Der Berliner Fernsehturm mit Kränen im Vordergrund
Der Berliner Fernsehturm mit Kränen im Vordergrund (Bild: John MacDougall/AFP/Getty Images)

Deutsche Startups Berlin steht vor einer Zäsur

Seit Jahren geht es mit der Berliner Startupszene aufwärts. Trotzdem wird das Jahr 2013 für viele Gründer eine Herausforderung, schreibt Blogger Martin Weigert. An großen Durchbrüchen fehle es nämlich bislang und das Startkapital einiger Firmen könnte langsam zur Neige gehen.

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2013 wird das bisher wichtigste Jahr für die Berliner Webwirtschaft. Denn die noch junge Branche der Stadt braucht unbedingt Erfolgserlebnisse. Trotz aller Gründungen - rund 1.300 seit 2008 - mangelt es bisher an ganz großen Durchbrüchen von aus der Spreestadt stammenden Webfirmen. Was unter anderem damit zu tun hat, dass sich die Entrepreneure der Stadt bisher vor allem auf an Endkonsumenten gerichtete Social-Web-Startups fokussierten - ein schwieriger Bereich, der ein besonders gut vernetztes Ökosystem mit globalem Einfluss benötigt. Dieses fehlt Berlin noch.

Das hat zur Folge, dass viele der mit großen Ambitionen gestarteten Berliner Startups rund um das Thema Social auch ein bis zwei Jahre nach ihrem Debüt kein so kräftiges Wachstum vorweisen können, das erforderlich wäre, um in der Liga ihrer Konkurrenten aus dem Silicon Valley mitzuspielen und damit wettbewerbsfähig zu werden. Oder um überhaupt irgendwelche Netzwerkeffekte zu erreichen. Oder um sich die früher oder später erforderliche Anschlussfinanzierung zu sichern.

Einige werden es schaffen, andere nicht

Gerade die Finanzierungsfrage ist heikel. US-Branchenkenner sind sich einig: An Endkonsumenten gerichtete Startups werden es 2013 besonders schwer haben, und der sogenannte "Series A Crunch" soll in den kommenden zwölf Monaten mit insgesamt einer Milliarde Dollar Seed- und Angel-Funding finanzierte US-Startups zu einem vorzeitigen Ende zwingen. Während in den vergangenen Jahren speziell in den USA fast jedes noch so sinnbefreite junge Webunternehmen eine Frühphasen-Finanzierung erreichen konnte, sind die Venturekapitalisten weitaus kritischer dabei, wem sie die ganz großen Schecks übergeben.

In Deutschland war die Situation zwar insofern anders als der Großteil der Gründer zu keinem Zeitpunkt das Gefühl erhielt, Business Angels würden ihnen das Geld regelrecht hinterherwerfen. Doch speziell in der Hauptstadt und insbesondere im Dunstkreis der Soundcloud-Gründer Alexander Ljung und Eric Wahlforss, befreundeter Geldgeber wie Christophe Maire sowie zahlreicher Acceleratoren ließ sich beobachten, wie unzählige mobile Apps und Social-Plattformen Startkapital erhielten, das nun bei vielen 2013 zur Neige gehen dürfte. Ob die nach außen hin sichtbarsten Vertreter der neuen Berliner Gründerwelle - von Amen, Readmill und Wunderlist über Loopcam, EyeEm und Moped bis Gidsy, Klash oder Toast - alle in einem Jahr in heutiger Form noch existieren, ist fraglich. Einige werden es schaffen, andere nicht.

Zerbricht das aufwendig aufgebaute Image Berlins als mögliches Silicon Valley Europas? 

Casandro 09. Feb 2013

Man gründet doch kein Social-Media Startup um daraus eine tragfähige Firma zu machen. Man...

skyynet 04. Jan 2013

Trollbeitrag? Hmmm... Lass uns mal prüfen, wer der bessere Troll ist. "Der Begriff Troll...

ccaa 04. Jan 2013

die Zeit eines Silicon Valley ist vorbei, ein Aufbruch wie in den 80er wird es nicht mehr...

Casandro 04. Jan 2013

Wobei man sagen muss, dass "Silicon Valley" auch schon längst tot ist. Zum einen weil die...

Eheran 03. Jan 2013

Das werden wir ja noch sehen! Ich glaub es erst, wenn Golem dazu einen Artikel schreibt...

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