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X-37B OTV nach der Landung: Spekulation über Nutzlast
X-37B OTV nach der Landung: Spekulation über Nutzlast (Bild: Boeing)

Drohne: Unbemanntes Raumfahrzeug landet nach 469 Tagen

X-37B OTV nach der Landung: Spekulation über Nutzlast
X-37B OTV nach der Landung: Spekulation über Nutzlast (Bild: Boeing)

X-37B, ein von Boeing entwickeltes unbemanntes Raumfahrzeug, ist nach 469 Tagen im All zur Erde zurückgekehrt. Damit wollte die US-Luftwaffe die Fähigkeit für Langzeitmissionen des Raumfahrzeugs testen. Über dessen Nutzlast gab es wilde Spekulationen.

Nach 469 Tagen im Weltraum ist die Drohne X-37B Orbital Test Vehicle (OTV) auf der Luftwaffenbasis Vandenberg gelandet. Die Weltraumdrohne war am 5. März 2011 vom Startplatz in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Um 5:48 Uhr Ortszeit (14.58 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) setzte das OTV im US-Bundesstaat Kalifornien auf.

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Ähnliche Form wie Spaceshuttle

Das vom US-Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing entwickelte X-37B Orbital Test Vehicle erinnert von seiner Form her an das Spaceshuttle. Allerdings hat es ein kombiniertes Höhen- und Seitenleitwerk (V-Leitwerk) und deutlich kleinere Tragflächen. Die Spannweite beträgt rund 4,5 Meter. Außerdem hat es mit einer Länge von knapp 9 Metern nur ein Viertel der Größe des Spaceshuttles.

Die Konstruktionsweise ähnele der des Spaceshuttles, sagt Boeing. Allerdings verfüge das OTV über einige wichtige Neuerungen. So sei statt Aluminium ein leichterer Verbundwerkstoff eingesetzt worden. Außerdem sei eine neue Technik für die Hitzeschildkacheln verwendet worden - diese waren immer ein kritischer Punkt beim Spaceshuttle.

Kleine Ladebucht

X-37B operiert in einer unteren Umlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo), wo er mit einer Geschwindigkeit von rund 28.000 Kilometern in der Stunde um die Erde fliegt. Die Aufgaben von X-37B sind nicht ganz klar: So soll das Raumfahrzeug wissenschaftliche Experimente durchführen. Es könnte auch Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation bringen, wenn auch nur in begrenztem Rahmen: Die Ladebucht misst nur 2,1 x 1,2 Meter.

Allerdings kann das OTV noch mehr: Wegen seiner Manövrierbarkeit und Flexibilität eignet es sich auch gut für Spionagemissionen. Tatsächlich hat die US-Luftwaffe nichts darüber gesagt, welche Nutzlast OTV-2 bei seinem 15-monatigen Flug an Bord hatte. Entsprechend wurde über die Natur der Instrumente spekuliert. Manche glaubten, diese seien dazu gedacht, Spionagesatelliten anderer Länder auszuspionieren. Andere glaubten, Zweck sei gewesen, die chinesische Raumstation Tiangong zu überwachen. Letzteres zumindest hält Brian Weeden für unwahrscheinlich. Wenn das US-Militär Tiangong beobachten wolle, stünden ihm genug andere Mittel als die X37-B dafür zur Verfügung, sagte der Experte von der Secure World Foundation dem US-Technologiemagazin Wired.

Zwei Raumfahrzeuge

Zwei dieser rund 1 Milliarde US-Dollar teuren Raumfahrzeuge dieses Typs hat Boeing gebaut. OTV-1 war im April 2010 zu seinem Erstflug gestartet, der 220 Tage dauerte. Im Dezember 2010 kehrte die Drohne zur Erde zurück. Es sei das erste unbemannte US-Raumfahrzeug, das aus dem Weltraum zurückgekommen und autonom gelandet sei, sagt der Hersteller.

"Nach der Außerdienststellung der Spaceshuttle-Flotte bietet das X-37B-OTV-Programm die einzigartige Möglichkeit für die Entwicklung von Raumfahrttechnologie", erklärte Oberstleutnant Tom McIntyre, der das Programm leitet. Mit dem Flug von OTV-2 habe die US-Luftwaffe unter anderem herausfinden wollen, um wie viel sich eine OTV-Mission verlängern lassen könne. Als Nächstes wird wieder OTV-1 in den Leo fliegen - der Start ist noch für dieses Jahr geplant.


eye home zur Startseite
JTR 19. Jun 2012

Atomwaffen machen mir keine Angst. Unverantwortliche Banker und Manager aber schon. Und...

Der Spatz 19. Jun 2012

Wir wissen doch, dass die "Amerikaner" sich nie an eine Abmachungen halten. Wieso sollten...

HabeHandy 18. Jun 2012

Die sowjetische Raumfähre Buran von <1988 konnte schon automatisch landen, daher ist die...

liter 18. Jun 2012

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