Der betroffene Router DIR-600
Der betroffene Router DIR-600 (Bild: D-Link)

DIR-300 und 600 D-Link stopft kritische Sicherheitslücke in WLAN-Routern

Mit einer neuen Firmware hat D-Link auf eine kürzlich bekanntgewordene Lücke in den Routern DIR-300 und DIR-600 reagiert. Die Geräte waren bisher auch über das Internet angreifbar, was nicht nur zu einem Eindringen in private Netzwerke führen konnte.

Anzeige

Auf seinen Servern hat D-Link neue Firmware für die beiden Router DIR-300 und DIR-600 veröffentlicht. Benutzer dieser beiden älteren Geräte sollten die Updates unbedingt verwenden, denn damit wird nach Angaben des Unternehmens eine Sicherheitslücke geschlossen. Unter den folgenden Links ist die neue Firmware für die Modelle DIR-300 Revision B, DIR-600 Revision B1 und B2 sowie DIR-600 Revision B5 erhältlich. Um welche Version des Geräts es sich genau handelt, ist am Typenaufkleber auf der Unter- oder Rückseite des Routers zu lesen.

Der nun behobene Fehler war besonders schwerwiegend, weil er eine Konfiguration des Routers auch über das Internet erlaubte. Wie Heise Online berichtet, konnte ein Angreifer damit nicht nur in private Netze eindringen, sondern auch den Router so einstellen, dass er zum Weiterleiten von fremden Zugriffen verwendet wurde. Ohne dass der Besitzer des Gerätes das bemerken konnte, sind so mit seiner IP-Adresse illegale Aktivitäten durchführbar gewesen.

Möglich war das, weil die Router ohne Passwort oder andere Authentifizierung direkte Linux-Befehle mit Root-Rechten ausführten - auch wenn diese über die WLAN-Schnittstelle an das Gerät übermittelt wurden. Ein so zugänglicher Router steht einem Angreifer mit allen Funktionen offen.

Angriff auch per Web und E-Mail möglich

Das Problem bestand auch, wenn der Router nicht direkt mit dem Internet verbunden war, etwa weil er sich hinter einem anderen Router befand. Ein Angriff aus dem eigenen Netz war auch durch präparierte Webseiten möglich, deren Links per E-Mail verschickt werden konnten. Die nötigen Befehle zur Übernahme des Geräts ließen sich nämlich auch per Browser an den Router schicken.

Entdeckt wurde die Lücke von dem Sicherheitsforscher Michael Messner, der sie in seinem Blog ausführlich beschreibt. Er sagte Heise Online, dass er D-Link bereits im Dezember 2012 über den Fehler unterrichtet habe, die Lücke sei seitdem aber nicht geschlossen worden. Ein Sprecher von D-Link teilte Golem.de mit, das Unternehmen habe schon seit "mehreren Wochen" an der neuen Firmware gearbeitet, die Veröffentlichung des Problems sei einer Bereitstellung der Software nur knapp zuvorgekommen.

Da D-Link seine Geräte nicht direkt an Endkunden verkaufe, wolle das Unternehmen die Besitzer der betroffenen Router nicht unmittelbar kontaktieren, um sie auf die neue Firmware hinzuweisen. Stattdessen wolle D-Link die Händler ansprechen, die Router des Herstellers verkaufen, damit diese dann ihre Kunden auf das Problem und die Lösung hinwiesen.


binki 25. Apr 2013

Ich hatte bisher auch keine Probleme mit dem DIR-615 und DD-WRT. Router läuft seit...

nie (Golem.de) 07. Feb 2013

Eine Anfrage dazu bei D-Link läuft bereits, sobald es eine Antwort gibt, wie die Meldung...

ovopax 06. Feb 2013

Achtung nach dem Update war bei mir das Wlan offen! Also für alle die Updaten am besten...

Anonymer Nutzer 06. Feb 2013

Zuvorgekommen! Wie immer bei D-Link. Wer es glaubt hat nie ge-googelt.

Kommentieren




Anzeige

  1. Webdesigner / -entwickler (m/w)
    PROJECT PI Immobilien AG, Nürnberg
  2. Datenbank- / Anwendungsentwickler (m/w)
    MULTIVAC Sepp Haggenmüller GmbH & Co. KG, Wolfertschwenden
  3. Senior-Softwareentwickler (m/w)
    KfW Bankengruppe, Berlin
  4. Specialist / Developer (m/w) SAP Variantenkonfiguration
    evosoft GmbH, Nürnberg

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. PCGH-Professional-PC GTX970-Edition
    (Core i7-4790K + Geforce GTX 970)
  2. Samsung Ultra-HD-Monitor U28D590D
    339,00€ inkl. Versand über Redcoon
  3. PCGH-Supreme-PC GTX980-Edition
    (Core i7-4790K + Geforce GTX 980)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    Autonome Autos, Spionageprogramme und Werbelügen

  2. Spionagesoftware

    NSA-Programm Regin zwei Jahre im Kanzleramt aktiv

  3. Biofabrikation

    Forscher wollen Gewebe aus Spinnenseide drucken

  4. Ultrabook-Prozessor

    Intels Skylake ersetzt Broadwell bereits im Frühsommer

  5. GTX-970-Affäre

    AMD veralbert Nvidia per Twitter und verlost Grafikkarten

  6. Spielebranche

    Sega streicht 300 Stellen

  7. Gegen Pegida

    Informatiker und Bitkom für Flüchtlinge und Vielfalt

  8. Smartphones

    Huawei empfindet Windows Phone als Einheitsbrei

  9. FCC

    Erst 25 MBit/s sind in den USA jetzt ein Breitbandanschluss

  10. DVB-T2/HEVC

    Nur ein Betreiber will Antennen-TV in HD aufbauen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Testplattform für Grafikkarten: Des Golems Zauberwürfel
Testplattform für Grafikkarten
Des Golems Zauberwürfel
  1. Maxwell-Grafikkarte Nvidia korrigiert die Spezifikationen der Geforce GTX 970
  2. Geforce GTX 960 Nvidias neue Grafikkarte ist eine halbe GTX 980
  3. Bis 4 GHz Takt Samsung verdoppelt Grafikspeicher-Kapazität

Grim Fandango im Test: Neues Leben für untotes Abenteuer
Grim Fandango im Test
Neues Leben für untotes Abenteuer
  1. Vorschau 2015 Von Hexern, Fledermausmännern und VR-Brillen
  2. Spielejahr 2014 Gronkh, GTA 5 und #Gamergate
  3. Day of the Tentacle (1993) Zurück in die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart

Fehlender Cache verursacht Ruckler: Nvidias beschnittene Geforce GTX 970 stottert messbar
Fehlender Cache verursacht Ruckler
Nvidias beschnittene Geforce GTX 970 stottert messbar
  1. IMHO Juhu, DirectX 12 gibt's auch für Windows-7-Besitzer
  2. Geforce GTX 965M Sparsamere Alternative zur GTX 870M
  3. MFAA Nvidias temporale Kantenglättung kann mehr

    •  / 
    Zum Artikel