Einspeiseentgelte: ARD lässt Kabelkonzerne auflaufen
MDR-Intendantin Karola Wille (Bild: Martin Jehnichen/MDR)

Einspeiseentgelte ARD lässt Kabelkonzerne auflaufen

Beim Streit um die Einspeisungsentgelte ist die ARD unmittelbar vor den Gesprächen zu keinen Zugeständnissen bereit. Der Senderverband fordert, dass sein Programm kostenlos verbreitet wird.

Anzeige

Die ARD zeigt den Kabelkonzernen in dem seit Monaten tobenden Streit um Einspeisungsentgelte die kalte Schulter. Der Senderverbund ist unmittelbar vor weiteren Gesprächen mit Kabel Deutschland (KDG) in Leipzig zu keinen Zugeständnissen bereit. "Ein Kompromiss mit den Kabelkonzernen ist derzeit nicht vorstellbar. Wir wollen kein Geld mehr für die Verbreitung unserer Kanäle zahlen", sagte Karola Wille, ARD-Kabelbeauftragte und Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). "Nirgendwo sonst in Europa müssen öffentlich-rechtliche Sender für die Verbreitung in den Kabelnetzen Geld zahlen, warum sollten wir das weiter tun?"

Wie an den Verhandlungen Beteiligte berichten, werden ARD und ZDF im Laufe dieser Woche die Verträge zur Weiterverbreitung ihrer Fernsehsender durch KDG und Unitymedia fristgemäß kündigen. Bislang überweisen die Öffentlich-Rechtlichen den Kabelkonzernen KDG und Unitymedia rund 60 Millionen Euro an Einspeiseentgelten. Die Kabelkonzerne wollen den drohenden Zahlungsboykott ab nächstem Jahr nicht kampflos hinnehmen und drohen damit, nicht mehr alle Sender von ARD und ZDF in ihren Kabelnetzen weiter zu vertreiben.

Die Drohung sieht die ARD-Verhandlungsführerin Wille hingegen gelassen. "Die Kabelkonzerne würden sich daher in eine rechtlich fragwürdige Situation manövrieren, wenn sie unsere Kanäle nicht weiter verbreiten würden. Die meisten unserer Programme in der ARD haben einen Must-Carry-Status", sagte die Medienrechtlerin in Leipzig. Eine Nicht-Einspeisung beispielsweise der Dritten Programme in die Kabelnetze hätte zudem einen Sturm der Entrüstung bei den Kabelkunden zur Folge. "Ohne Inhalte verlieren die Angebote der Kabelkonzerne an Attraktivität", warnt die MDR-Intendantin die Kabelkonzerne.

Den Unmut der Unternehmen kann die ARD-Kabelbeauftragte nicht nachvollziehen. Andere Unternehmen wie beispielsweise die Deutsche Telekom würden kein Geld von ARD und ZDF für die Verbreitung ihrer Kanäle verlangen. Das Einspeiseentgelt sei außerdem ungerecht. Denn es würden nur die drei großen Kabelkonzerne bekommen. "Die kleineren Kabelgesellschaften haben nie Geld von uns erhalten", sagte die 53-Jährige.


matok 26. Jun 2012

Völlig falsch. Bei der Wahl der Kompressionsmethode muss man eben den Anwendungszweck...

Himmerlarschund... 26. Jun 2012

Das sehe ich übrigens genauso wie du. Ich mag sie, nicht nur, aber mitunter auch wegen...

Himmerlarschund... 26. Jun 2012

Du bist nicht zufällig am Umsatz von Sat-Schüsseln oder BBC beteiligt? :-) Nee, klingt...

Lapje 26. Jun 2012

Ich krieg echt das kotzen. Wirklich. Immer wieder die gleichen blödsinnigen Aussagen...

tyraenor 25. Jun 2012

Oh mann... Als wenn die privaten Sender was zahlen würden... Das ich nicht lache. Aber...

Kommentieren




Anzeige

  1. Application Manager Customer Relations & Pricing (m/w)
    zooplus AG, Munich
  2. Softwareentwickler (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen
  3. Senior Entwickler / Consultant SAP BI (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  4. Technischer Redakteur (m/w) für Softwaredokumentation
    Teradata GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Amazon Fire TV

    Nicht funktionierende Pin-Abfrage verärgert Nutzer

  2. iPad Air 2 Benchmark

    Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

  3. Makesmith CNC

    CNC-Fräse als Bausatz für 300 US-Dollar

  4. Sony

    Kamerasensor für mondlose Nächte

  5. Google Security Key

    Einfache Zwei-Faktor-Authentifizierung für Google-Dienste

  6. Festgelötetes RAM

    Apple verhindert Aufrüstung des Mac Mini

  7. Hoverboard

    Schweben wie Marty McFly

  8. Nepton 120XL und 240M

    Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser

  9. Deutsche Telekom

    Umstellung auf VoIP oder Kündigung erst ab 2017

  10. HTC

    Desire 820 Mini mit Quad-Core-Prozessor und 5-Zoll-Display



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Kazam Tornado 348 ausprobiert: Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display
Kazam Tornado 348 ausprobiert
Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display

OS X 10.10: Yosemite ist da
OS X 10.10
Yosemite ist da
  1. Betriebssystem Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10
  2. Apple OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da
  3. Apple verkraftet Ansturm nicht OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

Sony Alpha 7S im Test: Vollformater sieht auch bei Dunkelheit nicht schwarz
Sony Alpha 7S im Test
Vollformater sieht auch bei Dunkelheit nicht schwarz
  1. FPS 1000 Kamera soll 18.500 Frames pro Sekunde aufnehmen
  2. Bericht Sony will 4K-Superzoom-Kamera entwickeln
  3. Minikamera Ai-Ball Die WLAN-Kamera aus dem Überraschungsei

    •  / 
    Zum Artikel