Einlenken oder zahlen EU-Kommission gibt Google letzte Chance

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia hat Google eine letzte Frist eingeräumt, um die Benachteiligung anderer Suchanbieter zu beenden. Die deutschen Verleger sind begeistert.

Anzeige

Google verstößt mit seiner Suchmaschine möglicherweise in mehreren Punkten gegen europäisches Wettbewerbsrecht. Das gab die EU-Kommission am 21. Mai 2012 bekannt. Dabei geht es vor allem um einen möglichen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung der Google-Suche. Die Auseinandersetzung zwischen Google und der EU läuft bereits seit November 2010.

EU-Wettbewerbskommissar und Kommissionsvizechef Joaquin Almunia rief den US-Konzern auf, freiwillig Gegenmaßnahmen vorzuschlagen, um das Problem einvernehmlich zu lösen und so ein Verfahren mit Auflagen und Geldbußen zu verhindern. In einem Brief an Google-Chef Eric Schmidt erklärte Almunia die vier Problembereiche - von der Benachteiligung anderer Suchanbieter über das Kopieren von Inhalten anderer Suchseiten und die Verträge mit Anzeigenkunden bis hin zu Auflagen für Softwareentwickler.

"Google missbraucht seine Marktmacht"

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) begrüßten am 22. Mai 2012 die Entscheidung der EU-Kommission im Wettbewerbsverfahren gegen Google. Insbesondere der Vorwurf, dass Google in seiner Suche eigene Angebote gegenüber Angeboten Dritter bevorzuge, entspreche Bedenken, die deutsche Verleger seit Jahren anmelden und 2009 auch den Wettbewerbsbehörden mitgeteilt haben.

"Die Entscheidung der Kommission hat die Auffassung der Verleger bestätigt, dass Google seine Marktmacht für wettbewerbsverzerrende Suchmanipulationen missbraucht", erklärte VDZ-Präsident Hubert Burda. Damit sei "Fair Search" auch von den Wettbewerbshütern als wichtiges Element der digitalen Welt anerkannt worden.

Die EU-Kommission solle Vorschläge von Google zu Zugeständnissen sehr genau prüfen. Nötigenfalls müsse auch das Missbrauchsverfahren konsequent fortgeführt werden. Wenn Google keine Zugeständnisse mache, drohten hohe Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes des Konzerns.


El-BartSimpson 23. Mai 2012

Und warum ist das so? Weil Google die Ergebnisseite so gestaltet wie der BESUCHER sie...

El-BartSimpson 23. Mai 2012

BDZV und VDZ haben es selbst in der Hand an wen sie ihre Inhalte geben und ob überhaupt...

tingelchen 23. Mai 2012

Oder die Internet-Seite ist so unübersichtlich und die eigene Suchfunktion auf der Seite...

Autor-Free 23. Mai 2012

Schon landet man auf einer Google-Karte, böses Google, migriert SUCHERGEBNISSE mit ihren...

San_Tropez 23. Mai 2012

Ok bevor du und die anderen Haarspalter hier noch einen Herzinfarkt bekommen nennen wir...

Kommentieren




Anzeige
  1. Teamleiter (m/w) Projektmanagement
    DEXINA AG, Raum Stuttgart
  2. Linux / UNIX-Spezialist (m/w)
    SPIRIT/21, deutschlandweit
  3. SAP-Entwickler/in
    Dataport, Hamburg
  4. Solution Manager/IT-Spezialist DMS und Workflow (m/w)
    Deutsche Leasing AG, Bad Homburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Scanadu Scout: Tricorder für 200 US-Dollar
Scanadu Scout
Tricorder für 200 US-Dollar

Der Scanadu Scout ist ein mobiles Diagnosegerät nach dem Vorbild des Tricorders aus der Star-Trek-Serie. Damit lassen sich Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und ein Elektrokardiogramm anfertigen. Das Handgerät soll 200 US-Dollar kosten.

  1. Quantified Self Alkoholmessgerät für das Smartphone
  2. WLAN-Netzwerk Cubesensors als Heimsensoren für besseres Raumklima

Sony: Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen
Sony
Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen

Störfeuer von Sony: Kurz vor der Enthüllung der nächsten Xbox hat Sony ein Video veröffentlicht, das zumindest einen verschwommenen Blick auf das Gehäuse der Playstation 4 gewährt.

  1. Temash, Kabini, Richland AMDs mobile APUs von 4 bis 35 Watt sind da
  2. Electronic Arts Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"
  3. Lords of the Fallen Witcher-2- und Ankh-Macher arbeiten an Rollenspiel

Windenergie: Google kauft Hersteller von Windkraftwerken
Windenergie
Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

Google steigt in das Energiegeschäft ein: Das Unternehmen hat Makani Power gekauft, einen Hersteller von Windturbinen. Makani soll ein Teil von Googles Forschungsabteilung Google X werden.

  1. Santa Clara Google Glass wird von Foxconn in den USA hergestellt
  2. Jeff Huber Auch der Chef von Google Maps tritt zurück

Zum Artikel