Displayserver Wayland 0.85 als Testversion veröffentlicht

Der Displayserver Wayland ist in einer Testversion veröffentlicht worden. Es ist die erste Version, die die Entwickler offiziell freigeben. Im Laufe des Jahres 2012 sollen der Code und das API in einer stabilen Version 1.0 erscheinen.

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Der Wayland-Initiator und Intel-Mitarbeiter Kristian Høgsberg hat eine erste Testversion des Displayservers samt des dazugehörigen Compositors Weston freigegeben. Die Testversion soll in erster Linie dazu dienen, die APIs und die Protokollimplementierungen zu stabilisieren. Erst dann soll Wayland 1.0 erscheinen, auf dessen Basis die Weiterentwicklung der Plugins und die Anpassungen an die Toolkits erfolgen sollen.

Bislang mussten noch ein spezieller Kernel mit Pageflips kompiliert, eine angepasste Mesa-Bibliothek verwendet und eine unvollständige EGL-Schnittstelle genutzt werden. Inzwischen sind sämtliche Anpassungen in die externen Projekte wie Mesa eingepflegt, so dass Wayland mit dem standardmäßigen KMS-Stack des Kernels und dem DRI2-Modul funktioniert. Allerdings kann Wayland bislang nur mit Open-Source-Treibern für Grafikkarten genutzt werden, die binären Treiber von Nvidia und AMD müssten von den Herstellern noch angepasst werden.

Bislang ist Wayland lediglich für den Einsatz unter Linux gedacht. Zwar sei es sicherlich möglich, Wayland auch auf andere Plattformen zu portieren, sie müssten aber die gleiche Infrastruktur bieten wie Linux. X.org solle auf so vielen Plattformen wie möglich laufen, erklärte Høgsberg.

Wayland soll künftig auf Embedded-Geräten oder auch auf Desktoprechnern laufen. Es soll eine schlanke Alternative zu X.org darstellen und vor allem moderne Komponenten des Kernels nutzen sowie nur aktuell benötigte Funktionen eines Displayservers enthalten. Ubuntu, Fedora und Tizen haben bereits ihre Unterstützung für das Projekt angekündigt.

Ein endgültiger Termin steht noch aus, Wayland 1.0 soll aber noch in diesem Jahr erscheinen.


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