E-Books: Macmillan legt Streit um Preisabsprachen bei
Apple iBooks: gegen die Dominanz von Amazon (Bild: Apple)

E-Books Macmillan legt Streit um Preisabsprachen bei

Macmillan ist der letzte der großen US-Verlage, der mit dem US-Justizministerium eine außergerichtliche Einigung im Verfahren um Preisabsprachen bei E-Books getroffen hat. Lediglich Apple weigert sich und lässt es offensichtlich auf ein Verfahren ankommen.

Anzeige

Der US-Verlag Macmillan hat eine außergerichtliche Einigung mit dem US-Justizministerium getroffen. Die Wettbewerbsschützer des Ministeriums hatten 2012 gegen Macmillan und vier weitere Verlage sowie gegen Apple wegen Preisabsprachen bei E-Books geklagt.

Macmillan habe zugestimmt, dass Händler die E-Books des Verlags, der zu der deutschen Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört, künftig günstiger anbieten dürfen. Macmillan werde alle Beschränkungen für Preisabschläge, die der Verlag den Händlern auferlegt habe, sofort abschaffen, erklärte das US-Justizministerium. Die außergerichtliche Einigung muss noch vom zuständigen Gericht in New York bestätigt werden.

Gegen Amazon

Im April 2012 hatten die US-Justizbehörden gegen fünf große US-Verlage und Apple wegen Wettbewerbsverzerrung geklagt. Sie hätten Preisabsprachen bei E-Books getroffen, um gegen die Dominanz von Amazon auf diesem Markt vorzugehen, so der Vorwurf. Durch die Preisabsprachen hätten Käufer für beliebte E-Books, für die sie zuvor 10 US-Dollar bezahlt hatten, 13 US-Dollar, 15 US-Dollar und noch mehr zahlen müssen, sagte das US-Justizministerium.

Macmillan ist der letzte der Verlage, der sich mit den Behörden einigt: Hachette, Harper Collins und Simon & Schuster hatten im Herbst 2012 eine außergerichtliche Einigung getroffen und zugesagt, den Kunden einen Teil des Kaufpreises für die E-Books zu erstatten. Penguin legte den Streit im Dezember 2012 bei.

Schädliche Preisnachlässe

Das Unternehmen sei sich keines Fehlverhaltens bewusst und habe deshalb keine Einigung treffen wollen. Außerdem verlange das Abkommen für E-Books Preisnachlässe, die nach Ansicht von Macmillan die Branche schädigten, schreibt Verlagschef John Sargent in einem offenen Brief. Die Strafe, die bei einer Niederlage vor Gericht gedroht hätte, sei jedoch so hoch, dass Macmillan eine außergerichtliche Einigung vorgezogen habe, begründete Sargent die Einigung.

Damit bleibt nur noch die Klage gegen Apple bestehen. Das Verfahren soll im Juni dieses Jahres eröffnet werden.


Felix_Keyway 12. Feb 2013

Was die da mit den Verlagen getrieben haben: Die E-Books dürfen nirgendwo als bei Apple...

Kommentieren



Anzeige

  1. Mobile Developer (m/w) für iOS / Android / Windows Phone
    GIGATRONIK Stuttgart GmbH, München
  2. Content Manager/in
    Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG, Berlin
  3. Anwendungsentwickler (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz
  4. IT-Systemadministrator (m/w)
    teliko GmbH, Limburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spiele-API

    DirectX-11 wird parallel zu DirectX-12 weiterentwickelt

  2. Streaming-Box

    Netflix noch im Herbst für Amazons Fire TV

  3. Schnell, aber ungenau

    Roboter springt im Explosionsschritt

  4. Urteil

    Foxconn-Arbeiter wegen iPhone-6-Diebstahl verhaftet

  5. Weniger Consumer-Notebooks

    Toshiba baut 900 Arbeitsplätze in der PC-Sparte ab

  6. XSS

    Cross-Site-Scripting über DNS-Records

  7. Venue 8 7000

    6-mm-Tablet wird mit Dell Cast zum Desktop

  8. HTML5-Videostreaming

    Netflix arbeitet an Linux-Unterstützung

  9. iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test

    Aus klein mach groß und größer

  10. Cloudflare

    TLS-Verbindungen ohne Schlüssel sollen Banken schützen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Galaxy Note Edge im Hands On: Das erste Smartphone mit sinnvoll gebogenem Display
Galaxy Note Edge im Hands On
Das erste Smartphone mit sinnvoll gebogenem Display
  1. Phicomm Passion im Hands On Anständiges Full-HD-Smartphone mit 64-Bit-Prozessor
  2. Interview mit John Carmack "Gear VR ist das Tollste, was ich in 20 Jahren gemacht habe"
  3. Nokia Lumia 735 Das OLED-Weitwinkel-Selfie-Phone

NFC: Apple Pay könnte sich auszahlen
NFC
Apple Pay könnte sich auszahlen
  1. Visa Europe Verhandlungen für Apple Pay in Europa laufen
  2. NFC in der Analyse Probleme und Chancen der Nahfunktechnik
  3. Apple Smartwatch soll eigenen App Store bekommen

    •  / 
    Zum Artikel