E-Call: Autos sollen ab 2015 bei Unfällen um Hilfe rufen
2015 sollen alle Autos EU-weit mit E-Call ausgerüstet werden. (Bild: Till Krech/CC BY 2.0)

E-Call Autos sollen ab 2015 bei Unfällen um Hilfe rufen

Das Europäische Parlament fordert, alle Neuwagen ab dem Jahr 2015 mit einem Notrufsystem auszustatten, das bei Unfällen automatisch die Rettungskräfte alarmiert. Der E-Call-Dienst solle verpflichtend und kostenlos für alle Autofahrer sein.

Anzeige

Geht es nach dem Willen des Europäischen Parlaments, sollen ab 2015 alle Autos mit einem sogenannten E-Call-Notrufsystem (für Emergency Call) ausgerüstet sein. Die nicht bindende Entschließung des Parlaments ist jedoch erst der Anfang. Die EU-Kommission solle Rechtsvorschriften vorschlagen, damit das System verbindlich werden kann. Grundsätzlich beschlossen wurde E-Call bereits im September 2011.

Mit dem E-Call-System sollen Notfalldienste bei Unfällen des Fahrzeugs automatisch über 112 benachrichtigt werden. Das erhoffte frühere Eintreffen der Rettungskräfte soll helfen, die Zahl der Toten und die Schwere von Verletzungen zu reduzieren.

In der Entschließung des Parlaments wurde die geringe Zahl der freiwillig mit solchen Systemen ausgestatteten Autos mit 0,4 Prozent bemängelt. Die Kommission solle auch prüfen, ob nicht nur Autos, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer wie Motorräder, Busse und Lastkraftwagen damit ausgerüstet werden sollten.

Damit das System funktionieren kann, müssen die Fahrzeuge mit GPS, einem Mobilfunkmodul und einem Steuergerät ausgerüstet werden, mit dem die Unfallsituation, die Position und die Fahrrichtung des Autos ausgewertet und im Notfall weitergegeben werden kann. Eine Sprachverbindung kann optional aufgebaut werden, um mit eventuell ansprechbaren Insassen Kontakt aufzunehmen.

Wichtig ist den Abgeordneten, dass das System keinesfalls verwendet wird, um die Position und Bewegungsdaten von Personen zu überwachen, falls kein Unfall vorliegt. EU-weite Standards für dieses System gebe es bereits, so die Abgeordneten in der Entschließung. Die Mitgliedstaaten müssten allerdings ihre Notfalldienste ausbauen, so dass sie die Notrufe auch entgegenehmen und verarbeiten können. Der Dienst solle für die Autofahrer kostenlos sein.

Auf EU-Ebene wurde schon mehrfach versucht, das Notrufsystem einzuführen. Eigentlich sollte es schon 2009 in jedem Neuwagen vorhanden sein. Später wurde als Starttermin 2010 avisiert.


__destruct() 06. Jul 2012

Warum bietet das System es nicht an, den Alarm nach Drücken eines Knopfes im Wageninneren...

zwangsregistrie... 06. Jul 2012

kling mir sehr nach "Niemand hat die Absicht" die totale überwachung einzuführen.

Endwickler 06. Jul 2012

um Hilfe rufen, wenn es in der Schrottpresse leidet. :-)

herok 06. Jul 2012

Hm, das gibt mir zu denken. Wieso sollte das so viel anders sein als Mobiltelefone heute...

Payne 06. Jul 2012

Soso, und auf wen wird der Hersteller eines Neuwagens die Kosten für dieses Systems...

Kommentieren



Anzeige

  1. Integration Developer / Architect (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  2. PHP Web Entwickler/-in (m/w)
    mediawave internet solutions GmbH, München
  3. Leiter Business Solutions (m/w)
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
  4. Principal Research Manager (Engineering) (m/w)
    Microsoft Deutschland GmbH, Munich

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Systemkamera

    Fujifilm will Teleobjektive erst Ende 2015 bauen

  2. DIY-Handy

    Fab Lab plant Handyfabrik in Hamburg

  3. Quartalsbericht

    Amazon erwirtschaftet Verlust von 126 Millionen US-Dollar

  4. Apple verkraftet Ansturm nicht

    OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

  5. Erfundene Waren

    Ebay-Betrüger muss für 7 Jahre in Haft

  6. Uber und Wundercar

    Deutsche haben großes Interesse an Taxi-Alternativen

  7. Bundesnetzagentur

    In Deutschland sind weiter rund 30 Wimax-Anbieter aktiv

  8. Allview Viva H7

    7-Zoll-Tablet mit UMTS-Modem für 120 Euro

  9. Echtzeit-Überwachung

    BND prüft angeblich Einsatz von SAPs Hana-Datenbank

  10. Xiaomi

    Design des Mi4 von Apple "inspiriert"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

Luftfahrt: Die Rückkehr der Überschallflieger
Luftfahrt
Die Rückkehr der Überschallflieger
  1. Verkehr FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"
  2. Steampunk High Tech trifft auf Dampfmaschine
  3. Aerovelo Eta Kanadier wollen mit 134-km/h-Fahrrad Weltrekord aufstellen

Destiny angespielt: Schöne Grüße vom Master Chief
Destiny angespielt
Schöne Grüße vom Master Chief
  1. Bungie Drei Betakeys für Destiny
  2. Activison Destiny ungeschnitten "ab 16" und mit US-Tonspur
  3. Bungie Destiny läuft auch auf der Xbox One in 1080p mit 30 fps

    •  / 
    Zum Artikel