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Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung (Bild: Bundesministerium für Gesundheit)

Drogenbericht Bundesregierung: Onlinespiele und Internet statt Alkohol und Tabak

Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung (Bild: Bundesministerium für Gesundheit)

In ihrem alljährlich vorgelegten Drogenbericht weist Mechthild Dyckmans, Beauftragte der Bundesregierung, auf das starke Wachstum der Onlinegames- und Internetsüchtigen hin.

Während in vielen Bevölkerungsgruppen - insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen - Alkohol und Tabak eine immer kleinere Rolle spielen, registriert die Drogenbeauftragte der Bundesregierung eine zunehmende Verbreitung von exzessivem oder pathologischem Computerspiel- und Internetgebrauch. Etwa 250.000 der 14- bis 24-Jährigen gelten laut dem heute in Berlin veröffentlichten Drogenbericht als internetabhängig, 1,4 Millionen als problematische Internetnutzer. "Wir möchten in diesem Bereich nicht nur die Datenlage durch Studien weiter verbessern", sagte Mechthild Dyckmans Dyckmans. "Es bedarf auch weiterer Anstrengungen zur besseren Aufklärung der Menschen über einen verantwortungsvollen Computer- und Internetgebrauch und zur Verbesserung der Hilfsangebote."

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Laut dem Bericht verzeichnen die Suchtberatungsstellen in den vergangenen Jahren eine steigende Nachfrage, derartige Störungen zu behandeln. Dennoch sei noch nicht abschließend geklärt, wann tatsächlich von Abhängigkeit zu sprechen ist. Die Nutzungszeit allein ist laut dem Bericht kein belastbares Kriterium. Es müssten noch andere Faktoren hinzukommen: Es müsse so exzessiv gespielt werden, dass die Betroffenen die "Anforderungen des täglichen, sozialen und beruflichen Lebens völlig vernachlässigen und die Internetnutzung nicht einschränken können, obwohl sie um den schädlichen Gebrauch wissen". Anfällig dafür seien vor allem Jugendliche im Pubertätsalter und in den damit verbundenen Entwicklungsprozessen.

Seit Ende 2010 fördert das Bundesministerium für Gesundheit die repräsentative Studie "Prävalenz der Internetabhängigkeit" (PINTA I) der Universitäten Greifswald und Lübeck. Sie soll helfen herauszufinden, wie oft pathologische Internetnutzung in Deutschland vorkommt. Bislang liegen Schätzwerte vor: Demnach gelten in der Gruppe der 14- bis 64-Jährigen rund 560.000 Menschen als internetabhängig und rund 2,5 Millionen als problematische Internetnutzer. Die meisten davon sind jung: Unter den 14- bis 24-Jährigen zeigen 250.000 Anzeichen einer Abhängigkeit und 1,4 Millionen ein problematisches Nutzungsverhalten.

Bei den 14- bis 16-Jährigen sind laut den Wissenschaftlern 100.000 Abhängige und 400.000 problematische Nutzer. In einer Folgeuntersuchung (PINTADiari) sollen ausführliche klinische Interviews geführt werden, um mehr über den pathologischen Internetgebrauch der 14- bis 64-Jährigen in Deutschland zu erfahren. Die Ergebnisse werden für Mitte 2013 erwartet.


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Leseratte 29. Mai 2012

Der Artikel weist u.a. folgende Aussage vor: "Bislang liegen Schätzwerte vor: Demnach...

IT.Gnom 23. Mai 2012

ich meinte eigentlich der Tatort: World of Warcraft die Droge: Achievements und Epics der...

elgooG 23. Mai 2012

Vielleicht liegt es einfach nur am Fortschritt und daran, dass sich Kulturen entwickeln...

Noppen 23. Mai 2012

Nee, ist bestimmt nicht weniger verbreitet. Ist nur politisch in keiner Weise gewollt...

IceCube 23. Mai 2012

Jo oder Feuerwehr oder sowas. Da hat man wenigsten noch reale und wichtige Sozial...

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