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Nutzerinnen mit E-Book-Reader (Symbolbild): hoher Preis, proprietäre Vertriebsmodelle
Nutzerinnen mit E-Book-Reader (Symbolbild): hoher Preis, proprietäre Vertriebsmodelle (Bild: Txtr)

E-Books Auf ein legales kommen zehn illegale E-Books

Laut einer aktuellen Studie hat der illegale Vertrieb von E-Books in Deutschland stark zugenommen. Einem verkauften Werk sollen mittlerweile zehn schwarzkopierte E-Books gegenüberstehen. Der legale Markt soll sich demnach in den nächsten zehn Jahren halbieren.

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Bei der anhaltenden Urheberrechtsproblematik ist bei Panels stets von illegal vertriebenen Filmen, Musikstücken oder Computerspielen die Rede. Die Distribution von Hörbüchern oder E-Books wird zumeist nur branchenintern diskutiert. In ihrer aktuellen Studie Gutenberg 3.4 - E-Book-Piracy Report zeichnen Manuel Bonik und Andreas Schaale allerdings ein düsteres Bild für die deutsche Buchbranche.

Die Studie haben die beiden im Auftrag des irischen Unternehmens Lisheennageeha Consulting erstellt. Der irische Dienstleister macht im Auftrag der Content-Industrie Urheberrechtsverletzungen auf Sharehostern ausfindig und sorgt für die Löschung der Werke.

Zwar wurden im Jahr 2012 in Deutschland insgesamt 12,3 Millionen E-Books verkauft, was zu einer Verdopplung des Umsatzes führen wird. Im gleichen Zeitraum hat aber die Popularität diverser Anbieter aus dem Graubereich stark zugelegt. Alleine die Downloadplattform Torboox verkündet fast 2,5 Millionen Downloads bis September 2013. Für die Erhebung wurden die Statistiken von Alexa und die Download- und Zugriffszahlen führender deutschsprachiger Warez-Plattformen und Foren berücksichtigt.

Ein Flatrate-Modell für E-Books fehlt

Auf ein legal heruntergeladenes E-Book kommen hierzulande nach den Erkenntnissen der Autoren zehn illegal heruntergeladene. In Russland liegt das Verhältnis sogar bei 1 zu 20. Im Report werden die möglichen Gründe für das "Nischendasein" des legalen digitalen Buchmarkts erörtert. National wie international führten immer mehr Anbieter aus dem Graubereich ein eigenes Flatrate-Modell ein, bei dem gegen Zahlung einer geringen Monatsgebühr der Zugriff auf sehr viele DRM-freie Werke ermöglicht wird.

Als Gründe werden auch der hohe Verkaufspreis der E-Books und die teils "proprietären Vertriebsmodelle" inklusive DRM-Schutzmaßnahmen angesehen. Im Gegensatz zu den illegalen Anbietern gebe es in Deutschland "heute keine legalen Flatrates (wie in der Musik- oder Filmindustrie, als kostengünstige Alternative zu Piratenangeboten)", schreiben die Autoren. Wobei sie offensichtlich die Angebote von Skoobe und Libreka übersehen haben.

Unter anderem deswegen werde sich der Markt hierzulande "nur sehr begrenzt entwickeln", selbst wenn das Interesse national wie international gestiegen sei. Als Indiz dafür wird beispielsweise die steigende Beliebtheit der Suchanfragen bei Google Trends angesehen. Bei Suchanfragen einzelner Werke diverser Autoren tauchen aber bereits auf der ersten Ergebnisseite die führenden illegalen Anbieter des Webs auf.

Viele Tauschbörsennutzer sind Amazon-Kunden

Laut Studie informieren sich viele Leser zunächst ausführlich über bestimmte Titel bei Amazon, um diese im Anschluss nicht bei einem der kommerziellen Anbieter käuflich zu erwerben. Bonik und Schaale sprechen von einer Konvertierung von Amazon-Kunden zu Tauschbörsennutzern. Sie erwarten einen Anstieg der Umsätze von Amazon, der Gesamtmarkt werde sich aber innerhalb der nächsten zehn Jahre halbieren.

Sämtliche bisher ergriffene Gegenmaßnahmen der Verlage wie Abmahnungen, Abuse-Mails und die Recherchen von privaten Ermittlern haben sich als wirkungslos erwiesen. Hierzulande versuchten die Verlage, das Problem der illegalen Verbreitung von E-Books auszusitzen. Noch immer hoffen sie darauf, dass der Gesetzgeber ihre Situation in absehbarer Zeit verbessern wird.

"Der Idee, dass man für E-Books bezahlen muss, wird zusehends mit Verwunderung oder Spott begegnet. Hier findet ein starker kultureller Wandel statt, den man gar nicht erst ignorieren sollte", schreiben Bonik und Schaale. Derzeit finde in Deutschland eine regelrechte "Sozialisierung der Gratis-Buchkultur" statt, die ihrer Meinung nach auch von der Piratenpartei propagiert wurde.

Kooperation mit GVU in Gefahr

Kürzlich berichtete das Fachmagazin Buchreport, dass die Zusammenarbeit des Börsenverbandes des Deutschen Buchhandels mit der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) auf der Kippe stehe.

Grund waren die Zahlungsmodalitäten für die Mitgliedschaft: Die Rechteinhaber sollten für die Maßnahmen zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen einen Mindestbeitrag von 100.000 Euro an die GVU zahlen. Der Börsenverein sollte die eine, die Verlage die andere Hälfte der Kosten übernehmen. Das sei aber an der mangelnden Zahlungsbereitschaft der Verlage vorerst gescheitert.

Die Strategie der Verlage im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen ist nicht einheitlich. Einige Verlagshäuser lassen durch Rechtsanwaltskanzleien Abmahnungen an Tauschbörsenteilnehmer verschicken. Andere setzen auf kostenpflichtige Anbieter, die illegale Werke auf Filehostern identifizieren sollen, um diese per Notice-and-Takedown-Verfahren entfernen zu lassen. Bisher ist unklar, ob letztlich Zweifel an der Tätigkeit der GVU oder das knappe Budget der Verlage zum mangelnden finanziellen Engagement geführt hat.


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Trockenobst 22. Nov 2013

Diese werden weiter existieren, weil die Shops praktisch gezwungen sind von diesen...

dopemanone 22. Nov 2013

vielleicht sollte man die studie erstmal lesen bevor man hier einfach los schreibt...

dopemanone 22. Nov 2013

Terry Pratchett - Die Lange Erde Amazon Broschiert: 17,99 Amazon Kindle: 13,99 ebook.de...

dopemanone 22. Nov 2013

wir haben unseren sony reader bei ebook.de (hieß mal libri) geholt. 99¤ für den reader...

dopemanone 22. Nov 2013

nirgendwo ist der preis für ein ebook gleich der printausgabe: Terry Pratchett - Die...



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