DRAM Micron liefert Muster von DDR4-DIMMs aus

Der Speicherhersteller Micron hat einige seiner wichtigsten Kunden bereits mit vollständigen Speichermodulen nach dem kommenden DRAM-Standard DDR4 bemustert. Noch 2012 soll die Serienproduktion aufgenommen werden - früher als erwartet.

Anzeige

In einer Mitteilung bezeichnet Micron seine Muster als "vollständig funktionierende DDR-4-DRAM-Module". Dass es wirklich die ersten DRAM-Module nach DDR4 sind, behauptet Micron nicht - Samsung hat solche Prototypen bereits Anfang 2011 gezeigt.

Dennoch hat Micron eigenen Angaben zufolge größere Stückzahlen der Speicherriegel hergestellt und sie seit Beginn des Jahres 2012 an Serverhersteller verschickt. Aufgrund der positiven Erfahrungen bei den Kunden soll noch 2012 die Serienfertigung aufgenommen werden. Ein Micron-Sprecher sagte dazu: "Wir sind zuversichtlich, dass das Die, das wir den Kunden gegeben haben, auch das Die ist, mit dem wir in die Serie gehen."

Bisher stellt Micron nur 4-Gigabit-Chips in 30 Nanometern Strukturbreite her. Auf einem Modul sind nur acht Bausteine untergebracht. Das ergibt die für ein Server-DIMM recht geringe Kapazität von 4 Gigabyte. Später sollen aber auch Module mit bis zu 32 Chips (16 GByte) folgen. Der Hersteller will alle üblichen Bauformen wie RDIMM, SODIMM, UDIMM und LRDIMM anbieten.

Bis zu 3.200 MHz

DDR4 mit nur 1,2 Volt Spannung, höherem Takt und Businvertierung wird vor allem von den Serverherstellern dringend benötigt. Dort spielen immer höhere Speicherdichten eine große Rolle, und die Reduzierung der Leistungsaufnahme ist wichtig. Microns DIMMs erreichen aktuell effektiv 2.400 MHz und sollen auch auf 3.200 MHz gebracht werden, wie das der Jedec-Standard vorsieht.

Dieser Standard des Normierungsgremiums könnte nun schneller als bisher erwartet festgeschrieben werden. Laut Micron steht die Verabschiedung kurz bevor. Bisher wurde für das Jahr 2013 dafür ausgegangen. Ob allerdings auch die Prozessoren des Jahres 2013 schon fit für DDR4 sein werden, ist noch nicht abzusehen.

Bisher war für Intels Xeons auf Basis der nächsten Architektur Haswell nur von einem Termin im Jahr 2014 für DDR4-Unterstützung ausgegangen worden. Da der Standard aber nun schon 2012 ratifiziert werden könnte, ist nicht ausgeschlossen, dass der CPU-Hersteller auf seinem nächsten IDF im September 2012 doch einen Speichercontroller in Haswell beschreibt, der DDR4 beherrscht.


lokidiabel 08. Mai 2012

Prämisse_:Auch diese folgen thermischen und energetischen gesetzten. Jedes Watt was ich...

Kommentieren



Anzeige

Anzeige

  1. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  2. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  3. IT-Leiter/in
    Silvretta Montafon Bergbahnen AG über TCI Consult GmbH, St. Gallenkirch (Österreich)
  4. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  2. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  3. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  4. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  5. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  6. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  7. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  8. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  9. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  10. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel