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Pistole Liberator: Feuerwaffe aus dem 3D-Drucker
Pistole Liberator: Feuerwaffe aus dem 3D-Drucker (Bild: Defense Distributed/Screenshot: Golem.de)

Druck des US-Außenministeriums: Baupläne für 3D-Pistole aus Suchmaschine gelöscht

Pistole Liberator: Feuerwaffe aus dem 3D-Drucker
Pistole Liberator: Feuerwaffe aus dem 3D-Drucker (Bild: Defense Distributed/Screenshot: Golem.de)

Die Gruppe Defense Distributed musste mehrere 3D-Dateien von Waffen und Waffenteilen aus der Suchmaschine Defcad entfernen. Die Veröffentlichung im Internet gilt als illegaler Waffenexport.

Die US-Gruppe Defense Distributed hat das 3D-Modell einer Pistole von der Website entfernt. Die Waffendrucker seien damit einer Aufforderung des US-Außenministeriums nachgekommen, berichtet das US-Nachrichtenangebot Ars Technica.

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Liberator - zu Deutsch: Befreier oder Erlöser - heißt die Waffe, die die Gruppe mit einem 3D-Drucker hergestellt hat. Auf Defcad steht die Pistole jedoch nicht zum Herunterladen zur Verfügung: Die Datei sei "nach Aufforderung der Handelsaufsicht des US-Verteidigungsministeriums dem öffentlichen Zugriff entzogen worden. Bis auf weiteres beansprucht die Regierung der Vereinigten Staaten die Kontrolle über diese Information", schreiben die Waffendrucker auf der Website. Defcad ist eine von Defense Distributed eingerichtete Suchmaschine für 3D-Dateien.

Der Grund für die Entfernung ist formaljuristisch: Defense Distributed hat keine Lizenz, um Waffen zu exportieren. Das geht aus einem Schreiben des Directorate of Defense Trade Controls (DDTC) hervor, das anonym auf der Website Slashdot veröffentlicht wurde.

Illegaler Export

Die Veröffentlichung der 3D-Dateien auf der Website komme einem Export gleich, begründet das DDTC: Laut den Regelungen des internationalen Waffenhandels (International Traffic in Arms Regulations, Itar) gelte das Offenlegen - dazu gehöre auch ein mündliches oder visuelles Offenlegen - oder die Weitergabe von technischen Daten über Waffen an einen Ausländer, egal ob in den USA oder im Ausland, als Export. Dafür sei eine Genehmigung nötig, die Defense Distributed nicht habe.

Defense Distributed hat die Aufforderung fälschlicherweise dem Verteidigungsministerium zugeschrieben. Für die Einhaltung der Itar ist aber das Außenministerium zuständig, dem das DDTC untersteht. Neben dem Liberator hat die Behörde noch weitere 3D-Modelle auf Defcad beanstandet, darunter eine Zieleinrichtung für ein tschechisches Sturmgewehr, mehrere Schalldämpfer sowie eine panzerbrechende Granate. Auch diese Dateien sind auf der Seite nicht mehr abrufbar.

Lizenz zur Waffenherstellung

Das Ziel der Gruppe Defense Distributed ist, Waffen per 3D-Druck zu bauen. Die Gruppe hat bereits vom Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF) eine Lizenz zum Herstellen von Waffen erhalten.

Defense Distributed hat bereits einige Teile für Waffen gedruckt, darunter ein 30-Schuss-Magazin für das Sturmgewehr AR-15. Kürzlich hat die Gruppe um den Texaner Cody Wilson die Pistole Liberator vorgestellt und abgefeuert. Sie ist die erste Feuerwaffe, die praktisch vollständig aus Teilen aus dem 3D-Drucker besteht. Hergestellt wurde sie mit einem Dimension SST von Stratasys.


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hei_zen 05. Jul 2013

+1

Endwickler 14. Mai 2013

So, wie ich es verstand, ging es nur darum, dass die Pläne als Waffenexport betrachtet...

fehlermelder 14. Mai 2013

Wie verdient die Regierung denn momentan an den Waffengeschäften, das ist mir nicht ganz...

sparvar 14. Mai 2013

habe es mal auf einem laserdrucker versucht - sollte ja besser funktionieren als bei...

borstel 13. Mai 2013

das dachte ich auch. Diese Plastikteil ist wohl nicht das beste Beispiel für...



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