Anzeige
Trekstor Pyrus: Von wem ist die Bildschirmtechnik?
Trekstor Pyrus: Von wem ist die Bildschirmtechnik? (Bild: Trekstor)

E-Book-Reader Hat Trekstor E-Ink-Patente verletzt?

Und noch ein Patentstreit: Gegner dieses Mal sind E-Ink und Trekstor. Trekstor soll seine E-Book-Reader unrechtmäßig mit einer Displaytechnik ausgestattet haben, die E-Ink entwickelt hat.

Anzeige

Der deutsche Hersteller Trekstor soll in einigen seiner E-Book-Reader unrechtmäßig die Technik von E-Ink eingesetzt haben, behauptet das taiwanische Unternehmen E-Ink. Trekstor bestreitet die Vorwürfe.

Seit diesem Jahr bietet Trekstor mit dem Liro Ink und den verschiedenen Modellen der Pyrus-Reihe E-Book-Reader an, die elektronisches Papier als Bildschirm nutzen. In den Spezifikationen gibt Trekstor an, es handele sich um ein Digital-Ink-Display, wobei nicht klar ist, ob Digital Ink ein Hersteller ist oder die Displaytechnik.

Patentverletzung, sagt E-Ink

E-Ink hatte Ende vergangener Woche erklärt, tatsächlich nutze Trekstor die von E-Ink entwickelte Technik der Elektrophorese und verletze damit gleich zwei Patente, in denen eine elektrophoretische Anzeigevorrichtung und Materialien sowie eine elektronisch adressierbare mikroverkapselte Tinte beschrieben würden. Hergestellt werden Trekstor-Displays von dem chinesischen Unternehmen Guangzhou OED Technologies.

E-Ink hat beim Landgericht Mannheim Klage wegen Patentverletzung eingereicht. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen sogar einen Verkaufstopp der Geräte per einstweiliger Verfügung erwirken.

Dazu dürfte es zunächst nicht kommen: Trekstor habe eine Schutzschrift gegen die einstweilige Verfügung eingelegt, erklärte eine Unternehmenssprecherin dem Branchenmagazin Börsenblatt. Damit wird es zu einem Hauptverfahren kommen. "In dem Hauptsachenrechtsstreit ist eine erstinstanzliche Entscheidung voraussichtlich nicht vor dem zweiten Halbjahr 2013 zu erwarten", heißt es in einer Stellungnahme von Trekstor. Sollte es zu einer Berufung kommen, werde das Verfahren voraussichtlich bis 2015 dauern.

Nein, sagt Trekstor

Gleichzeitig weist Trekstor die Anschuldigungen von E-Ink zurück: "Wir sind nach eingehender Überprüfung zu der Überzeugung gelangt, dass die angegriffenen Produkte keine Patente von E-Ink verletzen", sagte Trekstor-Geschäftsführer Shimon Szmigiel. Entsprechend sehe das Unternehmen dem Verfahren "gelassen entgegen."

Die Trekstor-Geräte gehören zum Programm mehrerer Buchhandelsketten, darunter Weltbild und Hugendubel. Das Unternehmen Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels (MVB), eine Tochter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, hat den Ketten angeboten, die von MVB gelieferten Geräte zurückzugeben, sollte es zu einem Verkaufsstopp kommen. Dieser sei aber sehr unwahrscheinlich.


Kommentieren



Anzeige

  1. Manager (m/w) Database-Marketing
    R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden
  2. IT-Mitarbeiter/in fachlich-technische Dienstleistungen
    Landeshauptstadt München, München
  3. Webentwickler, Programmierer als Sicherheitsexperte (m/w)
    OPTIMAbit GmbH, München
  4. Entwicklungsingenieur/in
    Robert Bosch GmbH, Leonberg

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. The Green Hornet (inkl. 2D Blu-ray) [Blu-ray 3D]
    9,90€
  2. Fury - Herz aus Stahl [Blu-ray]
    7,90€
  3. Blu-rays je 9,97 EUR
    (u. a. Avatar, Blade Runner, Ziemlich beste Freunde, Corpse Bride)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Darpa

    Schnelle Drohnen fliegen durch Häuser

  2. Mattel und 3Doodler

    3D-Druck für Kinder

  3. Adobe Creative Cloud

    Adobe-Update löscht Daten auf dem Mac

  4. Verschlüsselung

    Thüringens Verfassungsschutzchef Kramer verlangt Hintertüren

  5. Xeon D-1571

    Intel veröffentlicht sparsamen Server-Chip mit 16 Kernen

  6. Die Woche im Video

    Sensationen und Skandale

  7. Micron

    Von 1Y-/1Z-DRAM-, 3D-Flash- und 3D-Xpoint-Plänen

  8. Hochbahn

    Hamburger Nahverkehr bekommt bald kostenloses WLAN

  9. ViaSat Joint Venture

    Eutelsat wird schnelleres Satelliten-Internet bieten

  10. SSDs

    Micron startet Serienfertigung von 3D-NAND-Flash



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Galaxy View im Test: Samsungs Riesentablet scheitert als Fernseher-Alternative
Galaxy View im Test
Samsungs Riesentablet scheitert als Fernseher-Alternative
  1. Lehrer IT-Ausstattung an Schulen weiterhin nicht gut
  2. Huawei Mediapad M2 10.0 Gut ausgestattetes 10-Zoll-Tablet mit Stylus für 500 Euro
  3. Oberschule Weiter zu wenig Computer an den Schulen

Staatliche Überwachung: Die Regierung liest jeden Post
Staatliche Überwachung
Die Regierung liest jeden Post
  1. ÖPNV in San Francisco Die meisten Überwachungskameras sind nur Attrappen
  2. Videoüberwachung Innenministerkonferenz will Body-Cams für alle Polizisten
  3. Schnüffelgesetz Vodafone warnt vor Backdoors im Mobilfunknetz

Unravel im Test: Feinwollig schön und frustig schwer
Unravel im Test
Feinwollig schön und frustig schwer
  1. The Witness im Test Die Insel der tausend Labyrinthe
  2. Oxenfree im Test Urlaub auf der Gruselinsel
  3. Amplitude im Test Beats und Groove auf Knopfdruck

  1. Verfassungsschutzchef aus Thüringen...toll

    marcel.mustermann | 06:57

  2. Re: solange kodi noch geht...

    Test_The_Rest | 06:51

  3. Re: Android Update?

    ve2000 | 05:42

  4. Re: Phablet

    ve2000 | 05:39

  5. Re: Keine SanDisk-SSD mehr

    Unix_Linux | 05:24


  1. 14:35

  2. 13:25

  3. 12:46

  4. 11:03

  5. 09:21

  6. 09:03

  7. 00:24

  8. 18:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel