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Grundgesetz (auf einer Glasplatte am Jakob-Kaiser-Haus in Berlin): Wer hat die Verfassung wann und wie geändert?
Grundgesetz (auf einer Glasplatte am Jakob-Kaiser-Haus in Berlin): Wer hat die Verfassung wann und wie geändert? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Doc Patch: Das Grundgesetz wird Open Data

Grundgesetz (auf einer Glasplatte am Jakob-Kaiser-Haus in Berlin): Wer hat die Verfassung wann und wie geändert?
Grundgesetz (auf einer Glasplatte am Jakob-Kaiser-Haus in Berlin): Wer hat die Verfassung wann und wie geändert? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Der Chaos Computer Club hat das Grundgesetz als Open Data veröffentlicht. Die dafür eingerichtete Plattform steht auch anderen Nutzern offen, die weitere Dokumente aus der Verwaltung dort veröffentlichen sollen.

Am 23. Mai 1949 ist das Grundgesetz in Kraft getreten. Seither wurde einiges an der Verfassung der Bundesrepublik geändert - nicht immer zum Besten. Zum 64. Geburtstag hat der Chaos Computer Club (CCC) das Grundgesetz als Open-Data-Projekt präsentiert.

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Doc Patch heißt die Plattform, auf der das Gesetzeswerk abrufbar ist. Sie sei "ein umfassendes Werkzeug, um die Entwicklung der deutschen Verfassung transparenter zu machen", schreibt der CCC. Der Nutzer kann auf der Plattform das Grundgesetz studieren und sich ansehen, wann und wie es geändert wurde und von wem die Änderungen stammen. Mit Hilfe einer Zeitleiste kann der Nutzer sehen, wie die politischen Verhältnisse im Land zum jeweiligen Zeitpunkt aussahen. Er kann aber auch verschiedene Fassungen des Grundgesetzes miteinander vergleichen.

Maschinenlesbarer Text

Initiiert wurde das Projekt von Chaospott, einer CCC-Gruppe aus Essen. Die Gruppe hat das Gesetzeswerk mit Hilfe von freier Software aufbereitet - so enthält die Plattform nicht nur den vollständigen Gesetzestext. Er ist zudem auch maschinenlesbar sowie mit Metadaten, die damit in Verbindung stehen, annotiert. Der Text kann in jeder Fassung auch heruntergeladen werden - in etwa 15 verschiedenen Formaten, darunter als einfache Textdatei, als PDF, HTML-Datei oder in dem E-Book-Format ePub.

Ziel des Projektes sei, "öffentliche Daten wie Verfassungen und Gesetzestexte von unfreien Formaten zu 'befreien' und umfassend zu erschließen", erklärt der CCC. Gesetzestexte ließen sich gut aufbereiten, da sie "wie Software" seien: "Der 'Quelltext' ist gut strukturiert mit einfacher Syntax und Änderungen sind auch nichts anderes als Patches, um Fehler zu beseitigen oder neuen Anforderungen zu genügen."

Das Grundgesetz sei nur der Anfang. Der CCC will andere dazu motivieren, weitere Gesetzestexte oder Parteisatzungen in ähnlicher Weise aufzubereiten und auf Doc Patch zur Verfügung zu stellen. "Wir wollen am Beispiel des Grundgesetzes die Möglichkeiten von Open Data in anschaulicher Form zeigen", sagt Manuel Prinz vom Chaospott Essen. "Unsere Entwicklung ist offen und erweiterbar, so kann sie jeder für andere Inhalte nutzbar machen."


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buzer 24. Mai 2013

Lesbarer hier: http://www.buzer.de/gesetz/5041/l.htm

buzer 24. Mai 2013

Ganz einfach Änderungen verfolgen kannst du hier und nicht nur für das Grundgesetz...

DrWatson 24. Mai 2013

+1 Hat mich auch schon oft aufgeregt. Im Zweifelsfall erfinden Leute so eigene "Standards"

Chris- 24. Mai 2013

Müsste dringend einmal überarbeitet werden. Bei mir leuchten lauter rote Lämpchen auf...



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