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Digiskopie: Nähe aus der Entfernung
Digiskopie: Nähe aus der Entfernung (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Was wird digiskopiert?

An der Technik der Digiskopie wird schon lange gearbeitet. Die ersten, die durch ein Spektiv fotografierten, waren Vogelgucker, die dokumentieren wollten, was sie beobachtet hatten. Das geht schon seit den 1970er Jahren - damals kamen die ersten Adapter auf den Markt. Allerdings hatten die Spektive zu der Zeit noch kleinere Blenden ab f/13, die Okulare waren weniger leistungsstark. Um die große Blendenzahl auszugleichen, bedurfte es empfindlicher Filme, die schwer zu bekommen und teuer waren und die oft nur sehr verrauschte Bilder abgaben.

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  • Löwe im Tierpark Hagenbeck: Geht es noch größer? (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Klar! Mit dem Spektiv auf der Kamera. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Dösende Tiere eignen sich gut zum Digiskopieren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Digiskopie schafft Nähe aus der Entfernung. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wie nah darf es denn sein? (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zum Digiskopieren wird ein Spektiv mit Hilfe eines speziellen Adapters... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... an eine Kamera montiert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Damit lassen sich dann Motive in großer Entfernung fotografieren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Spektiv holt die Tiere nahe heran. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das von uns getestete Spektiv hat einen Brennweitenbereich von 900 ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • .... bis 2.100 Millimeter Kleinbildäquivalent. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Allerdings vergrößert das Spektiv nicht nur das Motiv, sondern auch alles dazwischen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • An warmen Tagen vor allem Hitzeflimmern, das dem Foto eine impressionistische Anmutung gibt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Fokussiert wird manuell, was nicht ganz einfach ist. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Schärfebreich ist sehr klein. Der Schärfepunkt wird schnell verpasst. Hier liegt er hinter dem Auge. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Mit etwas Geduld und Übung klappt es aber. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Dann gelingen schöne Aufnahmen - im Zoo, ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... auf dem Deich ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... oder im Gebirge. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Da der Digiskopierer weit genug von der Gams weg ist, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... stört er sie nicht. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auch die Murmeltiere... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... kümmern sich nicht um den Menschen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Digiskopieren lassen sich aber auch andere Motive: Bäume im Nebel zum Beispiel. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Oder der Mond. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Dann gelingen schöne Aufnahmen - im Zoo, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ging es dann los mit der Digiskopie. Zu der Zeit kamen zum einen Spektive mit einer größeren Austrittspupille - sprich einer kleineren Blendenzah -, zum anderen kleinere und erschwingliche Digitalkameras auf den Markt und ermöglichten es den Vogelbeobachtern, ihre gefiederten Motive abzubilden. Auf die Bildqualität kam es dabei erstmal gar nicht so sehr an.

Der Beobachter ist weit genug weg

Andere Naturfreunde zogen nach. Auch sie nutzten die Brennweite aus, um außerhalb der Fluchtdistanz der Tiere zu bleiben. Schon ein Schaf auf dem Deich lässt den Fotografen nur ungern so nahe heran, dass er ein Augenporträt machen kann, ganz zu schweigen von einer Gams im Gebirge. Jäger setzen die Digiskopie ein, um den Wildbestand in ihrem Revier zu dokumentieren.

Auch eine ganz andere Gruppe nutzt die Technik: Strafverfolger. Sie können damit Verdächtige aus größerer Entfernung beschatten. Ein kürzlich veröffentlichtes Video der italienischen Polizei könnte durch ein Spektiv aufgenommen worden sein. Früher oder später dürften auch Paparazzi die Digiskopie entdecken.

Eine neue Bildsprache

Inzwischen entdecken auch Fotografen die Digiskopie. "Sie greifen zum Spektiv, um eine andere Bildsprache generieren zu können", sagt Kretzschmar. Die wird begründet durch die sehr geringe Schärfentiefe, die einen cineastischen Bildeindruck erzeugt. Auf diese Weise lassen sich Menschen, Industrieanlagen oder Landschaften auf eine andere Art darstellen.

Der Effekt sei ähnlich dem bei der Makrofotografie: Das Spektiv suggeriert große Nähe zum Motiv, das aber auf große Entfernung. Der extrem kurze Schärfebereich erfordert ein Nachdenken über die Bildkomposition, wenn der Schärfepunkt nicht einfach irgendwo hinfallen soll. Dafür gelingen - mit Geduld und Übung - Aufnahmen, die man sonst so nie hätte machen können. Wer will sich schon einer Löwin so weit nähern, dass auf dem Foto das Muster seiner Iris zu erkennen ist?

 Scharfstellen ist nicht so einfach

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zu Gast 31. Aug 2015

Na, das ist eigentlich nicht der übliche Einsatzbereich. Immer mehr Verbreitung findet...

zu Gast 31. Aug 2015

Ziemlicher Preis, nur.....bei schlechtem Licht kommst mit dem kleinen...

neustart 31. Aug 2015

Wohl wahr ... Durch die Redundanz in der Manpower ist es dann auch zu verschmerzen, wenn...

namenloser22 31. Aug 2015

Stimmt, selbst kleine Drohnen könnten das Gewicht heben. Die Frage nach der Akkulaufzeit...

Arestris 31. Aug 2015

Ich bin ehrlich, solche Parks würde ich meiden. Bisher war ich allerdings nur bei uns in...



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