Edward Snowden: "Ich bereue nichts"
Edward Snowden beim Treffen mit Menschenrechtlern in Moskau (Bild: AFP/Getty Images)

Edward Snowden "Ich bereue nichts"

Der frühere technische NSA-Mitarbeiter Edward Snowden hat sein Haus, seinen Pass, die Reisefreiheit und seine Familie verloren. Aber er steht zu seinen Enthüllungen über die NSA, die ohne Durchsuchungsbefehl die Kommunikationsdaten von jedem Menschen durchsuchen und lesen könne.

Anzeige

Edward Snowden hat auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo Vertretern von Menschenrechtsgruppen am 12. Juli 2013 eine Erklärung übergeben, in der er die Veröffentlichung der geheimen NSA-Dateien über Prism und andere Massenüberwachungsprogramme verteidigt hat. "Die moralische Entscheidung, die Öffentlichkeit über die Spionage, die uns alle betrifft, zu informieren, hat mich viel gekostet, aber ich habe das Richtige getan, und ich bereue nichts", erklärte Snowden.

Vor rund einem Monat habe er eine Familie, ein Haus im Paradies und ein komfortables Leben gehabt. "Ich hatte auch die Möglichkeit, ohne jeden Durchsuchungsbefehl Ihre Kommunikationsdaten zu durchsuchen, zu beschlagnahmen und zu lesen. Eines jeden Kommunikation und zu jeder Zeit. Das ist eine Macht, das Schicksal von Menschen zu ändern."

Während diese Abhörprogramme laut US-Verfassung illegal seien, argumentiere seine Regierung, dass geheime Gerichtsurteile, die die Welt nicht sehen dürfe, eine illegale Angelegenheit irgendwie legitimierten. Snowden erklärte dazu: "Das Unmoralische wird nicht moralisch durch den Einsatz von geheimen Gesetzen."

Er berief sich auf die 1945 in Nürnberg erklärten Prinzipien, nach denen "einzelne Bürger die Pflicht haben, nationale Gesetze zu verletzen, um Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit zu verhindern."

Dementsprechend habe er getan, wovon er geglaubt habe, dass es richtig sei. Sich zu bereichern, sei nicht sein Ziel gewesen: "Ich habe nicht versucht, US-Geheimnisse zu verkaufen. Ich habe keine Partnerschaft mit irgendeiner ausländischen Regierung geschlossen, um meine Sicherheit zu garantieren. Stattdessen habe ich öffentlich gemacht, was ich wusste, damit das, was uns alle betrifft, von uns allen im Licht des Tages diskutiert werden kann, und ich habe die Welt um Gerechtigkeit gebeten."

Die Bereitschaft von mächtigen Staaten, außerhalb des Rechts zu handeln, sei eine Bedrohung für uns alle und dürfe nicht zum Erfolg führen.


teenriot 16. Jul 2013

Nee, das ist als ob du dein Tagebuch in ein Bahnhofsschließfach packst. Privat ist...

redwolf 15. Jul 2013

Immerhin haben sie ja die Masterkeys zu den Servern. Jetzt müssen sie nur noch eine...

redwolf 15. Jul 2013

Wär ich Vater und hätte so einen Sohn, wäre ich stolz. Wo ist das Bitte assozial? Er hat...

Pointer 15. Jul 2013

Meine Kommentare auch. Habe bereits 15 recherchierte und mit größtenteils öffentlich...

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur/-in für Software Qualitätssicherung
    Ford-Werke GmbH, Köln
  2. IT Supporter (m/w)
    H.C. Starck GmbH, München
  3. Senior Service Manager Outsourced Operations Management (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart
  4. Systemintegrator (m/w) Softwareverteilung / -paketierung
    GPS Projekt- und Servicemanagement GmbH, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Probleme mit der Haltbarkeit

    Wearables gehen zu schnell kaputt

  2. Nachfolger von Brendan Eich

    Chris Beard ist neuer Mozilla-Chef

  3. E-Plus

    Berliner U-Bahn bis Jahresende mit UMTS und LTE ausgerüstet

  4. 100 MBit/s

    Telekom will 38.000 Kabelverzweiger für Vectoring

  5. Regierungsrazzia

    Chinesische Büros von Microsoft durchsucht

  6. Sebastian Kügler

    Pläne für Wayland-Unterstützung in KDE Plasma 5

  7. Dieselstörmers

    Modemarke gegen Actionspiel

  8. Wearable

    Swatch will eigene Smartwatch bauen

  9. DPT Board

    Selbstbau-WLAN-Modul mit OpenWRT für 35 US-Dollar

  10. Telltale Games

    The Walking Dead geht in die dritte Adventure-Staffel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

IMHO: Share Economy regulieren, nicht verbieten
IMHO
Share Economy regulieren, nicht verbieten
  1. NSA-Affäre Macht euch wichtig!
  2. IMHO Und wir sind selber schuld!
  3. Head Mounted Display Valve zeigt neue Version seiner VR-Brille

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt
  2. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  3. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein

    •  / 
    Zum Artikel