Anzeige
Elektromobilität: Kühler Innenraum kostet Reichweite.
Elektromobilität: Kühler Innenraum kostet Reichweite. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Elektroauto Wie viele Kilometer kostet die Klimaanlage?

Der ADAC hat den Einfluss der Klimaanlage auf die Reichweite von Elektroautos getestet. Im Schnitt reduzierte die sich um 13 Prozent. Zwischen den einzelnen Modellen gab es aber erhebliche Unterschiede.

Anzeige

Wird im Sommer die Klimaanlage im Elektroauto angeschaltet, geht das auf Kosten der Reichweite. Das ist nur logisch - schließlich muss die Energie für den Betrieb ja irgendwoher kommen. Ein Auto mit Verbrennungsmotor verbraucht auch mehr Benzin, wenn die Kühlung läuft. Der Automobilverband ADAC hat getestet, wie viele Kilometer ein kühler Fahrgastraum kostet.

Vier Elektroautos hat der ADAC untersucht: den Smart Fortwo Electric Drive, die Mercedes-A-Klasse E-Cell, Mitsubishis i-Miev, der auch als Peugeot iOn oder als Citroën C-Zero auf dem Markt ist, sowie den Nissan Leaf. Die Tester kühlten bei einer Außentemperatur von 30 Grad den Innenraum auf 22 Grad. Sie maßen, wie weit sie unter diesen Bedingungen kamen und verglichen die Werte mit der Reichweite, die sie bei einer Außentemperatur von 20 Grad erreichten.

Große Unterschiede

Im Schnitt verringerte die angenehme Temperatur drinnen die Fahrstrecke um knapp 13 Prozent, fanden sie heraus. Allerdings gab es erhebliche Unterschiede: Während zwei Fahrzeuge weniger als zehn Prozent einbüßten, verkürzte sich die Reichweite beim schlechtesten Probanden um fast ein Viertel.

Am besten schnitt der Nissan Leaf ab: Bei ihm reduzierte die Klimaanlage den Aktionsradius um lediglich 5,9 Prozent von 101 auf 95 Kilometer. Mit diesen Werten hatte das Auto jedoch ohnehin die kürzeste Reichweite im Testfeld. Knapp dahinter auf Platz zwei landete der Mitsubishi i-Miev: Er fuhr bei eingeschalteter Klimaanlage 101 Kilometer weit, ohne Kühlung schaffte er 108 Kilometer - das sind 6,5 Prozent mehr.

Mercedes mit größter Reichweite

Bei den beiden Daimler-Modellen machte sich die Klimaanlage stärker bemerkbar: Bei der elektrischen A-Klasse verkürzte sie die Reichweite um 16 Prozent. Das Auto schaffte dann noch 147 Kilometer, im Vergleich zu 175 Kilometern bei abgeschalteter Kühlung. Mit diesen Werten war der Mercedes das mit der größten Reichweite im Feld. Auf dem letzten Platz landete der Elektro-Smart: Bei ihm verkürzte die Klimaanlage die Reichweite um 22,4 Prozent, von 125 auf 97 Kilometer.

Zwei Gründe seien für die Unterschiede verantwortlich, sagten die Tester: zum einen die Effizienz der Klimaanlage, zum anderen die Klimatisierung der Akkus: Je besser dieser konstruiert und eingebaut sei, desto weniger Energie werde für das Thermomanagement verbraucht, schreibt der ADAC.

Tempo als Reichweitenfresser

Nach einer Simulation des US-Elektroautoherstellers Tesla Motors hat allerdings nicht der Betrieb der Klimaanlage den größten Einfluss auf die Reichweite, sondern die gefahrene Geschwindigkeit: Ein Model S mit dem 85-kWh-Akku komme bei einer konstanten Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde etwa 560 Kilometer weit. Werde die Reisegeschwindigkeit auf etwa 113 Kilometer pro Stunde erhöht, sinke die Reichweite auf 400 Kilometer.

Wegen des Luftwiderstandes habe die Geschwindigkeit den größten Einfluss auf die Reichweite. Sie könne die Reichweite um bis zu 50 Prozent verringern. Die Auswirkung von Heizung oder Klimaanlage hält Tesla für geringer. Sie sei schwer zu schätzen. Bei starker Hitze oder Kälte könnten sie etwa 10 bis 15 Prozent an Reichweite kosten.


y.m.m.d. 25. Jun 2012

Und den Strom brauchst du auch wenn du nach dem einsteigen die Klimaanlage anmachst weil...

rollo.martins 23. Jun 2012

Der Test des Smart ist wohl nicht anwendbar auf das Serienmodell 2012, das nun auch für...

anybody 23. Jun 2012

Hast du eine Quelle für diese doch sehr gewagte Behauptung? (die z.B. allem widerspricht...

*ubuntuuser 23. Jun 2012

Da muss wohl ein Rechenfehler vorliegen, bei +40 und -30° liegt die maximal mögliche...

the_real_smarty 22. Jun 2012

das ist es ja gerade... wenn ich hinter einem LKW fahre (quasi windschatten) schaffe ich...

Kommentieren



Anzeige

  1. Manager (m/w) Database-Marketing
    R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden
  2. IT-Mitarbeiter/in fachlich-technische Dienstleistungen
    Landeshauptstadt München, München
  3. IT-Operations Analyst Produktdatenmanagement PIM (m/w)
    Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt
  4. Technischer Redakteur (m/w)
    Jetter AG, Ludwigsburg

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: Xbox One 1TB Elite Bundle (inkl. Halo 5 Sammelkarte)
    429,00€ (Amazon)
  2. NEU: Xbox One 1TB Elite Bundle (inkl. PES 2015)
    429,00€ (Saturn)
  3. NEU: Xbox One Elite Wireless Controller
    149,00€ (Saturn)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Verschlüsselung

    Thüringens Verfassungsschutzchef Kramer verlangt Hintertüren

  2. Xeon D-1571

    Intel veröffentlicht sparsamen Server-Chip mit 16 Kernen

  3. Die Woche im Video

    Sensationen und Skandale

  4. Micron

    Von 1Y-/1Z-DRAM-, 3D-Flash- und 3D-Xpoint-Plänen

  5. Hochbahn

    Hamburger Nahverkehr bekommt bald kostenloses WLAN

  6. ViaSat Joint Venture

    Eutelsat wird schnelleres Satelliten-Internet bieten

  7. SSDs

    Micron startet Serienfertigung von 3D-NAND-Flash

  8. TV-Kabelnetz

    Ausfall für 30.000 Haushalte bei Unitymedia

  9. Nordrhein-Westfalen

    Mehrere Krankenhäuser von Malware befallen

  10. Erneuerbare Energien

    Brennstoffzelle produziert Strom oder Wasserstoff



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Raspberry Pi Zero angetestet: Der Bastelrechner für stille, dunkle Ecken
Raspberry Pi Zero angetestet
Der Bastelrechner für stille, dunkle Ecken
  1. Jaguarboard Noch ein Bastelcomputer mit Intel-Chip
  2. Cricetidometer mit Raspberry Pi Ein Schrittzähler für den Hamster
  3. Orange Pi Lite Preis- und Größenkampf der Bastelcomputer

Lumberyard: Amazon krempelt den Spielemarkt um
Lumberyard
Amazon krempelt den Spielemarkt um
  1. Lumberyard Amazon veröffentlicht Engine auf Basis der Cryengine

VBB-Fahrcard: Der Fehler steckt im System
VBB-Fahrcard
Der Fehler steckt im System
  1. VBB-Fahrcard Busse speichern seit mindestens April 2015 Bewegungspunkte
  2. VBB-Fahrcard Berlins elektronische Fahrkarte speichert Bewegungsprofile

  1. Re: Shut Up and Take my Money!

    SchmuseTigger | 11:48

  2. Re: Anfängerfehler in der Statistik - es gibt...

    oerpli | 11:46

  3. Re: Nur in Ausnahmefällen eine sinnvolle Alternative

    fabische | 11:45

  4. Re: Biometriefalle

    SeppKrautinger | 11:44

  5. Re: Fahrtwege protokollieren

    Bouncy | 11:43


  1. 11:03

  2. 09:21

  3. 09:03

  4. 00:24

  5. 18:25

  6. 18:16

  7. 17:46

  8. 17:22


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel