Farbig und biegsam: Plastic Logic stellt neues E-Paper vor.
Farbig und biegsam: Plastic Logic stellt neues E-Paper vor. (Bild: Plastic Logic/Screenshot: Golem.de)

Electronic Paper Plastic Logic zeigt farbiges Display

Plastic Logic kann auch Farbe: Das Unternehmen hat ein farbiges E-Paper für einen E-Book-Reader vorgestellt. Weitere Neuheiten des Chipherstellers sind eine Frontbeleuchtung für den Bildschirm sowie die Möglichkeit, Videos abzuspielen.

Anzeige

Flexibles elektronisches Papier hat Plastic Logic schon vor einigen Jahren vorgestellt - seinerzeit jedoch noch monochrom. Auf einer Presseveranstaltung hat der britisch-amerikanische Chiphersteller jetzt ein farbiges E-Paper gezeigt.

Peter Fischer, Leiter der Verfahrenstechnik bei Plastic Logic, habe ein Display vorgestellt, das 4.096 Farben darstelle, berichtet das Angebot Digital Reader unter Berufung auf einen russischen Pressebericht. Die Auflösung liege bei 75 ppi. Der Bildschirm hat laut Plastic Logic eine Diagonale von 10,7 Zoll (27,2 Zentimeter).

Farbfilter

Wie Konkurrent E-Ink nutzt auch Plastic Logic einen Farbfilter. Dieser besteht aus einer Folie, die über das herkömmliche Graustufendisplay gelegt wird. Wie das Schwarz-Weiß-Display kann auch das farbige gebogen werden.

Auf der Pressekonferenz hat Plastic Logic zudem gezeigt, dass seine Bildschirmtechnik auch bewegte Bilder darstellen kann, wenn auch laut Digital Reader nur mit einer Wiederholungsrate von 12,5 Bildern pro Sekunde.

Licht für die nächtliche Lektüre

Außerdem hat das Unternehmen eine Frontbeleuchtung für sein elektronisches Papier entwickelt, die es ermöglicht, einen E-Book-Reader bei Dunkelheit zu nutzen. Barnes & Noble hat kürzlich einen beleuchteten E-Book-Reader Nook auf den Markt gebracht. Konkurrent Amazon entwickelt gerüchteweise an einem Kindle mit Beleuchtung, der möglicherweise im Sommer auf den Markt kommt.

Plastic Logic hat seit Anfang 2011 einen russischen Miteigentümer: Das staatliche russische Nanotechnologieunternehmen Rusnano hat seinerzeit einen Anteil von 25 Prozent an Plastic Logic übernommen. Im September 2011 hat Plastic Logic in Russland den E-Book-Reader Plastic Logic 100 for Education auf den Markt gebracht. Das Gerät ist eigens für den Einsatz im Schulunterricht entwickelt worden.

Ausgründung der Universität Cambridge

Plastic Logic ist eine Ausgründung der Universität im britischen Cambridge und hat seinen Hauptsitz in Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Unternehmen stellt in Cambridge entwickelte Transistoren auf Polymerbasis her, die unter anderem für elektronisches Papier verwendet werden. Eine Fabrik des Unternehmens steht im sächsischen Dresden.

Der E-Book-Reader Que Proreader, der über diese Bildschirmtechnik verfügen sollte, war indes kein Erfolg: Plastic Logic stellte das Gerät 2010 auf der CES vor. Die Markteinführung wurde unter anderem aufgrund finanzieller Schwierigkeiten mehrmals verschoben und schließlich ganz abgesagt.


Blair 12. Apr 2014

Doch das ist richtig, wie alle farbigen Displays benutzt auch das Mirasol-Display die...

Anonymer Nutzer 19. Mai 2012

tja was hast du erwartet ... das bei nem monochromen display, farben auf ner website...

Blair 15. Mai 2012

Gibts schon zu kaufen, allerdings nicht bei uns: http://www.golem.de/1111/87950.html...

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur/-in Diagnoseumfeld von Motorsteuergeräten
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  2. Informatiker (m/w)
    Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin
  3. Referent Informationssicherheitsmanag- ement (m/w)
    EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
  4. System Engineers (m/w)
    SVA System Vertrieb Alexander GmbH, Karlsruhe und Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ministerpräsident

    Viktor Orban zieht Internetsteuer für Ungarn zurück

  2. Spielentwickung

    Engine-Trends jenseits der Grafik

  3. Gesetz über geistiges Eigentum

    Spanien erlässt eine Google-Gebühr

  4. Android-Smartphone

    Huaweis Ascend Mate 7 für 500 Euro zu haben

  5. Crescent Bay

    Oculus Rift und die Sache mit dem T-Rex

  6. Foto-App

    Instagram jetzt auch mit Werbefilmen

  7. Personalie

    Android-Schöpfer Andy Rubin verlässt Google

  8. Samsung, Apple und Nokia

    Welche Smartphone-Kamera ist die Beste?

  9. Filesharing

    Gesetz gegen unseriöses Inkasso tritt in Kraft

  10. Bundesverkehrsministerium

    Kennzeichen-Scan statt Maut-Vignette



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel