Doo: Alle Dokumente an einem Platz
Doo startet in die offene Betaphase. (Bild: Doo)

Doo Alle Dokumente an einem Platz

Das Bonner Startup Doo will den Umgang mit Dokumenten wie Quittungen, Verträgen und Rechnungen revolutionieren. Die Doo-App sorgt dafür, dass alle Dokumente in der Cloud landen, führt gegebenenfalls eine Schrifterkennung (OCR) durch und verschlagwortet die Dokumente automatisch. Ab sofort kann Doo im Rahmen einer offenen Beta getestet werden.

Anzeige

Frank Thelen war die ständige Suche nach Quittungen, Verträgen und Rechnungen leid, die über seinen Schreibtisch und seine Festplatte zerstreut waren. "Ich habe viel zu viel Zeit damit verschwendet, diese zu suchen, zu sortieren und zu archivieren - nicht selten sind mir Dokumente auch einfach verloren gegangen", beschreibt Thelen die Situation, die zur Gründung von Doo führte. Denn mit Doo will er dieser Sucherei ein Ende bereiten.

Doo ist eine Applikation, sämtliche eigenen Dokumente an einem Platz abzuspeichern und dort darauf zuzugreifen. Ähnlich wie Dropbox kann Doo die in bestimmten Ordnern liegenden Dateien automatisch in die Cloud kopieren. Demnächst soll Doo dazu die Dokumente automatisch von verschiedenen Quellen importieren können. Die Betaversion erlaubt es bereits, E-Mail-Konten und den eigenen Dropbox-Account in Doo einzubinden. Demnächst soll auch Google mit Gmail, Google Docs und Google Drive unterstützt werden. Auch manuelle Uploads sind möglich.

Dokumente werden automatisch getaggt

Vor dem Upload der Dokumente führt Doo eine Schrifterkennung (OCR) durch, um diese anschließend anhand proprietärer Algorithmen mit relevanten Stichwörtern zu versehen. Diese Stichwörter nutzt Doo, um die jeweiligen Dokumente zu taggen, damit das Wiederfinden einfacher wird. Zudem stehen die in der Cloud gespeicherten Dokumente auf mehreren Clients zur Verfügung. So sollen sich Dokumente beispielsweise auch nach den darin enthaltenen Datumsangaben und Personen wiederfinden lassen, ohne dass Nutzer diese selbst eingeben müssen.

Dabei verbindet Doo öffentliche Daten wie Firmen und Orte mit den persönlichen Informationen des Nutzers, um möglichst sinnvolle Tags zu erstellen. All das geschieht in der App und nicht auf den Doo-Servern, so dass es nicht notwendig ist, seine persönlichen Daten an Doo zu übermitteln. So kann die App auch komplett offline genutzt werden.

Ist die automatische Synchronisation aber aktiviert, so speichert Doo jede Version eines Dokuments als Backup in der Cloud.

Beta für OS X und Metro

In der Betaversion ist die Erkennung von Dokumenten allerdings noch eingeschränkt und Doo erkennt nur fünf Typen von Dokumenten: Kassenzettel, Rechnungen, Verträge, Handbücher und Lieferbestätigungen. Der Erkennungsalgorithmus soll aber Schritt für Schritt erweitert werden, um möglichst viele verschiedene Dokumente automatisch zu erkennen.

  • Doo - Start-Wizard (OS X)
  • Zugriff auf Dropbox, Google und E-Mail einrichten (OS X)
  • Die Dokumentenübersicht in Doo (OS X)
  • Dokumente nach Unternehmen sortieren (OS X)
  • Dokumente nach Personen sortieren (OS X)
  • Dokumententypen in Doo (OS X)
  • Doo-Überischt in der Metro-Ansicht von Windows 8
  • Doo-Filter in der Metro-Ansicht von Windows 8
  • Detailansicht unter Windows 8 (Metro)
  • Snapped-View in der Metro-Oberfläche von Windows 8
Die Dokumentenübersicht in Doo (OS X)

Doo will native Apps für OS X, iOS, Android und Windows sowie eine Web-App anbieten. Zum heutigen Start der offenen Beta stehen Apps für OS X und die neue Metro-Oberfläche von Windows 8 unter doo.net zum Download bereit.

Kostenlos bis zu 2.000 Dokumenten und 1 GByte Speicherplatz

Doo kann kostenlos genutzt werden, ist dann aber auf 2.000 Dokumente und 1 GByte Speicherplatz beschränkt. Wer mehr Dokumente speichern will oder mehr Speicherplatz benötigt, wird zur Kasse gebeten. Doo Premium unterstützt für 4,99 Euro im Monat bis zu 20.000 Dokumente und bietet 10 GByte Speicherplatz, Doo Premium plus für 7,99 Euro bis zu 50.000 Dokumente und 25 GByte Speicherplatz. Für 24,99 Euro im Monat gibt es eine Professional-Version mit bis zu 200.000 Dokumenten und 100 GByte Speicherplatz. Auf Anfrage sollen auch größere Pakete und Varianten für Teams angeboten werden. Die Varianten Premium plus und Professional unterstützen dabei eine clientseitige Verschlüsselung.

10 Millionen US-Dollar zum Start

Zum Start der Beta verkündete Doo zugleich den Abschluss einer ersten Finanzierungsrunde über 10 Millionen US-Dollar, angeführt von Target Partners. Zudem haben DuMont Venture, e42 Ventures und Xing- und HackFwd-Gründer Lars Hinrichs sowie Professor Hermann Simon in das Unternehmen investiert. Doo-Gründer Thelen war zuvor maßgeblich an der Entwicklung von Wunderlist beteiligt. Insgesamt arbeiten derzeit 33 Menschen an Doo.


Phreeze 21. Jun 2012

wir haben über 1,5mio Dokumente in 14 Jahren angesammelt, und die PCs haben keinen...

Phreeze 21. Jun 2012

Warum nur den halben Kuchen essen wenn man ihn ganz essen kann ? :)

ICH_DU 21. Jun 2012

Prinzipiell hab ich sowas schon lange gesucht. Kennt jemand sowas als NICHT Cloud...

velo 20. Jun 2012

Ja, ich stimme zu. Die Ecken und Kanten lassen es zudem auch unrund aussehen und...

jayrworthington 18. Jun 2012

Meine Buchhalterin nimmt nur genau einmal Daten aus dem Buero mit und speichert die...

Kommentieren



Anzeige

  1. Professur (W 2) für Informatik / Human Computer Interaction
    Hochschule Offenburg, Offenburg
  2. Business Analyst (m/w)
    Deutsche Leasing Gruppe, Bad Homburg vor der Höhe
  3. IT-Application Developer Web (m/w)
    THOMAS SABO GmbH & Co. KG, Lauf / Pegnitz
  4. Solution Specialist (m/w) (SAP - Bereich MM/WM)
    Siemens AG, Amberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. #Bentgate

    Verbiegt sich das iPhone 6 Plus in der Hosentasche?

  2. Akku

    Schnelleres Laden von iPhone 6 mit iPad-Netzteil

  3. Security

    Doubleclick liefert Malware aus

  4. Browser

    Google Chrome für iOS unterstützt Erweiterungen

  5. Thaw

    Das Smartphone schnappt Dateien vom Bildschirm

  6. Threshold

    Beta von Windows 9 erst im Oktober 2014, aber mit Startmenü

  7. Neue AGB

    Kickstarter klärt Regeln für gescheiterte Projekte

  8. Handelsplattform

    Datenschützer warnt vor Alibaba

  9. Playstation

    Remote-Play-Funktion für viele Android-Geräte portiert

  10. Apple

    10 Millionen neue iPhones am ersten Wochenende verkauft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Intel Core i7-5960X im Test: Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
Intel Core i7-5960X im Test
Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
  1. Rory Read AMDs neue x86-Architektur Zen kommt 2015
  2. Intels Desktop-Chefin im Interview "Wir hatten unsere loyalsten Kunden frustriert"
  3. Intel Core i7-5960X X99-Mainboards angebrannt

Test Destiny: Schicksal voller Widersprüche
Test Destiny
Schicksal voller Widersprüche
  1. Destiny 500 Millionen US-Dollar Umsatz mit "steriler Welt"
  2. Destiny "Größter Unterschied sind sehr pixelige Schatten"
  3. Bungie Kostenloses Upgrade von Old- zu Current-Gen-Konsolen

Imsi-Catcher: Catch me if you can
Imsi-Catcher
Catch me if you can
  1. Spy Files 4 Wikileaks veröffentlicht Spionagesoftware von Finfisher
  2. Spiegel-Bericht BND hört Nato-Partner Türkei und US-Außenminister ab
  3. Bundestrojaner Software zu Online-Durchsuchung einsatzbereit

    •  / 
    Zum Artikel