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Drohne überquert Ärmelkanal: Handsteuerung nach GPS-Ausfall
Drohne überquert Ärmelkanal: Handsteuerung nach GPS-Ausfall (Bild: Ocuair)

Drohnenpremiere: Unbemanntes Fluggerät überquert den Ärmelkanal

Drohne überquert Ärmelkanal: Handsteuerung nach GPS-Ausfall
Drohne überquert Ärmelkanal: Handsteuerung nach GPS-Ausfall (Bild: Ocuair)

Auf den Spuren von Flugpionier Louis Blériot: Das englische Unternehmen Ocuair hat erneut den Ärmelkanal für eine Luftfahrtpremiere genutzt. Es ist mit einer Drohne von Frankreich nach England geflogen - und bekam Schwierigkeiten mit der Schifffahrt.

Der Ärmelkanal ist seit über 100 Jahren die Herausforderung für Flieger in Europa: Wer die gut 30 Kilometer schaffen will, muss sich seiner Flugmaschine schon sicher sein. Der jüngste Versuch: die erste Überquerung des Kanals eines unbemannten Fluggeräts (Unmanned Aerial Vehicle, UAV).

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In der vergangenen Woche hat das britische Unternehmen Ocuair den Kanal von Frankreich aus mit einem Quadrocopter überflogen. Er startete an einem Strand nahe Wissant, einem Nachbarort von Calais. Ziel war der Strand von Dover auf der englischen Seite. Für die 35 Kilometer lange Strecke benötigte das UAV 72 Minuten.

Grenzen der Drohnentechnik erweitert

Mit dem Flug wollte Ocuair-Chef Richard Gill zeigen, was Drohnen können - und natürlich eine Pionierleistung vollbringen. "Es ist schwer zu sagen, wie viele Rekorde wir heute aufgestellt oder gebrochen haben, aber meines Wissen nach bin ich der erste, der einen Quadcopter über den Ärmelkanal geflogen hat", sagte Gill. "Dieser Versuch erweitert die Grenzen dessen, was mit dieser Technik möglich ist."

Unternehmen wie Amazon oder Google wollen künftig Pakete per Drohne ausliefern lassen. Die Deutsche Post hat 2014 sogar schon einen Quadcopter auf die Nordseeinsel Juist fliegen lassen.

Die Drohne hätte auch autonom fliegen können

Für den Flug hatte Ocuair die Erlaubnis der französischen und der britischen Luftaufsicht eingeholt. Deshalb durfte der Quadrocopter auch nicht autonom in Richtung England fliegen. Gill fuhr deshalb mit einem Schlauchboot hinter der Drohne her und steuerte sie. Allerdings hätte die Drohne laut Ocuair die Strecke auch autonom schaffen können.

Das UAV zu steuern, war nicht ganz einfach: Der englische Kanal ist eine der am meisten befahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt. Schlauchboot und Drohne mussten unterwegs zwei großen Schiffen ausweichen. Spannend wurde es bei Kilometer 23, als die Drohne plötzlich einen Satz zur Seite machte. Gill musste daraufhin die GPS-Steuerung abschalten und den Copter die letzten 20 Minuten mit der Hand und ohne GPS-Unterstützung steuern.

Bemannt und elektrisch über den Kanal

Die erste Überquerung des Ärmelkanals fand am 25. Juli 1909 statt, als der französische Flugpionier Louis Blériot von Calais nach Dover flog. Im vergangenen Jahr erinnerte Luftfahrtkonzern Airbus mit einer eigenen Premiere daran: Am 10. Juli 2015 überquerte Didier Esteyne den Kanal in dem Elektroflugzeug Airbus E-Fan 2.0.

Die Drohne mit der Bezeichnung Enduro 1 war eine Sonderanfertigung für dieses Projekt. Die Motoren waren besonders effizient. Den Strom lieferten zwei Akkus mit einer Kapazität von je 22 Amperestunden.


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Pulsar 26. Feb 2016

Die Frage ist doch eher, was man als UAV klassifiziert. Meines Wissens waren V1 und V2...

oliwor 25. Feb 2016

boot? schwimmen!

Sebbi 25. Feb 2016

Bei welcher Spannung? 3S oder 4S? Oder gar 6S? Das ist ein riesiger Unterschied ;-) Hier...



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