Drohne: Northrop Grumman simuliert Flugzeugträgermanöver mit X-47B
X-47B: Einweisen wie bemanntes Flugzeug (Bild: Northrop Grumman)

Drohne Northrop Grumman simuliert Flugzeugträgermanöver mit X-47B

Northrop Grumman und die US-Marine bereiten die Drohne X-47B auf den Einsatz auf dem Flugzeugträger vor: Kürzlich wurde ferngesteuertes Fahren getestet. Demnächst soll der Katapultstart geübt werden. 2013 geht's dann aufs Schiff.

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Der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Northrop Grumman und die US-Marine (US-Navy) haben erstmals das ferngesteuerte Fahren der Drohne X47-B getestet. Das Manöver soll später an einem Ort durchgeführt werden, der gewisse Herausforderungen an den Lenker stellt: das Deck eines Flugzeugträgers.

  • Drohne X-47B beim ferngesteuerten Fahren auf dem Rollfeld. (Foto: Northrop Grumman)
  • Simulierte Fahrt auf dem Flugdeck: Der in gelb gekleidete Einweiser gibt mit Gesten die Richtung vor. Der Drohnenlenker steht hinter ihm und fährt die X-47B per Fernsteuerung. (Foto: Northrop Grumman)
Drohne X-47B beim ferngesteuerten Fahren auf dem Rollfeld. (Foto: Northrop Grumman)

Die Drohne wird am Boden mit einer Steuerung, der Control Display Unit (CDU), bedient, die Northrop Grumman entwickelt hat. Mit der CDU kann der Drohnensteuerer den Schub der Triebwerke regeln und so das unbemannte Fluggerät (UAV) in Bewegung setzen, er kann das UAV bremsen und das Bugrad drehen, um die Fahrtrichtung zu ändern. Vorteil dieser Methode sei, dass die Drohne fahren könne und nicht geschleppt werden müsse, erklärte Daryl Martis von Northrop Grumman.

Einweiser mit gelber Kleidung

Das Manöver läuft ab wie einem bemannten Flugzeug: Der Drohnensteuerer arbeitet dabei mit einem Einweiser zusammen. Das an seiner gelbe Arbeitskleidung erkennbare Besatzungsmitglied zeigt mit den üblichen Gesten an, wo das UAV hin soll, und der Drohnensteuerer folgt den Anweisungen - ebenso wie ein Pilot, der in einer Maschine sitzt.

Northrop Grumman und US-Navy haben diese Manöver erstmals demonstriert - zur Sicherheit nicht auf dem bevölkerten Deck eines Flugzeugträgers, sondern an Land, auf dem Marinefliegerstützpunkt Patuxent River im US-Bundesstaat Maryland. Bei dem Test, der laut Northrop Grumman bereits Anfang des Monats stattfand, sei zunächst die Steuerung der Drohne getestet worden. Anschließend seien Fahrten der Drohne zum Startkatapult sowie aus der Landezone nach einer Landung auf einem Flugzeugträger simuliert worden.

2013 auf den Flugzeugträger

Das X-47B Unmanned Combat Air System hat der Northrop Grumman für die US-Marine entwickelt. Die Drohne soll von Flugzeugträgern aus eingesetzt werden. Der Test war eine Vorbereitung darauf. Nächster Schritt wird ein Katapultstart sein, der noch in diesem Jahr erfolgen soll, allerdings ebenfalls an Land. Im kommenden Jahr soll das UAV erstmals von einem Flugzeugträger aus operieren. Der Erstflug fand Anfang 2011 statt.

Die Drohne ist ein knapp 12 Meter langes Nurflügelflugzeug mit einer Spannweite von knapp 19 Metern. Um auf dem Flugzeugträger Platz zu sparen, können die Tragflächen teilweise eingeklappt werden. X-47B kann über 12 Kilometer hoch fliegen. Die Reichweite beträgt rund 4.000 Kilometer. Um den Einsatzradius zu vergrößern, soll das UAV autonom in der Luft aufgetankt werden.


xnu!7 20. Nov 2012

Einfach mal Luft- und Raumfahrttechnik studieren und einige Jahre im Bereich...

Sharra 19. Nov 2012

Eigentlich schlimmer. Würden sie die Dinger mit handelsüblicher Technik bestücken, wären...

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