América Móvil: E-Plus wird stückweise mexikanisch
Carlos Slim (Bild: Valentin Flauraud/Reuters)

América Móvil E-Plus wird stückweise mexikanisch

América Móvil besitzt jetzt 21 Prozent an dem niederländischen Telekom-Konzern KPN. Die Mexikaner interessieren sich besonders für E-Plus.

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América Móvil hat gegen den Widerstand der Konzernführung 21 Prozent der Aktien der niederländischen KPN übernommen. Wie der mexikanische Mobilfunkkonzern bekanntgab, wurden die Anteile von 8,7 Prozent auf 20,9 Prozent erhöht.

Analysten erwarten, dass der Konzern von Carlos Slim über einen Anteil von 30 Prozent die Kontrolle erlangen kann. América Móvil bietet für weitere Anteile 8 Euro je Aktie. Das ist der KPN-Führung zu wenig. Die Aktie notierte am Mittwoch bei 7,90 Euro.

KPN hatte versucht, seine deutsche Mobilfunktochter E-Plus zu verkaufen, um Schulden abzubauen und die Übernahme abzuwehren. Offenbar wurde mit der spanischen Telefónica verhandelt, um O2 und E-Plus in Deutschland zu fusionieren. Doch die Verkaufsgespräche für E-Plus wurden in der vergangenen Woche ergebnislos beendet, wie KPN bekanntgab. Telefónica hatte jedoch offiziell erklärt, kein Übernahmeangebot für E-Plus abgegeben zu haben. Wegen schwieriger Bedingungen an den Finanzmärkten sei es nicht zu einem Verkauf gekommen, hieß es in einer KPN-Erklärung.

KPN verkauft Base Belgien

Die Telefónica hat finanzielle Probleme und bereitet die Ausgründung und den Börsengang von O2 Deutschland und einigen Landesgesellschaften in Lateinamerika vor. Analysten bewerten Telefónicas deutsche Landestochter mit 7 bis 9 Milliarden Euro.

KPN erklärte am Abend des 21. Juni 2012, das belgische Mobilfunkunternehmen Base verkaufen zu wollen. Base Belgien soll einen Wert von 1,8 Milliarden Euro haben.

América Móvil ist seit dem 15. Juni 2012 bereits zweitgrößter Aktionär der Telekom Austria. América-Móvil-Finanzchef Garcia Moreno sagte in der Telefonkonferenz mit Analysten, der größte lateinamerikanische Mobilfunkbetreiber investiere langfristig in Europa. Moreno machte keine Ausführungen über zukünftige Pläne in Deutschland. Wir kommen gerade erst an, sagte er. "Es wäre sehr anmaßend von uns zu sagen, wir wissen alles und können ihnen sagen, was zu tun ist."


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