

HPEM-Quellen werden dafür benutzt, Sicherheitssysteme zu manipulieren: In St. Petersburg etwa haben Einbrecher auf diese Weise die Alarmanlage eines Juweliers ausgeschaltet. In einem anderen Fall, ebenfalls in Russland, haben Aufständische eine HPEM-Quelle benutzt, um ein Sicherheitssystem auszuschalten und sich Zugang zu einem staatlichen Gelände zu verschaffen. Es müssen aber nicht nur Sicherheitssysteme sein: Einer Bank in Großbritannien wurde damit gedroht, HPEM-Quellen gegen die Computersysteme einzusetzen. Um den Angriff und die mit dem Ausfall verbundenen Verluste zu verhindern, so forderten die Täter, solle das Geldinstitut Lösegeld zahlen.

Mit einer Drohung gab sich der Angestellte einer niederländischen Bank nicht zufrieden: Er baute sich eine mobile HPEM-Quelle, die in einen Aktenkoffer passte. Die schmuggelte er an seinen Arbeitsplatz und störte damit mehrfach das interne Computernetz. Er wollte der Bank schaden, weil sie ihm seiner Meinung nach Lohn vorenthielt. Die HPEM-Quelle hatte er selbst gebaut - nach Plänen aus dem Internet.

Unverdächtige Komponenten

Besonders schwierig ist das nicht: Eine HPEM-Quelle besteht aus einem Spannungswandler, der eine Hochspannung erzeugt, und einem Kondensator, um diese zu speichern - beide Bauteile werden beispielsweise in Röhrenverstärkern verbaut. Hinzu kommt ein Schaltelement, das den Hochspannungskondensator kurzschließt und einen Strompuls erzeugt, eine Antenne, um den Puls abzustrahlen, sowie ein Akku, der das System mit Energie versorgt - ein Akku mit der entsprechenden Kapazität ist beispielsweise in einem Elektrofahrrad zu finden.

Das reicht für eine Aktion wie die des Niederländers oder zum Lahmlegen einer Alarmanlage aus. Mit einer entsprechenden Anleitung könnten das auch Amateure. "Man muss also kein Hochfrequenz-Ingenieur sein, um diese Quellen zu bauen", sagt Michael Jöster vom Fraunhofer INT. Erst wenn die Reichweite größer oder die Feldstärke deutlich höher werden sollen, wird der Aufwand größer. Die nötigen Bauteile sind dann nicht mehr einfach im Handel erhältlich, sondern müssen eigens hergestellt werden.

Harmlose elektromagnetische Strahlung

Nicht jeder elektromagnetische Impuls bedeutet gleich das Ende eines elektrischen oder elektronischen Gerätes. Die Geräte müssen gegen eine solche Strahlung in gewissem Maße unempfindlich sein, da sie sonst in der Nähe einer elektromagnetischen Strahlenquelle nicht funktionieren würden. Fernseher, Mobiltelefone und WLAN-Router arbeiten ja durchaus im Zusammenspiel, ohne sich gegenseitig zu stören.

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) heißt diese Eigenschaft eines Gerätes. Diese sei "die Fähigkeit einer elektrischen Einrichtung, in ihrer elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu funktionieren, ohne diese Umgebung, zu der auch andere Einrichtungen gehören können, unzulässig zu beeinflussen", definiert die EU-Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit. Gemessen wird sie in Volt pro Meter (V/m).

Die Geräte müssen, so schreibt es die EMV-Richtlinie vor, unterschiedlichen Belastungen standhalten.

 Elektromagnetik: Der Dietrich für den Dieb von heuteZeitweise oder dauerhaft unbenutzbar 

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__destruct() 03. Okt 2014

Ja, und das überall, also vor jedem Glaselement sichtbar. Das stelle ich mir ganz schön...

FreiGeistler 02. Okt 2014

Das ist ein Jammer! Der stört die Funkübertragung, dürfte zum überlasten aber zu schwach...

JAkob1234 01. Okt 2014

absolut.

unknown75 30. Sep 2014

... für alle die in der Bahn keine Lust haben der ungebildeten Bevölkerungsschicht beim...



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