Abo
  • Services:
Anzeige
Elektroautos stehen praktisch zwangsläufig vor dem Durchbruch.
Elektroautos stehen praktisch zwangsläufig vor dem Durchbruch. (Bild: Stan Honda/AFP/Getty Images)

Verkehr verringern, Autos elektrifizieren

Feinstaub- und Stickoxid-Belastungen in vielen Städten sprengen längst EU-Grenzwerte, was Fahrverbote für Pkw mit lokalen Emissionen wahrscheinlich macht. Solche Verbote für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor an Tagen, an denen Grenzwerte überschritten werden, und am Folgetag sind eine Lösung. Eine weitere ist eine Steuerung des Verkehrs über eine City-Maut.

Und eben E-Autos. Bei Stop-and-go, das beim Verbrennungsmotor den Verschleiß erhöht, während aber die Kilometerleistung im Rahmen bleibt, können Elektrofahrzeuge unterm Strich schon jetzt genauso wirtschaftlich wie Verbrenner sein. So nutzt die Post die Elektrofahrzeuge von Streetscooter, um Verteilungskästen zu beliefern und Briefkästen zu leeren. In der Mittagspause wird nachgeladen, mit geringen Ladeverlusten an der normalen 230-Volt-Steckdose. Auffällig am Streetscooter ist der recht kleine Akku für Reichweiten um 80 Kilometer. Das hält Kosten und Fahrzeuggewicht niedrig. Es muss keine ungenutzte Akkukapazität mitgeschleppt werden.

Anzeige
  • Ein Lkw der Firma Smith Electric, der für den urbanen Zubringerdienst gedacht ist. (Bild: Honza Chodec/CC Attribution-Share Alike)
  • Elektroautos werden auf öffentlichen Parkplätzen im Zentrum von Oslo geladen. (Pierre-Henry Deshayes/AFP/Getty Images)
  • Lidl testet seit Herbst 2014 in Berlin die Filialbelieferung mit elektrisch betriebenen Lkw des Schweizer Herstellers E-Force One. (Wikipedia-Nutzer Spielvogel/CC0)
  • Der E-Bus Batterfly bedient seit Mai 2016 die Linie 89 im Leipziger Süden, die recht kleine Akkukapazität von 86 kWh wird durch Nachladen alle 22 km kompensiert - gut zu sehen das Nachladen per Pantograf. (Bild: SAENA)
  • Zwei Streetscooter von Deutsche Post/DHL beim Nachladen - der Streetscooter ist schon jetzt wirtschaftlicher als im Stop-and-Go-Verteilerverkehr geschundene VW-Caddys. (Bild: Mattias Schlenker)
Zwei Streetscooter von Deutsche Post/DHL beim Nachladen - der Streetscooter ist schon jetzt wirtschaftlicher als im Stop-and-Go-Verteilerverkehr geschundene VW-Caddys. (Bild: Mattias Schlenker)

Weite Verbreitung soll die am 18. Mai 2016 beschlossene Förderung der Elektromobilität in Form von Kaufprämien bringen. 4.000 Euro erhält jeder Privatkunde für ein reines Elektroauto, 3.000 Euro für einen Plug-in-Hybriden. Diese Form der Förderung könnte zwar viele Pendler und Familien der (oberen) Mittelschicht motivieren, als Zweitwagen ein Elektroauto vom Schlag eines Renault Zoe anzuschaffen. Doch sie löst viele Probleme nicht, die der private Pkw-Verkehr verursacht. Zudem ist die Effektivität angesichts der geringen Jahresfahrleistungen privater Pkw umstritten. Unumstritten ist dagegen, dass die vom Steuerzahler getragene Hälfte eine willkommene Subvention für die Automobilindustrie ist.

Bessere Mobilität und weniger Verkehrsfläche

Es stellt sich die Frage, wer die bessere persönliche Umweltbilanz hat. Die Familie mit Stadthaus, Garage mit Wallbox, Diesel-Kombi und Zoe als Zweitwagen? Oder deren Nachbarn in der Mietwohnung, die mangels Lademöglichkeit als Pkw einen klassischen Vollhybriden fahren, aber zwei E-Bikes angeschafft haben - mit elektrischer Unterstützung lassen sich auch die Kinder im Anhänger gut in die Kita kutschieren.

Die zweite Familie wird unterm Strich weniger Kohlenstoffdioxid und weniger Stickoxide emittieren als die erste. Hinzu kommt, dass sie weniger Verkehrsfläche benötigt, womit solche Nutzer die Städte insgesamt entlasten. Daneben muss berücksichtigt werden, dass auch Elektroautos Feinstäube emittieren: Zwar benötigen sie durch regeneratives Bremsen weniger Reibbeläge als konventionelle Fahrzeuge, aber auf den letzten Metern muss ein höheres Gewicht abgebremst werden, und der Feinstaub durch Reifen- und Fahrbahnverschleiß entspricht dem konventioneller Fahrzeuge.

Jegliche Maßnahme zur Verbesserung der urbanen Luftqualität sollte deshalb zuerst darauf setzen, den Automobilverkehr insgesamt zu reduzieren und erst in zweiter Linie auf E-Automobile.

Wo müssen aber die Maßnahmen ansetzen, damit mit möglichst geringem Einsatz möglichst viel Klimagas CO2 und möglichst viele lokale Stickoxid- und Partikelemissionen eingespart werden können?

 E-Mobilität: It's electrifying!An der richtigen Stelle elektrifizieren 

eye home zur Startseite
EQuatschBob 10. Jun 2016

Wo bist Du denn in diesen Monaten? In Murmansk? Hier in Berlin sieht man das ganze Jahr...

Karlson Keuper 10. Jun 2016

Zunächst einmal danke für die Antworten, die waren sehr hilfreich. Ein Bekannter von...

oxybenzol 09. Jun 2016

Ich würde den Golf eher mit der B-Klasse vergleichen, da die A-Klasse 20 cm kürzer ist...

gadthrawn 07. Jun 2016

https://philatelie.deutschepost.de/out/pictures/wysiwigpro/philatelie/004603.pdf...

MattiasSch 07. Jun 2016

Toyota gibt derzeit selbst 3000¤ Nachlass auf alle Hybride. Das HSD überzeugt vor allem...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. zooplus AG, München
  2. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  3. LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg
  4. über Hanseatisches Personalkontor Kassel, Kassel


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,99€
  2. 329,00€
  3. 5,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    O2-Datenautomatik dürfte vor Bundesgerichtshof gehen

  2. TLS-Zertifikate

    Symantec verpeilt es schon wieder

  3. Werbung

    Vodafone will mit DVB-T-Abschaltung einschüchtern

  4. Zaber Sentry

    Mini-ITX-Gehäuse mit 7 Litern Volumen und für 30-cm-Karten

  5. Weltraumteleskop

    Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden

  6. Anonymität

    Protonmail ist als Hidden-Service verfügbar

  7. Sicherheitsbehörde

    Zitis soll von München aus Whatsapp knacken

  8. OLG München

    Sharehoster Uploaded.net haftet nicht für Nutzerinhalte

  9. Linux

    Kernel-Maintainer brauchen ein Manifest zum Arbeiten

  10. Micro Machines Word Series

    Kleine Autos in Kampfarenen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Glasfaser: Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
Glasfaser
Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
  1. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  2. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  3. Soziales Netzwerk Facebook wird auch Instagram kaputt machen

Western Digital Pidrive im Test: Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
Western Digital Pidrive im Test
Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
  1. Sopine A64 Weiterer Bastelrechner im Speicherriegel-Format erscheint
  2. Bootcode Freie Firmware für Raspberry Pi startet Linux-Kernel
  3. Raspberry Pi Compute Module 3 ist verfügbar

Autonomes Fahren: Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
Autonomes Fahren
Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
  1. Fahrgastverband "WLAN im Zug funktioniert ordentlich"
  2. Deutsche Bahn WLAN im ICE wird kostenlos
  3. Mobilfunk Telekom baut LTE an Regionalbahnstrecken aus

  1. Re: Impfgegner nutzen Logik und IQ die...

    frostbitten king | 00:58

  2. wo ist das Problem?

    Psy2063 | 00:49

  3. Re: Material

    Psy2063 | 00:47

  4. Re: Endlich dem Trend gefolgt...

    Psy2063 | 00:44

  5. Re: Da find ich das A4-SFX von DAN besser

    Psy2063 | 00:42


  1. 19:03

  2. 18:45

  3. 18:27

  4. 18:12

  5. 17:57

  6. 17:41

  7. 17:24

  8. 17:06


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel