EFF: Geschäftsmann klagt auf Herausgabe seiner Megaupload-Daten
Serverstandorte des Megauploadhosters Carpathia (Bild: Carpathia)

EFF Geschäftsmann klagt auf Herausgabe seiner Megaupload-Daten

Die legalen Nutzer von Megaupload wollen ihre Daten zurück, die seit der Beschlagnahmung nicht mehr zugänglich sind. Ein Geschäftsmann klagt jetzt auf Herausgabe seines Festplattenbackups.

Anzeige

Ein Besitzer eines kleinen Unternehmens klagt in den USA auf die Herausgabe seiner Videodaten bei Megaupload. Das berichtet die digitale Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF), die Kyle Goodwin vertritt.

Goodwin berichtet über High-School-Sportveranstaltungen im US-Bundesstaat Ohio. Er hatte Videodaten als Backup seiner Festplatte in der Megaupload-Cloud gespeichert. Im Januar 2012 schaltete das FBI Megaupload ab und ließ die Server des Unternehmens beschlagnahmen.

Als Goodwin Festplatte kaputtging, konnte er nicht mehr auf die Backupdaten zugreifen, die er zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetrieb benötigte. EFF-Anwalt Julie Samuels sagte, dass Fälle von Serverbeschlagnahmung durch die Regierung zunähmen. "Gesetzestreue Kunden eines Cloud-Services verlieren ihr Eigentum wegen Urheberrechtsfällen der Bundesregierung."

Megaupload hatte bei der US-Firma Carpathia über 1.000 angemietet Server, nach der Durchsuchungsaktion durch die Regierung wurde dem Hoster mitgeteilt, dass das Unternehmen alle Megaupload-Daten löschen könnte. Die EFF klagt seit dem 30. März 2012 auf Herausgabe der Nutzerdaten. Carpathia erklärte, dass die 25 PByte-Daten die Firma täglich 9.000 US-Dollar kosteten und Megaupload könne wegen der Beschlagnahmung seiner Finanzen die Rechnungen nicht bezahlen.

"Goodwin hat einen schweren Verlust für sein Geschäft erlitten, ohne dass ihn irgendeine Schuld trifft", sagte EFF-Urheberechtsexpertin Corynne McSherry. "Megauploads unschuldige Nutzer verdienen eine Chance, um an ihre wichtigen Daten zu kommen, bevor diese unwiederbringlich zerstört werden."

Firmengründer Kim Schmitz erklärte, Megaupload könne nicht für Handlungen Dritter verantwortlich gemacht werden. Das Unternehmen habe jahrelang auf Hinweise auf Urheberrechtsverletzungen reagiert und Inhalte offline genommen. Insgesamt habe Megaupload mehr als 15 Millionen Links entfernt. Letztendlich habe jeder Cloud-Anbieter die gleichen Probleme wie Megaupload. Laut Schmitz wickelte Megaupload rund 800 Dateiübertragungen pro Sekunde ab, was der Anbieter unmöglich überwachen könne.


pauIking 07. Mai 2012

Ich habe auch viele private Daten bei MU gelagert gehabt, zB Fotos zum verschicken oder...

Threat-Anzeiger 02. Apr 2012

na wenn wir beim muster bleiben, dann ist die sache einfach: Die beschlagnahme der daten...

Threat-Anzeiger 02. Apr 2012

nein, aber wenn man bezug hierauf nimmt: dann ergibt es sinn. In den USA startet man...

TC 02. Apr 2012

ich hab da auch noch Daten drauf, aus der Zeit wo es noch kein Dropbox gab und die...

__destruct() 01. Apr 2012

Vor allem aber kann es sein, dass jemand eine Datei hochgeladen hat, um sie zu verbreiten...

Kommentieren



Anzeige

  1. Java-Anwendungsentwickler / -innen
    Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  2. Business Analyst SAP (m/w)
    CSL Behring GmbH, Marburg
  3. Manager (m/w) of End User Support Services
    CSM Deutschland GmbH, Bremen
  4. Manager (m/w) Softwareentwicklung
    WTS Group AG Steuerberatungsgesellschaft, Erlangen (Raum Nürnberg)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  2. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  3. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus

  4. Rolling-Release

    Opensuse Factory und Tumbleweed werden zusammengeführt

  5. Project Ara

    Google will nicht nur das Smartphone neu erfinden

  6. Wildstar

    NC Soft entlässt Mitarbeiter

  7. Mozilla

    Einfache Web-Apps auf dem Smartphone erstellen

  8. Civ Beyond Earth Benchmark

    Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle

  9. Allview X2 Soul mini

    Sehr dünnes Smartphone im Alu-Gehäuse für 200 Euro

  10. Toybox Turbos

    Codemasters veranstaltet Rennen auf dem Frühstückstisch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Getac S400-S3 Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung
  2. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  3. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

Windows 10 Technical Preview ausprobiert: Die Sonne scheint aufs Startmenü
Windows 10 Technical Preview ausprobiert
Die Sonne scheint aufs Startmenü
  1. Build 9860 Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen
  2. Microsoft Neue Fensteranimationen für Windows 10
  3. Windows 10 Microsoft will nicht an das unbeliebte Windows 8 erinnern

    •  / 
    Zum Artikel