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Ein Kontrollzentrum an der Pipeline Baku-Tbilisi-Ceyhan 2008
Ein Kontrollzentrum an der Pipeline Baku-Tbilisi-Ceyhan 2008 (Bild: OSMAN KERIMOV/AFP/Getty Images)

Digitaler Anschlag: Cyber-Attacke soll Ölpipeline zerstört haben

Ein Kontrollzentrum an der Pipeline Baku-Tbilisi-Ceyhan 2008
Ein Kontrollzentrum an der Pipeline Baku-Tbilisi-Ceyhan 2008 (Bild: OSMAN KERIMOV/AFP/Getty Images)

Ein Cyber-Angriff soll 2008 die Explosion einer Ölpipeline in der Türkei verursacht haben, wie anonyme Quellen berichten. Es gibt dafür aber nur Indizien.

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Zwei Gestalten mit Laptops in der Nacht und gelöschte Daten von Überwachungskameras sind die Indizien, die Ermittler im Fall einer ungeklärten Explosion im Jahr 2008 zusammengetragen haben. Daraus schließen sie, dass ein Cyberangriff dafür verantwortlich sei, dass die Baku-Tbilisi-Ceyhan-Ölpipeline in Flammen aufging. Das berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg und beruft sich auf vier anonyme Quellen.

Der Grund der Explosion ist bis heute nicht geklärt. Es gab keine Hinweise auf einen Sprengsatz. Trotzdem bekannte sich die PKK am nächsten Tag zu dem Anschlag. Die türkische Regierung hingegen machte einen mechanischen Defekt für die Explosion verantwortlich. Auch der Nutzer der Pipeline British Petroleum (BP) spricht nur von einem Feuer in seinem Jahresabschlussbericht 2008. Wenige Jahre später machte BP aber doch Terroristen für die Explosion verantwortlich, als das Ölunternehmen wegen Nichteinhaltung von Lieferverträgen verklagt wurde. Der türkische Betreiber Botas International behauptet in einer E-Mail an Bloomberg weiterhin, dass es bis heute keinerlei Manipulationen an seinen Computersystemen gegeben habe.

Gelöschte Bilder von Überwachungskameras

Das sehen die anonymen Ermittler anders. Insgesamt 60 Stunden Videomaterial von Überwachungskameras seien verschwunden. Außerdem habe das automatische Warnsystem versagt, das die Pipeline über Sensoren überwache. Erst ein Mitarbeiter, der die Flammen gesehen hatte, meldete die Explosion 40 Minuten später. Einwohner im nahegelegenen türkischen Ort Erzincan berichteten von einer riesigen Explosion und einem anschließenden Feuer, das noch etwa einen Kilometer entfernt zu spüren gewesen sei.

Durch die Pipeline fließt Rohöl. Erst bei hohem Druck kann es explodieren. Demnach müssten die Angreifer nicht nur das Warnsystem manipuliert haben, sondern sich auch in die Rechner der Pumpstation gehackt haben, um entsprechende Ventile zu manipulieren. Mit einem direkten Zugang zu den Ventilen wäre ein Einbruch in die Kontrollstation nicht notwendig gewesen. Das Warnsystem überwacht die Sensoren an der Pipeline nicht nur über ein drahtloses Netzwerk, sondern auch über Satellit. Laut den anonymen Quellen hätten die Angreifer die Satellitensignale stören müssen. Das sind allerdings alles nur Spekulationen über den eigentlichen Ablauf des möglichen Anschlags. Denn ein hoher Druck könne nicht unbedingt zu einer Explosion führen. Deshalb gehen Bloombergs Quellen davon aus, dass es eine Kombination aus einem digitalen und einem physischen Angriff gewesen sein müsse, obwohl es keine Hinweise auf einen Sprengsatz gegeben habe.

Manipulierte Warnsysteme, gestörte Satelliten

Neben dem verschwundenen Videomaterial und dem defekten Warnsystem können sich die Ermittler nur auf einen weiteren konkreten Hinweis stützen: Eine Infrarotkamera hat zwei Männer gefilmt, die sich wenige Nächte vor der Explosion mit Laptops in der Nähe der Pipeline aufgehalten haben sollen. Diese Kamera sei nicht mit den anderen über das gleiche Netzwerk verbunden gewesen. Sie hätten militärische Kleidung getragen, sagte eine Quelle, die das Videomaterial gesichtet haben soll. Der Zeitstempel der Aufnahme habe laut Protokolldateien genau einer Sondierung der Rechnerinfrastruktur entsprochen, sagten Bloombergs Quellen.

Der Zeitpunkt der Explosion sei ein weiteres Indiz für einen Anschlag, berichtet Bloomberg. Drei Tage später erklärte Russland Georgien den Krieg und marschierte in das Land ein, in dem die Pipeline ihren Ursprung hat. Möglicherweise habe die PKK in Absprache mit Russland die Verantwortung übernommen, schreibt Bloomberg.

Bereits 1982 soll es eine durch digitale Sabotage herbeigeführte Explosion an einer Pipeline in Sibirien gegeben haben. Das behauptet Thomas Reed, ehemals Sicherheitsberater von US-Präsident Ronald Reagan, in einem Buch. Verantwortlich für den Anschlag soll die CIA gewesen sein. Es gibt aber Zweifel an dieser Geschichte. Ein ehemaliger russischer KGB-Mitarbeiter sagte später in einem Interview, marode Technik habe die Explosion ausgelöst.


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Yes!Yes!Yes! 12. Dez 2014

:)

Novo Cain 12. Dez 2014

Ich wurde einmal in einem Vortrag von einer BP Mitarbeiterin darauf hingewiesen. BP ist...

PMedia 12. Dez 2014

Aber mit bloßen Fäusten! Höchstpersönlich! Auf einem Schneetiger reitend, mit nacktem...

Smiley666 12. Dez 2014

...glaube nix den Medien nicht ;-) ! Mal im Ernst... die Öffentlichkeit wird niemals...

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