Digitalisierung Umsätze mit E-Books in den USA mehr als verdoppelt
Der Buchmarkt in den USA ist stabil, aber der Anteil der E-Books wächst: 2011 wurde mehr als doppelt so viel Geld mit digitalen Büchern verdient wie im Vorjahr. Die Zahl der verkauften Titel hat sich verdreifacht.
E-Books erfreuen sich in den USA weiterhin großer Beliebtheit: Die Einnahmen aus dem Verkauf der digitalen Literatur haben sich 2011 mehr als verdoppelt. Das geht aus der Studie Bookstats 2012 hervor, die von zwei Verbänden aus der US-Verlagsindustrie durchgeführt wurde.
Danach wurden im vergangenen Jahr E-Books im Wert von 2,07 Milliarden US-Dollar verkauft. 2010 waren es noch 869 Millionen US-Dollar. E-Books machten damit 15,5 Prozent der Umsätze der Verlage aus. In Verkaufszahlen: 2010 wurden 125 Millionen digitale Bücher abgesetzt - 2011 waren es 388 Millionen. Im Bereich Literatur für Erwachsene (im Gegensatz zu Jugendliteratur) lagen E-Books in den Verkaufsstatistiken vor Taschenbüchern und gebundenen Büchern.
In Deutschland ein Nischenmarkt
Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2011 4,7 Millionen kostenpflichtige E-Books abgesetzt. Der Umsatz lag bei 38 Millionen Euro. Der Anteil der digitalen Werke am gesamten deutschen Buchmarkt lag bei knapp 1 Prozent.
Die Umsätze mit gedruckten Büchern gingen um 1 Milliarde US-Dollar zurück. Sie fielen von 12,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf 11,1 Milliarden US-Dollar. Insgesamt legte der US-Buchmarkt leicht zu: Die Umsätze der Verlage stiegen von 13,9 Milliarden US-Dollar auf 13,97 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011. Das entspricht einem Zuwachs von 0,5 Prozent.
Lieber im Geschäft
Bücher werden immer noch hauptsächlich im stationären Handel gekauft. Daran haben auch das Wachstum des Online-Buchhandels und die Schließung vieler Filialen nach dem Bankrott der Buchhandelskette Borders nichts geändert. Die Umsätze des Online-Buchhändlers stiegen von 3,72 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf 5,04 Milliarden US-Dollar 2011.
Bookstats wird jedes Jahr gemeinsam vom Branchenverband Book Industry Study Group und dem Verlegerverband Association of American Publishers erhoben. Für die Studien wurden 1.977 US-Verlage aus allen Bereichen befragt.






Ich habe mal den Stern als eMag auf dem iPad probiert. Das ist gut gemacht...
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