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Auf diesem Datenträger verteilte DTS bereits DTS:X-codierte Inhalte. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

DTS:X Probe gehört: Dolby-Atmos-Konkurrent arbeitet mit Deckenlautsprechern

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Auf diesem Datenträger verteilte DTS bereits DTS:X-codierte Inhalte. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Raumklang um eine dritte Ebene erweitert haben Auro Technologies und Dolby bereits erfolgreich - DTS will das offenbar nicht auf sich sitzen lassen: Es startet auch mit objektbasiertem Raumklang. Wir konnten das System Probe hören.

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DTS wird bald auch mit einem eigenen objektbasierten Raumklangsystem starten. DTS:X heißt das System derzeit. Technisch konkurriert es mit Dolby Atmos, über dessen Heimkinostart wir zur Ifa 2014 berichtet haben. Es arbeitet ebenfalls mit Soundobjekten statt Kanälen. Golem.de hat das System auf der Elektronikmesse CES gesehen und gehört.

Der Soundspezialist beschränkte sich in Las Vegas auf eine Demonstration in einem Raum. In diesem war allerdings schon erkennbar, dass auch DTS mit Deckenlautsprechern arbeitet. Ob auch unterschiedliche Tonebenen wie bei Auro verwendet werden, ist unklar, da die Lautsprecher der Seiten verdeckt waren - Auro 3D arbeitet, anders als Dolby Atmos, kanalbasiert und erzeugt durch Tonebenen 3D-Ton.

Objekte orten ist leichter als bei Dolby Atmos

Die Demo, die DTS zeigte, war im Ton recht brachial, was aber bei solchen Demonstrationen üblich ist. Die Ortbarkeit von Objekten an der Decke war besser als bei einem Heimsystem mit Dolby Atmos. Dolby Atmos ist in der Heimkinovariante stark eingeschränkt.

Unklar ist, ob die gezeigte Konfiguration eher für das Heimkino als für Lichtspielhäuser gedacht ist. Wir gehen davon aus, dass DTS sowohl im Heimkinobereich als auch bei Kinoinstallationen mit Dolby und Auro konkurrieren will.

DTS:X soll außerdem bei Fernsehausstrahlungen genutzt werden. Im Konzept ist eine Art Mehrkanalauswahl vorgesehen. Dabei sollen nicht einzelne Surround-Kanäle ausgewählt werden, sondern einzelne Funktionen. Hier kommen die Objekte zur Geltung.

Der Schiedsrichter an der Seitenlinie

DTS demonstrierte das mit einem aufgezeichneten Fußballspiel. Der Anwender bestimmt am Fernsehgerät, von welcher Seite er etwa den Kommentator des Spiels hören will. Er könnte sich alternativ den Originalton von der Seitenlinie anhören und so das Spielgeschehen wie im Stadion verfolgen.

Vergleichbar ist die Technik mit dem Zweikanalton im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Hier wird praktisch die Stereotechnik umfunktioniert, um so meist zwei Sprachen jeweils in Mono auswählbar zu machen.

Technische Daten will DTS erst im März 2015 preisgeben, wenn das Format offiziell startet. Auch zu dem Ausstrahlungskonzept machte DTS auf Nachfrage keine genaueren Angaben.


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