Anzeige
Dive ist eine VR-Brille samt Headtracking für Smartphones.
Dive ist eine VR-Brille samt Headtracking für Smartphones. (Bild: Durovis)

Dive ausprobiert: Smartphone als Alternative zur Oculus Rift

Dive ist eine VR-Brille samt Headtracking für Smartphones.
Dive ist eine VR-Brille samt Headtracking für Smartphones. (Bild: Durovis)

Mit der Dive hat Durovis eine kabellose Virtual-Reality-Brille samt Headtracking-Funktion entwickelt. Diese verwandelt nahezu jedes Android-Smartphone in eine immersive Spielwelt - ohne Motion Sickness und für nur etwa 50 Euro.

Anzeige

Wenn sich der Wagen der Achterbahn nach vorne in die Tiefe stürzt und in den Looping rast, dann dreht sich einem unwillkürlich der Magen um - dabei steht man auf der Gamescom und probiert die Virtual-Reality-Brille Dive aus. Die Idee hinter diesem Projekt ist so simpel wie genial: Während Oculus Rift mit mehreren Kabeln an den PC angeschlossen werden muss und teure Displays braucht, benötigt die drahtlose Dive des Bonner Informatikers Stefan Welker nicht mehr als ein Smartphone.

In ein Gestell ähnlich einer Skibrille hat Welker zwei justierbare Lupenlinsen zur Vergrößerung eingebaut, als Display wird das Handy in die Dive eingeschoben. Die Gyro- und Lagesensoren sind somit bereits integriert, aus Hardwaresicht ist die Brille damit schon einsatzbereit. Ein von Welker programmiertes SDK liest die Daten der Sensoren aus und sendet sie an die Spiele. Die kostenlose Dive-Software unterstützt derzeit nur Android, der iOS-Support befindet sich in der Entwicklung.

Virtuelle Höhen und Tiefen im Blick

Einmal aufgesetzt, geben Spiele zwei Bilder aus (Side-by-Side-3D) und werden praktisch ohne Eingabeverzögerung per Kopfbewegungen sowie optional mit einem Controller gesteuert. Die eingangs erwähnte Rollercoaster-App etwa simuliert eine rasante Achterbahnfahrt, bei Dive Wings stürzt sich der Spieler per virtuellem Wingsuit einen Berg hinab - trotz simpler Grafik ziemlich beeindruckend.

Titel wie The Height - eine Map mit Räumen unten und dünnen Stegen auf der zweiten Ebene, bei der es Kisten einzusammeln gilt - verursachen zudem ein mulmiges Gefühl: Während wir über eine dünne Planke balancieren, schauen wir automatisch in die Tiefe (also in der Realität auf den Boden), um ja nicht herunterzufallen, nach dem Sprung auf die andere Seite fällt die Anspannung ab. Die Laufbewegungen erfolgen entweder automatisch (per Kopfbewegung und Anschauen), mittels eines Bluetooth-Controllers oder einer Tastatur, auch ein zweites Smartphone ist eine Option. Als Engine dient die Unity.

Offen, entwicklerfreundlich, kostenlos

Während bei Oculus Rift ein 300 Dollar teures Dev-Kit in den USA bestellt werden muss, steht Dive jedem zur Verfügung, der Zugriff auf einen 3D-Drucker wie den Makerbot hat: Per Anleitung entsteht eine sogenannte Open Dive, selbst die nötigen Linsen können über Welkers Webseite bezogen werden. Dank deren variabler Aufhängung ist es auch weit- oder kurzsichtigen Spielern möglich, die Dive-Brille ohne Einschränkungen zu nutzen. Schwindelgefühle aufgrund von Motion Sickness treten nicht auf, da per Headtracking das Bild immer den Kopfbewegungen folgt.

Welker und seine Firma Shoogee bieten somit nahezu jedem, der ein kompatibles Smartphone besitzt - und das sind nach aktuellem Stand viele Android-Geräte mit 4 bis 5 Zoll Bildschirmdiagonale und den oben genannten Sensoren - eine immersive Spielumgebung samt der Option, dafür selbst Spiele zu programmieren oder Dive in einen vorhandenen Titel zu integrieren. Dive, also eintauchen, ist somit durchaus wörtlich zu verstehen.

Ein wenig in die Zukunft gedacht sind damit Titel wie ein Max Payne, ein Shadowgun oder ein GTA Vice City auf dem Smartphone mit Gamespad und Headtracker mit der Virtual-Reality-Brille Dive möglich. Das finale Produkt soll etwa 50 Euro kosten und in den nächsten Monaten verfügbar sein.


eye home zur Startseite
Tobias Claren 20. Dez 2013

Bei eBay bekommt man auch dafür noch Geld. Z.B. als Ersatzteilspender. Oder war das ein...

Tobias Claren 20. Dez 2013

Wenn ich ein 7"-Tablet mit SIM (also Smartphone-Ersatz, heute auch "Phablet" genannt...

baltasaronmeth 29. Aug 2013

In der Tat. In jedem Film mit VR-Thema sieht man immer virtuelle Tastaturen. Warum...

Anonymer Nutzer 26. Aug 2013

Die Oculus Rift ans Smartphone anzuschließen geht das überhaupt? Wenn ja wäre es...

Keridalspidialose 26. Aug 2013

http://www.youtube.com/watch?v=pvEekLDwjQ0 http://www.youtube.com/watch?v=OyVAp0tOk5A

Kommentieren



Anzeige

  1. IT Business Intelligence Analyst (m/w)
    über Hanseatisches Personalkontor Nürnberg, Dreieck Ingostadt, München, Regensburg
  2. SAP-Inhouseberater (m/w)
    NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, Nürnberg
  3. Customer Product Manager für die Personalisierung von Kundenprodukten (m/w)
    Giesecke & Devrient GmbH, München
  4. Gruppenleiter (m/w) Logistik, A/R und Risikomanagement
    Vodafone D2 GmbH, Düsseldorf (Home-Office)

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Snowden

    Natural Born Knüller

  2. Ohne Google-Dienste

    Fairphone 2 bekommt offenes Android

  3. Messenger

    Whatsapp bekommt offenbar Voicemail und Rückrufe

  4. Großinvestor

    Icahn steigt bei Apple aus

  5. Ohne Display

    Leica M-D ist eine analoge Digitalkamera

  6. Smartphone-Chips

    Intel soll Broxton und Sofia eingestellt haben

  7. Youtube

    Geld verdienen trotz Rechtestreit

  8. Streaming

    Bundestag gibt Gema und VG Wort neue Rechte

  9. Security

    Der Internetminister hat Heartbleed

  10. Wifi-Pro-Serie

    Devolo betritt den WLAN-Markt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Alphabay Darknet-Marktplatz leakt Privatnachrichten durch eigene API
  2. Verteidigungsministerium Ursula von der Leyen will 13.500 Cyber-Soldaten einstellen
  3. Angebliche Zukunftstechnik Sirin verspricht sicheres Smartphone für 20.000 US-Dollar

LG Minibeam im Test: Wie ein Beamer mein Begleiter wurde
LG Minibeam im Test
Wie ein Beamer mein Begleiter wurde
  1. Huawei P9 im Test Das Schwarz-Weiß-Smartphone
  2. HTC Vive im Test Zwei mal zwei Meter sind mehr, als man denkt
  3. Panono im Test Eine runde Sache mit ein paar Dellen

Ubuntu on Windows im Test: Eine neue Hassliebe auf der Kommandozeile
Ubuntu on Windows im Test
Eine neue Hassliebe auf der Kommandozeile
  1. Subsystem für Linux Microsoft entschlackt den Kernel für Ubuntu on Windows
  2. Windows 10 Neue Insider-Preview verbessert Stift-Unterstützung
  3. Windows 10 Insider Build Vorschau mit dem Windows Subsystem for Linux ist da

  1. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz...

    theonlyone | 12:14

  2. Re: Windows interessiert mich nicht mehr

    Captain | 12:13

  3. Re: Cortana abschalten?

    DeathMD | 12:13

  4. gibt es doch jetzt auch schon?

    flasherle | 12:13

  5. Re: Wie dachte man noch nach Ballmers Abtritt?

    Beeblox | 12:12


  1. 12:01

  2. 11:50

  3. 11:40

  4. 11:35

  5. 11:25

  6. 11:10

  7. 10:50

  8. 10:46


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel