Der ausgebrannte Akku einer 787 von JAL
Der ausgebrannte Akku einer 787 von JAL (Bild: Reuters Pictures)

Dreamliner Tesla-Chef hält Akkus der Boeing 787 für Konstruktionsfehler

Wegen Bränden in den Akkus des Dreamliner 787 darf Boeings neues Passagierflugzeug derzeit nicht starten. Elon Musk, Chef von Tesla Motors und SpaceX, hält einen prinzipiellen Konstruktionsfehler für die Ursache - die Akkus seiner Elektroautos sind nämlich anders aufgebaut.

Anzeige

Weltweit haben sich Flugsicherheitsbehörden nach einem Zwischenfall in Japan im Januar 2013 entschlossen, der Boeing 787 - Zusatzname Dreamliner - ein Startverbot zu erteilen. Am 16. Januar musste eine Maschine der Fluglinie ANA notlanden, weil einer der großen Lithium-Ionen-Akkus Feuer gefangen hatte, was schließlich auch zu Rauchentwicklung in der Passagierkabine führte. Es war nicht der erste Vorfall dieser Art, zuvor hatte ein Akku einer JAL-Maschine in Boston am Boden Feuer gefangen.

Luftfahrtexperten äußerten daraufhin grundsätzliche Kritik an der Verwendung dieses Akkutyps, der auch in vielen anderen Geräten wie Notebooks, Smartphones und Tablets zum Einsatz kommt. Dem Fachmedium Flightglobal sagte aber nun Elon Musk, Chef von Tesla Motors und dem Raumfahrtunternehmen SpaceX, dass das Problem nicht am Typ des Akkus, sondern an seiner Bauform liegen könnte.

"Unglücklicherweise ist die Architektur der Akkupacks, die an Boeing geliefert wurde, grundsätzlich unsicher", erklärte Musk, der mit SpaceX auch ein direkter Konkurrent von Boeing ist. Ein Akku der 787 besteht aus acht recht großen Zellen, während Musk in den Tesla-Fahrzeugen Tausende sehr kleine Zellen verwendet.

Dominoeffekt vor allem bei großen Zellen

Seiner Meinung nach sind die Risiken bei großen Zellen, die eng nebeneinander verbaut werden, größer als bei kleineren Energiespeichern. Wenn sich eine der Zellen überhitze, könne sie dabei viel Wärme über eine große Fläche an die benachbarten abgeben, was zu einem Dominoeffekt führte, so Musk. Dadurch könne der gesamte Akkupack dann Feuer fangen.

Auch die großen Zellen an sich sieht Musk als Problem an: "Es ist viel schwerer, eine gleichmäßige Temperatur in einer großen Zelle beizubehalten, weil die Entfernung von der Mitte der Zelle bis zu ihren Rändern größer ist, was das Risiko von Wärmebrücken erhöht." Unterstützung erhält Musk in dem Bericht von Flighglobal durch einen Professor des MIT. Donald Sadoway, der dort Elektrotechnik mit Schwerpunkt Materialchemie lehrt, sagte: "Ich hätte die gleichen Worte dafür benutzt".

Elektrik statt Hydraulik in der Boeing 787 

tingelchen 04. Feb 2013

Im gleichen Artikel steht allerdings auch: Er steht mit seiner Meinung also nicht alleine...

tingelchen 04. Feb 2013

Ne, geht nicht. Das Zeug brennt nicht. Respektive... laut Vorschriften und Siegel sollte...

NIKB 02. Feb 2013

Was du vermutlich meinst: Bei Airbus fliegt man schon lange By-Wire. Das stimmt. Die...

David64Bit 01. Feb 2013

Noch einer der sein Hirn einschalten kann und sich Gedanken machen kann...find ich gut!

swisspower 01. Feb 2013

Und warum genau ist Tesla angeschlagen?

Kommentieren



Anzeige

  1. Big Data Engineer (m/w)
    TeamViewer GmbH, Göppingen oder Stuttgart
  2. Support Mitarbeiter Anwendungssupport/IT-Consult- ant Trainee (m/w)
    FirstProject Consulting GmbH, Hamburg
  3. Informatiker (m/w)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  4. Webentwickler (m/w) IT
    Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG, Solingen

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. 3 Blu-rays für 20 EUR
    (u. a. Man of Steel, Der große Gatsby, Ohne Limit, Inception)
  2. The Dark Knight (Steelbook) (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Edition]
    14,99€ - Release 31.03.
  3. Wacken - Der Film (inkl. 2D-Version) [Blu-ray]
    8,97€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Firmware-Update bringt Sprachnachrichten auf die Konsole

  2. Elektromobilitätsgesetz

    Bundesrat gibt Elektroautos mehr Freiheiten

  3. 2160p60

    Youtube startet fordernde 60-fps-Videos in scharfem 4K

  4. Nuclide

    Facebook stellt quelloffene IDE vor

  5. Test Borderlands Handsome Collection

    Pandora und Mond etwas schöner

  6. Net-a-Porter

    Amazon soll vor 2-Milliarden-Dollar-Übernahme stehen

  7. Fire TV mit neuer Firmware im Test

    Streaming-Box wird vielfältiger

  8. Knights Landing

    Die Xeon Phi beherbergt Intels bisher größten Chip

  9. Volker Kauder

    Mehr deutsche Teststrecken für selbstfahrende Autos gefordert

  10. Wearable

    Smartwatch Olio soll vor Benachrichtigungsflut schützen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Mini-Business-Rechner im Test: Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
Mini-Business-Rechner im Test
Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
  1. Shuttle DS57U Passiver Mini-PC mit Broadwell und zwei seriellen Com-Ports
  2. Broadwell-Mini-PC Gigabytes Brix ist noch kompakter als Intels NUC
  3. Mouse Box Ein Mini-PC in der Maus

Openstack: Viele brauchen es, keiner versteht es - wir erklären es
Openstack
Viele brauchen es, keiner versteht es - wir erklären es
  1. Cebit 2015 Das Open Source Forum debattiert über Limux

Raspberry Pi 2: Die Feierabend-Maschine
Raspberry Pi 2
Die Feierabend-Maschine
  1. GCHQ Bastelnde Spione bauen Raspberry-Pi-Cluster
  2. Raspberry Pi 2 Fotografieren nur ohne Blitz
  3. Internet der Dinge Windows 10 läuft kostenlos auf dem Raspberry Pi 2

  1. Re: Die "Haben ja nichts zu verbergen" Fraktion

    Wallbreaker | 02:38

  2. Re: Alter hut

    Pete Sabacker | 01:59

  3. Re: Anfällige Mechanik

    Pete Sabacker | 01:34

  4. Re: Geht WPS endlich?

    oSu. | 01:24

  5. Re: Ich habe keinen Bedarf für ein Elektroauto

    Gwfr3ak | 01:03


  1. 17:09

  2. 15:52

  3. 15:22

  4. 14:24

  5. 14:00

  6. 13:45

  7. 13:44

  8. 13:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel