Der ausgebrannte Akku einer 787 von JAL
Der ausgebrannte Akku einer 787 von JAL (Bild: Reuters Pictures)

Elektrik statt Hydraulik in der Boeing 787

Anzeige

Sadoway hatte auch in einem anderen Bericht, diesmal bei Forbes, vor kurzem darauf hingewiesen, dass die großen Zellen problematisch sind: Nur die an den Rändern der Akkupacks können gut gekühlt werden, eine im Inneren kann überhitzen, sich aufblähen und schließlich Feuer fangen. Er zeigte sich überrascht, dass Boeing offenbar keine aktive Kühlung für die Akkus vorgesehen hat.

Womöglich muss Boeing also nur die Bauform der Akkus verändern und von großen auf kleine Zellen umsteigen, um das Konzept des Dreamliners beizubehalten. Für die knapp 30 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akkus hatte sich Boeing entschieden, weil der Dreamliner auf Gewicht optimiert wurde, um Treibstoff zu sparen.

Dreamliner voll auf Elektrik ausgelegt

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde nicht nur ein Großteil des Flugzeugs aus Verbundwerkstoffen statt Metall konstruiert, auch viele Steuerungssysteme wurden von klassischer Hydraulik auf elektrischen Betrieb umgestellt. Die hydraulischen Systeme und deren Leitungen wiegen viel mehr als elektrische Komponenten. Die klassische Hilfsturbine im Heck eines Passagierflugzeugs, die man vor dem Start schon deutlich hören kann, erzeugt beim Dreamliner folglich keine Druckluft, sondern Strom.

Damit für die elektrischen Systeme aber stets genug Energie zur Verfügung steht - auch bei einem Ausfall der Hilfsturbine in der Luft -, musste Boeing Akkus mit hoher Kapazität verwenden. Gegenüber anderen in der Luftfahrt schon erprobten Nickel-Cadmium- und Blei-Säure-Zellen entschieden sich die Entwickler für Lithium-Ionen-Akkus, die gegenüber den anderen beiden Techniken eine höhere Energiedichte aufweisen. Die 787 wurde so auch das erste Verkehrsflugzeug, in dem Lithium-Ionen-Akkus für sicherheitsrelevante Systeme zugelassen wurden.

Ob das Konzept des Flugzeugs noch aufgeht, wenn statt dieser Akkus doch die schwereren Nickel-Cadmium-Zellen oder andere Stromspeicher verbaut werden müssen, ist noch nicht abzusehen. Ist ein Umstieg auf Hydraulik nötig, müsste der Dreamliner komplett überarbeitet werden, weil die nötigen Systeme und Leitungen dafür bisher nicht vorgesehen sind.

 Dreamliner: Tesla-Chef hält Akkus der Boeing 787 für Konstruktionsfehler

tingelchen 04. Feb 2013

Im gleichen Artikel steht allerdings auch: Er steht mit seiner Meinung also nicht alleine...

tingelchen 04. Feb 2013

Ne, geht nicht. Das Zeug brennt nicht. Respektive... laut Vorschriften und Siegel sollte...

NIKB 02. Feb 2013

Was du vermutlich meinst: Bei Airbus fliegt man schon lange By-Wire. Das stimmt. Die...

David64Bit 01. Feb 2013

Noch einer der sein Hirn einschalten kann und sich Gedanken machen kann...find ich gut!

swisspower 01. Feb 2013

Und warum genau ist Tesla angeschlagen?

Kommentieren



Anzeige

  1. SW-Entwickler (m/w) Industrialisierung von Motorsteuerungssoftware
    Continental AG, Regensburg
  2. Fachinformatiker (m/w)
    ADAC TruckService GmbH & Co. KG, Laichingen
  3. Anwendungs- und Softwareberater/in
    Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Mitarbeiter Qualitätssicherung (m/w)
    ipoque GmbH, Leipzig

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. PREIS-TIPP: Lenovo Flex 2-15 39,6 cm (15.6" FHD IPS Touch) Convertible Notebook (Intel Core i3-4030U, 4GB, 128GB SSD, Win8.1) schwar
    399,00€ (Bestpreis!)
  2. PS4 + Bloodborne + 2 Controller + Cam
    399,00€
  3. PREIS-TIPP: Lenovo Flex 2-14 35,6 cm (14" FHD IPS Touch) Convertible Notebook (Intel Core i3-4030U, 8GB, 128GB SSD, GeForce 840M/2 G
    499,00€ (Bestpreis!)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Googles Project Vault

    Der Krypto-Rechner auf der SD-Karte

  2. Project Jacquard

    Google webt Trackpads aus Stoff in Kleidungsstücke

  3. Project Abacus

    Google will Passwörter eliminieren

  4. Apple

    Tim Cook spendet 50.000 Apple-Aktien für wohltätige Zwecke

  5. Unsichere Apps

    Millionen Kundendaten gefährdet

  6. Silk-Road-Prozess

    Lebenslange Haft für Ross Ulbricht

  7. Die Woche im Video

    Rasende Rennautos, gemächliches Google, schnelles Smartphone

  8. Kritische Infrastruktur

    Weitere Beweise für Geheimdienstangriff auf Bundestag

  9. Überwachung

    Berliner abgehört - aus Protest gegen die NSA

  10. Tor

    Hidden Services leichter zu deanonymisieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Android M: Google zeigt neues System für App-Berechtigungen
Android M
Google zeigt neues System für App-Berechtigungen
  1. Sprachassistent Google Now wird schlauer
  2. Google I/O Spezielles Google-Betriebssystem für Internet der Dinge

LG G4 im Test: Wer braucht schon den Snapdragon 810?
LG G4 im Test
Wer braucht schon den Snapdragon 810?
  1. LG G4 im Hands On Hervorragende Kamera und edle Leder-Optik
  2. Smartphone LG G4 kommt mit 16-Megapixel-Kamera
  3. Werbeaktion LG will 4.000 G4 vor dem Verkaufsstart verteilen

Digitaler Wandel: "Haben Sie Google zerschlagen, kommt der nächste"
Digitaler Wandel
"Haben Sie Google zerschlagen, kommt der nächste"
  1. Störerhaftung Abmahner fordern Registrierung aller WLAN-Nutzer
  2. Freifunker zur Störerhaftung Bundesweites WLAN-Passwort ist keine Lösung
  3. Störerhaftung Auch private Hotspots können geschäftsmäßig sein

  1. Re: Oha...

    Tzven | 20:24

  2. Danke!

    BilboBeutlin | 20:20

  3. Re: Unglaublich, was für eine Nachricht, 6...

    Noro_Eisenheim | 20:17

  4. Re: Es ist noch zu früh, Ihnen Zugang zu Ihrem...

    Wallbreaker | 20:06

  5. Re: trackpad ... in der Unterwäsche

    Eheran | 20:02


  1. 16:27

  2. 14:12

  3. 13:39

  4. 12:55

  5. 12:21

  6. 11:04

  7. 09:01

  8. 18:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel