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Vermutlich das am häufigsten gezeigte Bild in den Nachrichten dieses Jahres: Edward Snowden bei der Preisgabe seiner Identität im Juni.
Vermutlich das am häufigsten gezeigte Bild in den Nachrichten dieses Jahres: Edward Snowden bei der Preisgabe seiner Identität im Juni. (Bild: www.guardian.co.uk/Screeshot: Golem.de)

Edward Snowden Ein Held des digitalen Zeitalters

Edward Snowden hat versucht, mit seinen Enthüllungen einen neuen Weg für Whistleblower in der digitalen Welt zu beschreiten. Das nächste Jahr wird zeigen, ob dieser als Vorbild für weitere Informanten dienen kann.

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Die Zahl ist beeindruckend: Mehr als 1,4 Millionen Personen haben nach Angaben einer Expertenkommission Zugriff auf "streng geheime" Dokumente der US-Regierung. Einer von ihnen war ein junger Informatiker, der für die Beratungsfirma Booz Allen Hamilton in einem Büro des Geheimdienstes NSA auf Hawaii tätig war. Für die Öffentlichkeit ist es ein Glücksfall gewesen, dass ausgerechnet der damals 29 Jahre alte Edward Snowden sich entschieden hat, das exorbitante Überwachungssystem seines Arbeitgebers offenzulegen.

Sein Fall macht deutlich: Die Digitalisierung aller Arbeitsbereiche verschafft möglichen Whistleblowern Zugriff auf ungeheure Datenbestände, die im Zeitalter des Internets nahezu unbegrenzt verbreitet werden können. Und der Ex-NSA-Mitarbeiter hat aus den Enthüllungen seiner Vorgänger einiges gelernt: Er hat versucht, möglichst verantwortungsvoll mit den angeblich bis zu 1,7 Millionen kopierten Dateien umzugehen und sie nicht ohne gründliche journalistische Prüfung veröffentlichen zu lassen.

Von Manning und Wikileaks gelernt

Seit Snowden auf der Flucht vor den US-Behörden ist, sind in den USA zwei junge Whistleblower zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Die 26-jährige Chelsea (früher Bradley) Manning muss für 35 Jahre in Gefängnis, weil sie als Soldat geheime Militärdokumente an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben hat. Der 28 Jahre alte Computerhacker Jeremy Hammond erhielt im November eine zehnjährige Haftstrafe, weil er in die Server der Sicherheitsfirma Stratfor eingedrungen war und Millionen von E-Mails veröffentlicht hatte. Gerade die Zusammenarbeit mit Wikileaks zeigt die Probleme auf, die durch die ungeprüfte Publikation von Millionen Dokumenten entstehen können: Es lässt sich häufig nicht abschätzen, ob unbeteiligte Dritte geschädigt werden und welche Gefahren für Sicherheit und Staatswohl drohen.

Snowden hat aus der Entwicklung der vergangenen Jahre seine eigenen Schlüsse gezogen. In mehreren zentralen Punkten ist er anders als Manning vorgegangen: "Ich habe jedes einzelne Dokument vor der Freigabe sorgfältig überprüft, ob auch ein legitimes öffentliches Interesse daran besteht", sagte Snowden bei der Preisgabe seiner Identität im Juni. Er habe jede Menge Dokumente mit großer Wirkung nicht mitgenommen, weil er niemandem habe schaden wollen. Zudem suchte er für die Veröffentlichung gezielt den Kontakt zu den amerikanischen Journalisten und Polit-Aktivisten Glenn Greenwald und Laura Poitras.

Mutiger Verzicht auf Anonymität

Das war gar nicht so einfach, denn Greenwald wollte Snowdens Bitte, ein Verschlüsselungsprogramm für die E-Mail-Kommunikation zu installieren, zunächst nicht nachkommen. In Hongkong übergab Snowden den beiden Journalisten sein Material. Er vertraute ihrer Einschätzung, welche Dokumente ausgewertet und veröffentlicht werden sollten. Die Risiken einer vollständigen Veröffentlichung wollte Snowden nicht eingehen. Und in der Tat gehen die Medien bislang sehr sparsam mit den Dokumenten um, die ihnen zugespielt wurden. Laut Guardian-Chefredakteur Alan Rusbridger wurde bislang erst ein Prozent des Materials veröffentlicht.

Anders als Manning hat sich Snowden auch entschieden, von Anfang an seine Identität als Whistleblower preiszugeben. "Er spürte die Verantwortung, sein Gesicht zu zeigen, sich nicht zu verstecken. Er wollte der Welt zeigen, was vor sich geht und warum er es enthüllt", sagte Greenwald in einem Interview zu Snowdens Motivation. Dieser sagte selbst zu seinen Gründen: "Ich habe keine Absicht, meine Identität zu verbergen, denn ich weiß, dass ich nichts Falsches getan habe." Dennoch wollte Snowden nicht das Risiko eingehen, in die Mühlen der US-Justiz zu geraten. Sein Leben wird nie wieder so sein wie vorher. Aber er nahm die Konsequenzen in Kauf, weil er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, "dass die US-Regierung die Privatsphäre, die Internetfreiheit und Grundrechte von Menschen rund um die Welt mit der heimlich aufgebauten Maschinerie zur Massenüberwachung zerstört".

Bemerkenswerte Stellungnahmen gegen NSA 

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Anonymer Nutzer 31. Dez 2013

Achso,ich hätte vielleicht erwähnen sollen das ich nicht die US-Regierung bin,auch wenn...

Prinzeumel 27. Dez 2013

Das liegt daran das sowas gar nicht im focus liegt. Schließlich braucht man solche...

ruffy2k3 27. Dez 2013

Komisch das sich der Ersteller nicht mehr zu Wort meldet? Einsicht? Wann hat die...

Garius 27. Dez 2013

Die unglaublichsten Geschichten schreibt das Leben immer noch selbst.

Garius 27. Dez 2013

Entweder hast du seinen Beitrag missverstanden oder ich.



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