Displayserver Wayland 1.1 mit neuen Weston-Backends

Mit der Freigabe des Displayservers Wayland 1.1 samt dem Referenz-Compositor Weston haben die Entwickler auch neue Backends umgesetzt, die unter anderem die Grafikausgabe auf dem Raspberry Pi ermöglichen.

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Mit verbesserter Dokumentation, einer SDK für neue Plugins und Backends für den Referenz-Compositor Weston hat das Team um Entwickler Kristian Høgsberg Wayland 1.1 freigegeben. Mit einem der neuen Backends lässt sich Wayland samt Weston auf einem Raspberry Pi nutzen.

Mit weiteren Backends lassen sich Wayland und Weston mit einem Framebuffer-Device oder einem Xserver nutzen. Bislang setzte Wayland vornehmlich auf OpenGL ES und GLX. Für die Ausgabe auf ein Framebuffer-Gerät wird die Pixman-Bibliothek verwendet. Damit lassen sich Wayland und Weston auch ohne 3D-Treiber verwenden.

Außerdem haben die Entwickler das Remote Desktop Protocol, RDP, umgesetzt. Allerdings soll es nicht für die Ausgabe an entfernten Rechnern, sondern für die Darstellung auf weiteren angeschlossenen Monitoren dienen. Weitere Protokolle erweitern die Unterstützung auf Touchscreens. Dazu wurde auch ein Kalibrierungsprogramm umgesetzt.

Wer für Wayland und Weston entwickeln will, kann auf eine verbesserte Dokumentation zugreifen. Zusätzlich wurde eine erste SDK implementiert, mit der sich Weston-Plugins entwickeln lassen. Die für das Debugging genutzte Bibliothek Libunwind gibt bessere Crash-Dumps aus.

Künftig sollen neue Versionen des Wayland-Protokolls alle vier Monate erscheinen. Zwischendurch sollen kleinere fehlerbereinigte Versionen veröffentlicht werden. Der Quellcode von Wayland 1.1 ist auf den Servern des Freedesktop-Projekts erhältlich.

Wayland im Einsatz

Kürzlich ist es Jolla-Entwickler Carsten Munk gelungen, einen Wayland-Compositor auf Android-Grafiktreibern zu starten. Munk präsentiert dafür einen QML-Compositor für Wayland, der auf einer Qualcomm-GPU mit den Android-Treibern läuft. Die Grundlage dafür bildet die ebenfalls von Munk geschriebene Bibliothek Libhybris, mit der sich unter anderem Android-Treiber in einem Glibc-basierten System benutzen lassen, also mit den meisten Linux-Distributionen.

In wenigen Tagen will das Maui-Projekt seine Linux-Distribution mit der aktualisierten Version von Wayland veröffentlichen. Dort läuft auf dem Displaymanager der eigens entwickelte, Qt-basierte Desktop Hawaii mit dem auf QML basierenden Compositor Green Island.


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