Einer der größten Industriesektoren Erstmals über 900.000 Beschäftigte in der IT-Branche
Die IT-Branche ist neben dem Maschinen- und Anlagenbau der einzige Industriesektor in Deutschland mit mehr als 900.000 Arbeitsplätzen. Bis Jahresende sollen 12.000 Stellen hinzukommen.
Im IT-Sektor werden in Kürze in Deutschland erstmals mehr als 900.000 Menschen beschäftigt sein. Der Branchenverband Bitkom hat berechnet, dass noch in der ersten Jahreshälfte die Anzahl von 900.000 Arbeitsplätzen in der IT- und Telekommunikationsbranche überschritten sein wird. Derzeit gibt es in dem Bereich rund 895.000 Jobs, bis Jahresende sollen 12.000 Stellen hinzukommen.
Die IT-Branche sei damit "neben dem Maschinen- und Anlagenbau der einzige Industriesektor, der mehr als 900.000 Arbeitsplätze bietet", sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Seit 2009 hat sich die Beschäftigtenzahl bei den Unternehmen um fast 75.000 erhöht. "Ohne den Fachkräftemangel könnten es gut und gerne 20.000 Jobs mehr sein", so Kempf.
Die Bundesagentur für Arbeit sah im Januar 2013 keinen generellen Fachkräftemangel bei IT-Jobs. "Im Teilbereich Informatik, IT-Anwendungsberatung sowie Softwareentwicklung und Programmierung ist jedoch ein Expertenmangel erkennbar", so die Bundesagentur. Aktuell kein Fachkräftemangel sei erkennbar bei IT-Systemanalyse, IT-Vertrieb, Netzwerktechnik und IT-Koordination. Der Fachkräftemangel bei den IT-Experten konzentriert sich besonders auf die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Rund 18.000 der unbesetzten Stellen liegen laut früheren Bitkom-Angaben in der IT-Branche, 15.000 davon bei Softwarefirmen und IT-Dienstleistern. Weitere 2.400 IT-Experten wurden von Hardwareherstellern und Produzenten von Unterhaltungselektronik gesucht, 600 von Anbietern von TK-Dienstleistungen. 75 Prozent der IT-Unternehmen, die freie Stellen haben, suchten Softwareentwickler. Mit deutlichem Abstand folgen IT-Berater (24 Prozent), Marketing- und Vertriebsspezialisten (23 Prozent), Anwendungsbetreuer und Administratoren (20 Prozent).






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