E-Skin Elektronische Haut leuchtet bei Berührung

US-Wissenschaftler haben eine elektronische Haut für einen Roboter entwickelt, die die Berührung und deren Intensität anzeigt. Das System soll sich auch als Display für andere Anwendungen eignen.

Anzeige

Der Roboter der Zukunft kann fühlen - und der Mensch kann sehen, was der Roboter fühlt: Seine Haut leuchtet auf, wenn sie berührt wird. Die Intensität der Berührung bestimmt, wie hell sie leuchtet.

Electronic Skin (elektronische Haut), kurz: E-Skin, nennen die Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Berkeley (UC Berkeley) ihre Entwicklung. Sie sei "ein Netz aus elastischen Sensoren, die sich an unregelmäßige Oberflächen anpassen und verschiedene Stimuli räumlich darstellen und messen", schreiben die Forscher um Ali Javey in der Fachzeitschrift Nature Materials. Den Vorläufer hatten die Forscher der UC Berkeley 2010 vorgestellt.

Polymer auf Silizium

Die E-Skin besteht aus einem Polymer, das auf einen Siliziumwafer aufgebracht wird. Hat das Polymer ausgehärtet, werden die elektronischen Bauteile mit dem üblichen Verfahren aus der Chipherstellung eingesetzt. Danach wird der Polymerfilm von dem Träger abgezogen - fertig ist die elektronische Haut.

  • E-Skin - der aktuelle Prototyp besteht aus einer Matrix von 16 x 16 Pixeln. (Bild: Ali Javey/Chuan Wang)
  • Die elektronische Haut reagiert auf Berührungen. Je fester der Druck, desto heller leuchtet sie. (Bild: Ali Javey/Chuan Wang)
E-Skin - der aktuelle Prototyp besteht aus einer Matrix von 16 x 16 Pixeln. (Bild: Ali Javey/Chuan Wang)

Der aktuelle Prototyp besteht aus einer Anordnung von 16 x 16 Pixeln. Jedes Pixel enthält einen Transistor, eine organische Leuchtdiode (OLED) sowie einen Drucksensor. Wird die elektronische Haut berührt, wird die Berührung als Aufleuchten der OLEDs sichtbar gemacht. Javey will als Nächstes weitere Sensoren in die E-Skin integrieren, die auf Licht und Temperatur reagieren.

Interaktive Tapete

Die E-Skin könne um verschiedene Objekte gewickelt werden und eröffne so neue Möglichkeiten für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine, sagt Javey. Allerdings soll seiner Ansicht nach die elektronische Haut nicht nur für Roboter dienen. Sie könne beispielsweise auch eine Tapete zu einem Touchscreen machen oder als Bedienelement auf dem Armaturenbrett angebracht werden.

Selbst eine Anwendung im Gesundheitswesen ist möglich: "Ich kann mir auch eine Bandage aus einer E-Skin vorstellen", sagt Chuan Wang aus dem Entwicklerteam. Die werde um den Arm gelegt "und überprüft ständig den Blutdruck und die Pulsfrequenz".


Anonymer Nutzer 23. Jul 2013

Ein 1 cm dickes Gerät mit einem steifen Touch-Input und eine weniger als 1mm dicke...

TiSch236 23. Jul 2013

Dann bemerkt man nicht nur Einbrecher leichter, sondern man kann gleich noch mit ihm...

Kommentieren



Anzeige

  1. Referent (m/w) Lernmanagementsysteme mit Schwerpunkt IT-Fachkonzeption
    Gothaer Finanzholding AG, Köln
  2. Systemtechniker/-in im Network Management Center
    M-net Telekommunikations GmbH, München
  3. Informatiker/in
    Lechwerke AG, Augsburg
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  2. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  3. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  4. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  5. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  6. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  7. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  8. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  9. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  10. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel