Ein Kickstarter-Projekt will eine DRM-freie Alternative zu Blu-ray schaffen.
Ein Kickstarter-Projekt will eine DRM-freie Alternative zu Blu-ray schaffen. (Bild: Terry Hancock)

DRM-freie Filme Kickstarter-Projekt Lib-Ray will offene Blu-ray-Alternative

Ein Kickstarter-Projekt namens Lib-Ray will eine offene und DRM-freie Alternative zu Blu-ray etablieren. Dazu sollen bereits vorhandene Formate verwendet werden. Als Speichermedium sollen SDHC-Karten dienen.

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Der Independent-Film- und -Serien-Produzent Terry Hancock hat ein Kickstarter-Projekt gestartet, das als freie Alternative zu Blu-ray aus bestehenden Formaten und Codecs zusammengestellt werden soll. Ziel sei es, Lib-Ray als offenen und DRM-freien Standard für HD-Videos zu etablieren. Darüber hinaus soll Lib-Ray auch Funktionen bieten, die Blu-ray nicht hat, etwa die Einbindung in Archivierungssoftware.

Lib-Ray-Inhalte sollen auf SDHC-Karten ausgeliefert werden statt auf optischen Medien, um die Einschränkungen der Player-Firmware zu umgehen. Filme sollen in einem Matroska-Container bereitgestellt werden. Als Videocodec sollen VP8 genutzt, die Audiotracks im Vorbis- (OGG) oder Flac-Format eingebunden werden.

Player in Python

Die Bitraten der Inhalte sollen mit 12 bis 24 Mbps in etwa dem Blu-ray- oder HD-Standard entsprechen. Zunächst soll das Standard-HD-Format 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde unterstützt werden. Möglicherweise soll Lib-Ray um 60 Bilder pro Sekunde, 3D-Inhalte und 4K mit 4.096 x 2.048 Pixeln erweitert werden.

Das Menüsystem soll auf HTML5 basieren, ein experimenteller Player soll Webkit und das Gstreamer-Framework nutzen und zunächst in Python umgesetzt werden. Möglicherweise müsste die Javascript-Engine in Webkit noch erweitert werden, alle benötigten Funktionen sollen aber dem gegenwärtigen HTML-Standard entsprechen.

Freie Filmsammlung als Referenz

Mit dem gesammelten Kickstarter-Geld will Hancock den Film Sita Sings the Blues und eine Filmsammlung aus den bisherigen Blender-open-Movie-Filmen, Elephants Dream, Big Buck Bunny und Sintel als Referenz zusammenstellen. Außerdem will er die Abspielsoftware programmieren, die auf Python und Gstreamer basiert. Sie soll in einem GNU-/Linux-basierten Mediacenter integriert werden. Eine Gtk-Applikation soll die Konvertierung in das Lib-Ray-Format aus dem Originalmaterial erleichtern und schließlich das Lib-Ray umfangreich dokumentiert werden.

Blu-ray sei eine begrüßenswerte und optimale Weiterentwicklung des DVD-Formats, vor allem wegen des verwendeten HD-Formats. Alternativen zu Blu-ray gebe es aber kaum, schreibt Hancock, der Produzent der animierten Serie Lunatics. Zwar können Inhalte im Blu-ray-Format auch ohne DRM und Verschlüsselung gepresst und verkauft werden. Trotzdem müssen die Verschlüsselung AACS und die sogenannte BD-ROM-Markierung auf jeder Blu-ray vorhanden sein, und dafür fallen Lizenzgebühren an. Denn das DRM in Blu-ray habe die meisten Kosten verursacht, sagte Hancock. Und diese Lizenzgebühren gehen an das Blu-ray-Konsortium, allen voran Sony. Sie werden möglicherweise genutzt, um weitere DRM-Technologie und effektivere Verschlüsselung zu entwickeln.


Ampel 25. Mai 2012

Wenn die Codecs zur Wiedergabe frei sind oder wären ,dann würde sch auch die BD nach und...

Kampfmelone 08. Mai 2012

Ich auch nicht. Hat der Fuchs entfernt, bevor die Disk richtig gemountet ist.

mambokurt 07. Mai 2012

Weil sie es jetzt schon sind ;D SD Kartenleser kosten 5¤, das billigste BD Laufwerk...

Cohaagen 07. Mai 2012

Es besteht bereits ein größerer Massenmarkt für Flash-Speicher und SDHC-Medien... die...

Ampel 06. Mai 2012

Unter Linux ist es nicht einfach Blu-Ray Filme abzuspielen . Geschweige den H264X Codec...

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