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Elpida-Chips im März 2010
Elpida-Chips im März 2010 (Bild: Nicky Loh/Reuters)

DRAM-Hersteller: Micron kauft Elpida für 2,9 Milliarden Euro

Elpida-Chips im März 2010
Elpida-Chips im März 2010 (Bild: Nicky Loh/Reuters)

Der insolvente DRAM-Hersteller Elpida soll einen Käufer gefunden haben. Micron will den Konkurrenten übernehmen.

Laut mehreren unbestätigten Medienberichten wird Micron Technology den Konkurrenten Elpida Memory kaufen. Nach Informationen der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei soll der US-DRAM-Hersteller über 200 Milliarden Yen (1,92 Milliarden Euro) für das insolvente japanische Unternehmen zahlen. Die gesamte Übernahme soll fast 300 Milliarden Yen (2,9 Milliarden Euro) kosten.

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Die Entscheidung soll am 6. Mai 2012 auf einem Treffen der Topmanager getroffen worden sein.

Die New York Times berichtet, dass sich Micron Technology lediglich das Recht gesichert habe, als einziger für Elpida zu bieten.

Der letzte japanische DRAM-Hersteller hat am 27. Februar 2012 Gläubigerschutz bei einem Bezirksgericht in Tokio beantragt. Das Unternehmen hatte im Februar 448 Milliarden Yen (4,09 Milliarden Euro) Schulden. Elpida bekam am 23. März 2012 die Erlaubnis des Insolvenzgerichts, unter Führung von President Yukio Sakamoto bis Ende August einen Restrukturierungsplan für das Unternehmen aufzustellen. Nach Angaben der Analysten von IHS hatte Samsung zuletzt einen DRAM-Weltmarktanteil von 45 Prozent, Hynix hielt 22 Prozent und Elpida 12 Prozent.

Für Übernahme und einen Sanierungsplan benötigt Elpida die Zustimmung des Insolvenzgerichts und der Gläubiger.

Auch Toshiba und Hynix hatten Interesse an Elpida

Zuvor wurde bereits über andere Interessenten für Elpida berichtet, darunter der japanische Flashspeicherhersteller Toshiba und der südkoreanische Speicherhersteller Hynix Semiconductor.

Elpida entstand 1999 durch eine Fusion der DRAM-Sparten der beiden japanischen IT-Konzerne NEC und Hitachi. Fujitsu stieg im selben Jahr aus dem Bereich aus, Toshiba folgte 2001.

Nachtrag vom 11. Mai 2012, 9:38 Uhr

Elpida erklärte, dass die Übernahmegespräche mit Micron vom Insolvenzgericht genehmigt wurden.


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