Gerade für Ultrabooks ist ein sparsames Display wichtig,
Gerade für Ultrabooks ist ein sparsames Display wichtig, (Bild: Intel)

Displayport Sparsamere Displays dank Windows 8.1 und Intels Broadwell

IDF

Intel hat erläutert, wie durch die Kombination aus Broadwell-CPU und Windows 8.1 die Leistungsaufnahme von Displays drastisch reduziert werden soll. Vor allem die Media Buffer Optimization für Videos mit einer verringerten Wiederholrate hilft bei der Verlängerung der Akkulaufzeit.

Anzeige

Auf dem Intel Developer Forum hat Jackson Tsai, Spezialist für Displaytechnologie, erläutert, welche Auflösungen Panels im kommenden Jahr haben sollen und wie Intel in Zusammenarbeit mit den Displayherstellern die Leistungsaufnahme senken möchte.

Der Trend zu einer immer höheren Pixeldichte hat durch Touchdisplays, die sich zumeist näher am Auge befinden und seit Haswells zum Ultrabook-Pflichtprogramm gehören, nahezu alle Hersteller erreicht. Etwa 200 ppi (pixel per inch), also beispielsweise 3.200 x 1.800 Pixel verteilt auf 14 Zoll, sind in diesem Jahr technisch die Spitze - aus dem typischen Touch-Abstand von 40 cm nimmt das Auge die einzelnen Bildpunkte kaum noch wahr. 2014 soll UHD, also 3.840 x 2.160 Pixel, als Standard für 14 Zoll über 300 ppi erreichen.

Die hohe Pixeldichte geht allerdings mit einer gestiegenen Leistungsaufnahme einher und das Panel macht einen Großteil der aufgenommenen elektrischen Energie eines Ultrabooks aus. Um dem entgegenzuwirken, gibt es viele Techniken, eine der bekanntesten der vergangenen Jahre ist die LED-Hintergrundbeleuchtung. Intel bietet seit vielen Jahren die Display Power Saving Technology (DSPT) an, welche die Hintergrundbeleuchtung reduziert und zugleich das Bild anpasst.

  • Für Touchgeräte sind um die 300 ppi besonders wichtig. (Bild: Intel)
  • Bereits 40 statt 60 Hz reduzieren die Leistungsaufnahme um 18 Prozent. (Bild: Intel)
  • Die Display Power Saving Technology reduziert die Hintergrundbeleuchtung und passt das Bild an. (Bild: Intel)
  • Panel Self Refreshing lässt das Notebook weniger arbeiten, das Display aktualisiert Frames aus einem eigenen kleinen Speicher. (Bild: Intel)
  • Das spart Energie beim RAM, der Displayengine, den CPU-Kernen und dem eDP. (Bild: Intel)
  • Die Media Buffer Optimization wiederholt Frames statt sie erneut zu streamen. (Bild: Intel)
  • MBO funktioniert auch und gerade bei weniger als 60 Hz. (Bild: Intel)
  • PSR samt MBO soll im Betrieb die Leistungsaufnahme drastisch reduzieren. (Bild: Intel)
Für Touchgeräte sind um die 300 ppi besonders wichtig. (Bild: Intel)

Neue Stromspartechniken für Displays mit Broadwell und Windows 8.1

Der Hersteller hat weiterhin Panel Self Refresh (PSR) für Haswell-Ultrabooks eingeführt: Das per Embedded-Displayport (eDP) angeschlossene Panel bietet einen kleinen Speicher, der Bildinformationen in Form des Framebuffers speichern kann. Ändert sich der Inhalt nicht, aktualisiert das Panel diesen aus dem Speicher, anstatt die Daten vom System über den eDP erneut anzufordern. Dieser wie auch die CPU-Kerne und die Grafikeinheit können daher per Powergating schlafen gelegt werden. Laut Intel kann PSR bei den meisten Anwendungsfällen verwendet werden.

Die sogenannte Media Buffer Optimization (MBO) ist eine Erweiterung von PSR und wird im kommenden Jahr mit den Broadwell-Prozessoren eingeführt, eDP 1.3 ist Voraussetzung. Bei 24 fps und einer Wiederholrate von 60 Hz wird ein Frame dreimal aktualisiert und der darauf folgende Frame zweimal - jedes Mal mit dem gleichen Inhalt. Mit MBO wird der Frame nicht vom System erneut geschickt, sondern bleibt drei respektive zwei Zyklen stehen. Optisch ändert sich nichts, das System aber spart messbar Energie.

Eine weitere Idee ist es, die Wiederholrate zu reduzieren - etwa von 60 auf 40 Hz, dies spart laut Intel 18 Prozent Energie. Theoretisch kann mit PSR die Wiederholrate im Leerlauf auf bis zu 1 Hz absinken, bei der Videowiedergabe wird nach einigen Sekunden die Wiederholrate reduziert, etwa auf 48 Hz bei 24-fps-Material und dank MBO wird nur jeder zweite Frame aktualisiert. Dies ist seit Haswell möglich, setzt aber Windows 8.1 voraus, und der Panel-Hersteller muss sicherstellen, dass beim Wechsel der Wiederholrate kein Flackern ausgelöst wird.

In Kombination mit MBO sowie optimierten Bauteilen sollen die niedrigen Wiederholraten die Leistungsaufnahme des Displays deutlich reduzieren und Akkulaufzeiten bei Broadwell-Ultrabooks ermöglichen, die im zweistelligen Stundenbereich liegen - bisher sind sechs Stunden Videowiedergabe Pflicht für Haswell, um sich Intels Marke Ultrabook zu verdienen.


Stebs 11. Sep 2013

Bevor es wieder falsch verstanden wird: PSR (Panel Self Refresh) gehört zum eDP...

Lala Satalin... 11. Sep 2013

Technik aus Zeiten von Terminals mit heutigen zu vergleichen ist nicht nur unfair...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Administrator (m/w) für den Betrieb von Webapplikationen
    Daimler AG, Stuttgart
  2. Anwendungsbetreuer/in für betriebswirtschaftliche Systeme
    VDI GmbH, Düsseldorf
  3. IT-Service Mitarbeiter (m/w)
    DATAGROUP Köln GmbH, Köln
  4. SAP-Teamleiter (m/w)
    Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG, Gerlingen

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. Raspberry Pi 2 Modell B / Quad-Core Prozessor / 1GB RAM - inkl. Kühlkörper
    ab 36,44€
  2. TIPP: Evga Geforce GTX 960 SuperSC
    mit 20 Euro Cashback nur 194,90€ bezahlen
  3. NEU: Samsung Galaxy S6 und S6 Edge im Preisvergleich
    ab 699,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Epic Games

    Unreal Engine mit Quellcode jetzt kostenlos

  2. Projekt Nova

    Google bestätigt Planung eigener Mobilfunktarife

  3. Screamride im Test

    Achterbahn mit Zerstörungsdrang

  4. Sofia und Cherry Trail

    Intels neue Atom-x-Modelle bieten eine dicke Grafikeinheit

  5. Geplante Obsoleszenz

    Ein Viertel aller Flat-TVs wird wegen Defekt ausgetauscht

  6. Europa

    Telekom stellt pro Woche 100.000 Anschlüsse auf All-IP um

  7. Zend

    Experimentelle JIT-Engine für PHP veröffentlicht

  8. Jolla Tablet im Hands on

    Sailfish OS funktioniert auch auf dem Tablet

  9. Imagination Technologies

    Winzige Wearable-GPU und H.265-Einheiten für Smartphones

  10. Biometrie

    Fujitsu zeigt Iris-Scanner mit NIR-Licht für Smartphones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spieldesign: Spiele sollen sich nicht wie Filme anfühlen
Spieldesign
Spiele sollen sich nicht wie Filme anfühlen
  1. Steam Valve kündigt neues VR-Headset an
  2. Microsoft Xbox One wird wohl ab Sommer zum Dev Kit
  3. Games PS4 und Xbox One bei Spielentwicklern beliebter

Die Woche im Video: Abenteurer, Adware und ein fixer Anschluss
Die Woche im Video
Abenteurer, Adware und ein fixer Anschluss
  1. Die Woche im Video Ein Spionagering, Marskandidaten und Linux für den Desktop
  2. Die Woche im Video New 3DS, Stromzähler und der schnellste Smartphone-Chip
  3. Die Woche im Video Raspberry Pi 2, die Telekom am DE-CIX und Alienware Alpha

IMHO: Automotive ist das neue Internet of Things
IMHO
Automotive ist das neue Internet of Things
  1. Uber-Konkurrent Kommt bald das Google-Taxi ohne Fahrer?
  2. Bundesverkehrsminister Autonome Autos sollen in zehn Jahren normal sein
  3. Autobahn Ruhrgebiet soll Testgebiet für autonomes Fahren werden

  1. Re: Nur im Tablet-Segment sind die Atom-Chips...

    redmord | 21:30

  2. Re: Crytek*

    Prypjat | 21:30

  3. Re: Ja ist das geil

    fluppsi | 21:30

  4. Re: Wie es mich da schon wieder würgt!

    plutoniumsulfat | 21:27

  5. Re: Ich WILL

    fluppsi | 21:27


  1. 18:44

  2. 18:40

  3. 18:01

  4. 17:49

  5. 16:40

  6. 16:08

  7. 15:58

  8. 15:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel