DRM: HTML5 bald Defective by Design?
Kampagne gegen die Encrypted Media Extensions für HTML5 (Bild: Defective by Design)

DRM HTML5 bald Defective by Design?

Seit geraumer Zeit schwelt ein Streit um das Thema DRM für HTML5. Das W3C arbeitet dazu an der Encrypted Media Extensions (EME), einem Webstandard für kopiergeschützte Inhalte.

Anzeige

Rund 15.000 Menschen haben bereits eine Petition gegen DRM in HTML5 unterzeichnet, nun wenden sich die diversen Organisationen, die sich für die Freiheit des Internets einsetzen, in einem offenen Brief an den W3C-Chef Tim Berners-Lee. Ihre Forderung: DRM darf keinen Einzug in Webstandards halten.

Die Encrypted Media Extensions (EME) seien ein desaströser Vorschlag, der HTML grundlegend verändern und den Einsatz von Kopierschutzsystemen fördern könne, warnen unter anderem die Free Software Foundation, die Electronic Frontier Foundation, die Open Knowledge Foundation und Creative Commons. Ihrer Ansicht nach sind es vor allem einige wenige große Unternehmen wie Microsoft und Netflix, die sich für EME einsetzen. Und diese hätten schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sie DRM-Systeme unterstützen, um ihre engen Beziehungen mit großen Medienunternehmen zu pflegen. Neben Microsoft und Netflix arbeitet auch Google an der Spezifikation von EME.

Die Unterzeichner des unter Defective by Design veröffentlichten Briefs sprechen sich grundsätzlich gegen DRM-Systeme aus, da diese die Freiheit der Nutzer einschränken und nur einigen wenigen Vorteile verschaffen.

Software, die EME unterstützt und damit die Umsetzung von DRM-Systemen im Web ermöglicht, könne nie frei im Sinne freier Software sein. Zudem stehe EME nicht im Einklang mit den Prinzipien des W3C. Nutzer müssten proprietäre Plugins installieren, um Webinhalte abzuspielen, die jeweils an bestimme Hard- und Software gebunden werden könnten. Es könne nicht im Sinne des W3C sein, es zu fördern, dass Unternehmen geheimen Code auf den Systemen der Nutzer ausführen.

Das Argument, EME sei selbst kein DRM-System und daher im Einklang mit den Grundsätzen des W3C, weisen die Unterzeichner zurück, denn EME habe keinen anderen Zweck, als DRM-Systeme im Web zu ermöglichen.

Netflix, das Filme und Serien per Stream anbietet, hat erst vor kurzem angekündigt, von Microsofts Silverlight auf HTML5 umzusteigen und beteiligt sich dazu an der Entwicklung der entsprechenden W3C-Spezifikationen: Media Source Extensions (MSE), Encrypted Media Extensions (EME) und Web Cryptography API (Webcrypto), die Netflix zusammen als HTML5 Premium Video Extensions bezeichnet. Als erster Browser unterstützt Googles Chrome MSE und EME die neuen Techniken, so dass Netflix für Samsungs Chromebook mit ARM-Prozessor einen HTML5-Player anbieten kann. Ein HTML5-Player für Windows und Mac OS ist bei Netflix derzeit im Test.


Anonymer Nutzer 01. Mai 2013

Ja ich weiß sehr wohl was in deinem ersten Post drin steht, in dem Du die Kritiker von...

Schnarchnase 28. Apr 2013

Schon mal lesen gelernt oder alternativ den nuhrschen Ratschlag selbst befolgt?

Anonymer Nutzer 28. Apr 2013

Wahrscheinlich, allerdings kommt das "gegängelt fühlen" ja wieder auf den individuellen...

Anonymer Nutzer 28. Apr 2013

Huhu ChowYunFat, ich habe das Ganze bereits in einem anderen Thread erläutert, aber ich...

Anonymer Nutzer 27. Apr 2013

Absolute Zustimmung. Und genau deshalb bleibt die einzige Alternative: Verzicht dieser...

Kommentieren



Anzeige

  1. Security- und Netzwerktechniker (m/w)
    BAGHUS GmbH, München
  2. Solution Engineer (m/w)
    SCHEMA Consulting GmbH, Nürnberg
  3. Software Engineer (m/w) Schwerpunkt: Aufsichtliches Meldewesen
    Schwäbisch Hall Kreditservice AG, Schwäbisch Hall
  4. IT Risk Officer/IT Risiko Spezialist (m/w) für Operatives Risiko Management
    Vattenfall Europe Business Services GmbH, Hamburg, Berlin, Amsterdam (Niederlande)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Digitale Agenda

    Bund will finanzielle Breitbandförderung festschreiben

  2. DVB-T2

    HDTV sollte unverschlüsselt über Antenne kommen

  3. Wissenschaft

    Hören wie die Fliegen

  4. iWatch

    Apples Smartwatch könnte aus zwei Teilen bestehen

  5. Phishing-Angriffe

    Nigerianische Scammer rüsten auf

  6. Nvidia Shield Tablet ausprobiert

    Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller

  7. Videostreaming

    Telekom sieht Youtube-Problem erneut bei Google

  8. Mozilla

    Kompakte String-Kodierung in Firefox spart Speicher

  9. Smart City

    New Yorker sollen sich gegenseitig überwachen

  10. Voltair

    Googles Qt-5-Spiel für Android



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Suchmaschinen Deutsche IT-Branche hofft auf Ende von Googles Vorherrschaft
  2. Quartalsbericht Google steigert Umsatz um 22 Prozent
  3. Project Zero Google baut Internet-Sicherheitsteam auf

Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

    •  / 
    Zum Artikel